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Vogelgrippe
  • 20.12.2016

Minister: Kein Ende der Geflügelpest in Sicht

Die Geflügelpest macht sich am Bodensee breit. Es gibt aber keinen Grund, über Weihnachten auf Geflügelfleisch oder Hühnereier zu verzichten, heißt es beim Land.

Die Ausbreitung der Geflügelpest im Südwesten ist nach Ansicht von Verbraucherminister Peter Hauk (CDU) kein Grund für den Verzicht auf Geflügelfleisch oder Hühnereier. Trotz der Ausbreitung des Virus' müssten sich die Verbraucher keine Sorgen machen, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Seit dem Ausbruch der hochansteckenden Vogelgrippe im November am Bodensee sind 800 tote Vögel in Baden-Württemberg gefunden worden, bei 292 wurde der Virus-Typ H5N8 festgestellt. Nicht mehr alle Totfunde würden komplett ausgetestet. Hauk betonte: „Die Lage ist für die Vögel ernst. Für die Menschen nicht“.

„Es gibt stets neue Fälle”, sagte Hauk. Ein Ende sei nicht in Sicht. Die Mitte November angeordnete Stallpflicht für Geflügelbetriebe gelte zunächst bis Ende Januar. In 14 Bundesländern sei die Vogelgrippe ausgebrochen, in sechs sei auch Nutzgeflügel betroffen. In Baden-Württemberg sei das bisher nicht der Fall. „Kontrollen finden statt, aber wir kontrollieren nicht jeden einzelnen Betrieb, denn die Aufstallung ist im eigenen Interesse der Vogelhalter, drum wird sie sehr gut eingehalten”. Die Betriebe machten mit, sagte Hauk. „«Man kann nicht genug Vorsicht walten lassen”.

Im Südwesten sind nach wie vor nur Wildvögel betroffen. Reiherenten aus der Ukraine brachten das Virus mit an den Bodensee, wie Hauk sagte. Später wurden auch tote Möwen, Tafelenten, Haubentaucher, Schwäne und Krähen gefunden. „Das Virus ist nach wie vor vorhanden, es ist hoch aggressiv für Wildvögel und für Hausgeflügel gleichermaßen”. Letzte Woche wurde die Vogelgrippe vom Typ H5N8 auch im Landkreis Ravensburg festgestellt: In Leutkirch wurde eine tote Reiherente gefunden.

Quelle: dpa/lsw


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