Pressemitteilung

Essen und Trinken
  • 23.10.2015

Schulische Ernährungsbildung - eine Investition in die Zukunft

„Eine sich verändernde Gesellschaft mit vielfältigen Lebensentwürfen führt dazu, dass das Wissen über Herkunft, Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln und die damit verbundenen Erfahrungen nicht mehr selbstverständlich weitergegeben und vorgelebt werden. Deshalb gewinnt die Vermittlung dieser Alltagskompetenzen an Kinder und Jugendliche immer mehr an Bedeutung – vor allem während der Schulzeit. Der Grundstein für eine ausgewogene Ernährung wird schließlich bereits früh gelegt“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde am Freitag (23. Oktober) in Stuttgart anlässlich der Eröffnung der Tagung „Schulische Ernährungsbildung - eine Investition in die Zukunft“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung - Sektion Baden-Württemberg.

„Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln, eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil erfordern, dass sich junge Menschen reflektiert mit Ernährung auseinandersetzen. Die Schule ist neben dem Elternhaus ein wichtiger Lern- und Lebensort, an dem Kinder und Jugendliche dafür grundlegende Kompetenzen entwickeln können. Deshalb ist das Thema Ernährung fest in den Bildungsplänen aller Schulen verankert“, sagte Marion v. Wartenberg, Staatssekretärin im Kultusministerium. Mit den neuen Bildungsplänen, die im kommenden Schuljahr in Kraft treten, werden die Themen Ernährung und Lebensgestaltung durch die Leitperspektiven „Verbraucherbildung“ sowie „Prävention und Gesundheitsförderung“ noch stärker betont.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ist seit vielen Jahren Vorreiter in der Ernährungsbildung und anerkannter Bildungspartner im Land. Mit der Landesinitiative BeKi-Bewusste Kinderernährung bietet das Ministerium umfassende Unterstützung für Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte an. „Künftig möchten wir noch mehr Angebote für Schulen entwickeln und beispielsweise die digitalen Medien stärker für die Ernährungsbildung nutzen. Digitale Erlebnisrouten, sogenannte Spiele-Missionen, sind für Jugendliche attraktiv und eröffnen auch im Unterricht neue Zugangswege zum Thema Essen und Trinken“, sagte Minister Bonde. Passend zum Motto „MACH'S MAHL - gutes Essen für Baden-Württemberg“ möchte das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vor allem die jüngeren Zielgruppen ansprechen und unkompliziert für das Thema Essen und Trinken Interesse wecken und zum Mitmachen motivieren.

„Mit dem Ausbau der Ganztagesschulen in Baden-Württemberg ist die Bedeutung der Schulverpflegung sowie des gesamten Verpflegungsangebotes in den Schulen gestiegen. Gutes Essen in der Schule für alle Schülerinnen und Schüler ist auch ein wichtiger Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit“, betonte der Minister. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg übernehme hier eine zentrale Rolle, indem sie Schulträger und Schulen bei der Umsetzung eines bestmöglichen Verpflegungsangebotes vor Ort berate und unterstütze. Ziel müsse die Verknüpfung von Ernährungsbildung im Unterricht und einer passenden Schulverpflegung sein. „Kinder und Jugendliche sollen in der Mensa das erleben, was sie im Unterricht gelernt haben“, so Bonde abschließend.

Hintergrundinformationen:

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) hat am 7. März 2015 vom Nachhaltigkeitsrat der Landesregierung den Auftrag erhalten, ein Aktionsprogramm „Nachhaltig essen“ zu entwickeln. Das Aktionsprogramm legt den Fokus in der Arbeit des MLR noch stärker auf Nachhaltigkeitsaspekte und stärkt den Schwerpunkt „Auswärts Essen“. Zu diesem Schwerpunkt gehört eine Veranstaltungsreihe zur Gemeinschaftsverpflegung in Schulen, Betriebskantinen und Senioreneinrichtungen, ein Coachingprojekt „Große Küche – Gutes Essen“ und der Schulmensentest „Klasse Essen in der Schule“. Weitere Informationen finden Sie unter www.machs-mahl.de

Weiterführende Informationen:


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