Pressemitteilung

Tierschutz
  • 08.05.2017

Wissenschaftliche Tagung in Stuttgart: ‚Planung von Tierversuchen Neuere Methoden zur Reduktion und Qualitätssteigerung‘

„Der Tierschutzgedanke ist fest in der Gesellschaft verankert, und es ist ein klarer politischer Wille der Landesregierung, Tierversuche auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Dort, wo sie nötig sind, ist die Belastung der verwendeten Tiere so gering wie möglich zu halten“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Montag (8. Mai) mit Blick auf die wissenschaftliche Tagung ‚Planung von Tierversuchen - Neuere Methoden zur Reduktion und Qualitätssteigerung‘.

Die Veranstaltung werde durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gemeinsam mit der Landesakademie für Veterinär- und Lebensmittelwesen und auf Initiative des Landesbeirats für Tierschutz unter Beteiligung hochrangiger Experten durchgeführt. Die Tagung lege einen Schwerpunkt auf Fragen zur Qualität von tierexperimentellen Methoden. Dieser Ansatz verspreche zahlreiche neue Perspektiven zur Verbesserung der angewandten Methoden und bestenfalls zum Verzicht auf Versuchsansätze, die sich wissenschaftlich als nicht erfolgreich erwiesen hätten.

„Baden-Württemberg ist ein wichtiger Standort der biomedizinischen Forschung. Im Rahmen dieser Forschung können Tierversuche gegenwärtig und voraussichtlich auch in absehbarer Zukunft nicht vollständig durch Alternativmethoden ersetzt werden. Daraus erwächst eine besondere Verantwortung für den Tierschutz bei Versuchstieren. Daher muss aber ein Ausgleich zwischen der Forschungsfreiheit und dem Staatsziel Tierschutz erreicht werden, der die Belange der Tiere angemessen berücksichtigt“, erklärte der Minister. Die heutige Tagung leiste einen wertvollen Beitrag, diesem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Hintergrundinformationen zu den Referenten und deren Themen:

  • Prof. Dr. Ulrich Dirnagl, Klinik für Neurologie, Charité Berlin:
  • Wie können wir die Qualität und den Nutzen von Tierexperimenten in der Biomedizin verbessern?
  • Prof. Dr. Merel Ritskes-Hoitinga, SYRCLE, Radboud University, Nijmegen
  • SYRCLE: The Dutch centre for education and coaching in systematic reviews of animal studies
  • Prof. em. Dr. Manfred Wolff, Universität Tübingen
  • Gruppensequentielle Testverfahren – eine Methode zur signifikanten Reduktion der Tierzahlen
  • Dr Emily Sena, PhD, CAMARADES, University of Edinburgh 
  • CAMARADES: present work and future development
  • Prof. Dr. Gilbert Schönfelder, Deutsches Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R), Berlin Meta-Forschung: Neuer Weg für mehr Schutz von Versuchstieren


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