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Informationen für Schulen und Kitas

  • Mädchen im Schulflur mit Milchglas und Apfel.

Bunte Früchte und frische Milch schmecken richtig lecker und machen fit für den Kita- und Schulalltag. Als Teil einer ausgewogenen Ernährung sind sie für ein gesundes Aufwachsen und die Gesundheit im späteren Leben wichtig.

Durch das EU-Schulprogramm erhalten Kinder in Kitas und Grundschulen regelmäßig eine kostenlose Extraportion Obst & Gemüse und/oder Milch(-produkte) von einem regionalen Lieferanten. Kinder kommen damit auf den Geschmack dieser Lebensmittel und lernen bereits in jungen Jahren ganz nebenbei, sie in ihren Essalltag zu integrieren. Durch die pädagogische Begleitung des Programms erfahren Kinder mehr über die Herkunft von Lebensmitteln und eine ausgewogene Ernährungsweise, zudem stärken sie wichtige Alltagskompetenzen.

Um Schulen und Kitas die Teilnahme am EU-Schulprogramm so einfach wie möglich zu machen, sind hier die zentralen Schritte aufgelistet:

1. Schritt: Sich informieren

2. Schritt: Lieferanten finden

  • Um am EU-Schulprogramm teilnehmen zu können, brauchen Einrichtungen einen zugelassenen Lieferanten für Obst und Gemüse beziehungsweise Milch(-produkte). Schulen und Kitas sind dafür verantwortlich, einen Lieferanten zu finden und mit ihm die Abwicklung zu vereinbaren.

    Unterstützung bei der Suche nach Lieferanten

    Um Schulen und Kitas bei der Suche nach Lieferanten zu unterstützen, gibt es eine Liste mit bereits zugelassenen Lieferanten. Sie finden diese in der Spalte rechts bei den Downloads. Einrichtungen können natürlich auch selbst neue Lieferanten fürs Programm gewinnen und örtliche Erzeuger oder Händler darauf ansprechen. Lieferanten, die noch nicht als Schulprogramm-Lieferanten zugelassen sind, müssen zuerst einen Antrag auf Zulassung beim Regierungspräsidium Tübingen stellen. Nur vom Regierungspräsidium Tübingen zugelassene Lieferanten können die EU-Beihilfe beantragen.

    Zulassung als Lieferant im EU-Schulprogramm

    Welche Produkte können bezogen werden?

    Beihilfefähige Produkte im Rahmen des EU-Schulprogramms sind vorrangig frisches Obst, Gemüse und Trinkmilch, daneben auch Naturjoghurt, Quark und Käse gemäß den hier hinterlegten Sortimentslisten:

    Sortimentsliste Obst und Gemüse

    Sortimentsliste Milch und Milchprodukte

    Die Früchte müssen der Qualität von Handelsware entsprechen. Obst, Gemüse und Milch(-produkte) dürfen keine Zusätze von Zucker, Süßungsmitteln, Fett oder Salz enthalten.

3. Schritt: Finanzierung sicherstellen

  • Grundlage für die Kostenberechnung im EU-Schulprogramm ist die einzelne Portion (Produkt und Lieferung). Eine Portion Obst und Gemüse umfasst mindestens 100 g, eine Portion Schulmilch mindestens 250 ml Trinkmilch oder 150 g Joghurt bzw. Quark oder 30 g Käse.

    In Baden-Württemberg wird jede Portion Obst & Gemüse bzw. Milch(-produkt), die über das EU-Schulprogramm ausgegeben wird, mit einem festen Betrag aus EU-Mitteln gefördert. Dieser Förderbetrag deckt in der Regel etwa 75 Prozent der Nettokosten (Produkt und Lieferung) ab. Um den Einstieg in die „neue Schulmilch“ zu erleichtern, wird der Förderbetrag für Milch im ersten Jahr höher angesetzt (ca. 85 Prozent des Orientierungspreises). Die Förderung beantragt der Lieferant beim Regierungspräsidium Tübingen.

    Den Restbetrag (einschließlich der Mehrwertsteuer des Gesamtbetrages) muss die Einrichtung oder ein Sponsor finanzieren. Wie hoch der von der Einrichtung zu tragende Restbetrag ist, ist nicht verbindlich festgelegt. Dies hängt von Höhe des Portionspreises (einschließlich Lieferung) ab. Die Höhe der Portionspreise ist nicht vorgegeben und muss daher rechtzeitig zwischen Lieferant und Einrichtung vereinbart werden.

    Als Hilfestellung und Richtschnur für Einrichtungen und Lieferanten dienen die Orientierungspreise. Sie zeigen an, wie hoch der Preis pro gelieferter Portion vor Abzug des EU-Förderbetrags sein kann/soll. Abweichungen nach oben sind möglich, zum Beispiel bei Belieferung mit sehr hochwertigen Produkten wie Beerenobst oder Ziegenkäse, bei langen Anfahrtswegen und kleinen Liefermengen oder in Jahren mit witterungsbedingt knappem Angebot. Abweichungen nach unten sind möglich, z.B. wenn die Marktpreise in einem Jahr niedriger ausfallen. Der EU-Förderbetrag muss sich im Preis der Erzeugnisse in jedem Fall widerspiegeln.

    Die für das Schuljahr 2017/18 in Baden-Württemberg geltenden Orientierungspreise und Beihilfebeträge pro Portion finden Sie hier:

    Orientierungspreise und Beihilfebeträge im EU-Schulprogramm in Baden-Württemberg im Schuljahr 2017/18

    Interessierte Einrichtungen sollten rechtzeitig mit ihrem Lieferanten Kontakt aufnehmen und sich um die Finanzierung des Eigenanteils zum Beispiel durch einen Sponsor kümmern. Sponsoren können zum Beispiel Kita- oder Schulträger, Fördervereine, Eltern oder Unternehmen sein.

    Die Kosten für Einrichtungen bzw. deren Sponsoren hängen – außer von der Höhe des Portionspreises – noch von folgenden Faktoren ab:

    • Anzahl der teilnehmenden Kinder
    • wie häufig Kinder Obst und Gemüse beziehungsweise Milch und Milchprodukte erhalten: Was sind Verteilungen, was Lieferungen
    • ob die Kinder beide Lebensmittelgruppen erhalten (Früchte und Milch) oder nur eine von beiden

    Welche Kosten für eine Einrichtung bei Teilnahme am EU-Schulprogram anfallen und wie eine Einrichtung prüfen kann, ob die EU-Förderung korrekt an sie weitergegeben wird, ist im hier hinterlegten Dokument dargestellt.

    Kalkulationsbeispiele für verschiedene Fallkonstellationen finden sie rechts bei den Downloads.

4. Schritt: Zulassung beantragen

  • Alle Einrichtungen, die am EU-Schulprogramm teilnehmen möchten, müssen beim Regierungspräsidium Tübingen einen Online-Antrag auf Zulassung stellen. Eine Zulassung ist möglich für:

    • Obst & Gemüse
    • Milch(-produkte)
    • Obst & Gemüse und Milch(-produkte)

    Anmeldung für das Schuljahr 2017/2018

    Der Anmeldezeitraum für das Schuljahr 2017/18 ist abgeschlossen. Eine Anmeldung für die Teilnahme im Schuljahr 2018/19 wird im Frühjahr 2018 möglich sein (siehe Feld oben rechts auf der Startseite)..

    Zulassung

    Die Zulassung erfolgt durch schriftlichen Bescheid des Regierungspräsidiums Tübingen. Die Zulassungsbescheide für das Folgeschuljahr werden in der Regel im Juli an die Einrichtungen versandt. Die Listen der aktuell zugelassenen Einrichtungen sind in der Spalte rechts zu finden.

    Für Lieferungen, die vor der Zulassung der Einrichtung oder ohne Zulassung erfolgen, kann keine EU-Förderung gewährt werden.

    Was ist nach Erhalt des Zulassungsbescheids zu tun?

    Nach Erhalt des Zulassungsbescheids geben die Einrichtungen bitte umgehend eine Kopie davon an ihren Lieferanten weiter und vereinbaren Ort, Zeitpunkt und Häufigkeit der Belieferung.

5. Schritt: Änderungen erforderlich?

  • Einrichtungen, die die Teilnahme am EU-Schulprogramm beantragt und vom Regierungspräsidium Tübingen einen Zulassungsbescheid für das Schuljahr 2017/18 erhalten haben, haben die Möglichkeit einen Änderungsantrag zu stellen. Dies wird erforderlich, falls sich die Antragsdaten (z.B. Kontaktdaten) geändert haben bzw. zulassungsrelevante Daten (z.B. Kinderzahlen) geändert werden sollen.

    Wie kann eine Änderung beantragt werden?

    Ein Änderungsantrag kann nur über folgenden Link  gestellt werden. Um sich in der Webanwendung anmelden zu können, benötigen Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort.

    Welche Änderungen kommen in Frage?

    Änderungen, die jederzeit möglich sind:

    •    Name der Einrichtung
    •    Adresse der Einrichtung
    •    Kontaktdaten der Einrichtung (E-Mailadresse und Telefon)
    •    Ansprechpartner inklusive Kontaktdaten

    Bitte achten Sie darauf dass die Kontaktdaten Ihrer Einrichtung immer aktuell sind. Wichtig ist besonders Ihre E-Mailadresse, da alle relevanten Daten (auch für eine erneute Anmeldung) ausschließlich per E-Mail versandt werden.

    Diese Änderungen werden übernommen, ohne dass Sie hierzu einen Änderungsbescheid vom Regierungspräsidium Tübingen erhalten.

    Änderungen, die nur zu bestimmten Terminen möglich sind:

    • Erhöhung der Kinderzahlen

    Es müssen nur Änderungen der Kinderzahlen nach oben beantragt werden, also z.B. wenn neue Kinder hinzugekommen sind.

    Eine solche Änderung ist nur zu 3 Terminen im laufenden Schuljahr möglich. Änderungsanträge können, wenn sie bis zum jeweiligen Stichtag gestellt wurden, zum nächstmöglichen Termin beschieden werden. Die Stichtage für die Änderungsanträge sind jeweils der.

    • 10. Oktober 2017: Änderung gültig ab: 01. November 2017
    • 10. Januar 2018: Änderung gültig ab: 01. Februar 2018
    • 10. April 2018: Änderung gültig ab: 01. Mai 2018


    Wichtig
    :

    • Änderungen können nur positiv beschieden werden, wenn noch ausreichend Budget verfügbar ist.
    • Änderungen sind nicht möglich innerhalb eines Abrechnungszeitraums Ihres Lieferanten (je nach Lieferant ein Monat, ein Quartal oder ein Halbjahr). Sprechen Sie Änderungen der Kinderzahl deshalb vorher mit Ihrem Lieferanten ab.


    Änderungen, für die kein Antrag erforderlich ist:

    Falls Sie Kinderzahlen oder Verteilungen verringern möchten, müssen Sie keinen Änderungsantrag stellen. Bitte teilen Sie dies aber Ihrem Lieferanten mit, damit dieser die gelieferte Menge entsprechend verringern kann und dies auf der Anlage 1, die Sie regelmäßig für Ihren Lieferanten abstempeln und unterschreiben (Beispiel Anlage 1 Förderantrag), auch so vermerkt wird.

    Bitte achten Sie darauf, dass Sie im Rahmen der Änderungsanträge und auf der Anlage 1 immer die korrekten Kinderzahlen angeben. Es dürfen nur so viele Kinder angegeben und abgerechnet werden, wie aktuell in der Einrichtung angemeldet sind und berechtigt sind, am Programm teilzunehmen.

    Das Wichtigste in Kürze:

    • Änderungsanträge sind erst nach Bewilligung Ihres Erst- oder Folgeantrags möglich.
    • Falls Sie zwischenzeitlich einen weiteren Änderungsantrag stellen und noch keinen Bescheid erhalten haben, werden die vorherigen Änderungen überschrieben und nicht berücksichtigt.
    • Reichen Sie eine Kopie Ihres Änderungsbescheides an Ihren Lieferanten weiter.

6. Schritt: Poster aufhängen

  • Einrichtungen, die am EU-Schulprogramm teilnehmen, erhalten zu Beginn des Schuljahres das Schulprogramm-Poster zugesendet. Sie sind verpflichtet, dieses gut sichtbar, lesbar und dauerhaft am Haupteingang der Einrichtung aufzuhängen.

    Hier können Sie sich das Poster auch herunterladen.

7. Eltern und pädagogische Fachkräfte informieren

  • Sowohl das pädagogische Fachpersonal als auch die Eltern haben einen bedeutenden Einfluss auf das kindliche Essverhalten. Es ist deshalb wichtig, diese mit einzubeziehen, zu bestärken und zu informieren.
    Alle Einrichtungen sind verpflichtet, ihr pädagogisches Fachpersonal und die Eltern der teilnehmenden Kinder über die Beteiligung sowie Zweck und Inhalt des EU-Schulprogramms zu informieren. Zusammen mit dem Poster erhalten Sie von uns ein Informationsblatt zur Weitergabe an die Eltern.

8. Schritt: Produkte entgegennehmen und verteilen

  • Umsetzung des Programms vor Ort

    Nun ist es soweit, Früchte und Milch werden von Ihrem Lieferanten angeliefert. Ihre Aufgabe ist es nun, die Umsetzung des Programms vor Ort zu organisieren. Folgende Überlegungen unterstützen Sie bei Ihrer Planung:

    • Wo werden die Produkte gelagert?
    • Wie kommen die Produkte zu den Kindern?
    • Werden die Früchte klein geschnitten oder erhalten die Kinder geeignete Obstarten am Stück?
    • Wer übernimmt die Zerkleinerung der Früchte?
    • Wann essen die Kinder die Produkte?
    • Wie wird die pädagogische Begleitung in der Einrichtung organisiert?

    Selbstverständlich richtet sich die Umsetzung vor Ort danach, wie es am besten in den eigenen Kita- oder Schulalltag passt und welche Produkte die Einrichtungen von ihrem Lieferanten erhalten.

    Folgende Rahmenregelungen der EU sind bei der Umsetzung vor Ort unbedingt zu beachten, die Nichteinhaltung kann zum Ausschluss vom Programm führen:

    • Die Produkte des Schulprogramms dürfen nicht im Rahmen der Mittagsverpflegung ausgegeben werden.
    • Das Einrühren von Zusätzen wie Kakao, Zucker oder Süßungsmittel in Produkte des Schulprogramms ist auch in der Einrichtung nicht zulässig.

    Für den Lieferanten die Anlage 1 seines Förderantrages quittieren

    Die Lieferanten beantragen die EU-Förderungbeim Regierungspräsidium Tübingen. Dazu ist es notwendig, die Anlage 1 des Förderantrags (Beispiel Anlage 1 für den Lieferanten) zu quittieren und damit den Erhalt der Ware zu bestätigen.
    Alle Belege (unter anderem Lieferscheine und Rechnungen) müssen gut in der Einrichtung aufbewahrt werden, um diese bei einer Kontrolle beziehungsweise auf Anfrage dem Regierungspräsidium Tübingen vorlegen zu können.

9. Schritt: Pädagogisch begleiten


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