Nachhaltig essen

Wertvolle Lebensmittel

Nachhaltig essen – wie geht das?

  • Kunde kauft Gemüse ein © Jan Potente

Wertschätzung von Lebensmitteln, Klimaschutz, Einkauf von (Bio-) Lebensmitteln aus der Region, Konsum frischer unverarbeiteter Lebensmittel, wenig Reste – all das macht nachhaltigen Genuss aus. Diese Zusammenhänge stehen verstärkt im Fokus der baden-württembergischen Ernährungsbildung. Nachhaltig erzeugte, regionale Produkte und Spezialitäten prägen zugleich die Identität des Genießerlandes Baden-Württemberg und sind daher auch für das Reiseland Baden-Württemberg von großer Bedeutung.

Die Wertschätzung für Lebensmittel und ein Bewusstsein für nachhaltigen Konsum vermittelt das MLR vor allem über die beiden Landesinitiativen "Bewusste Kinderernährung (BeKi)" und "Blickpunkt Ernährung". Bei Info-Veranstaltungen und Unterrichtseinheiten steht der nachhaltige Konsum und der sachgerechte Umgang mit Lebensmitteln (zum Beispiel zur richtigen Lagerung) im Vordergrund. Für die jüngere Zielgruppe hat das MLR digitale Erlebnisrouten entwickelt. Mit Smartphones und Tablets sind die Jugendlichen praktischem Wissen auf der Spur und beweisen ihre Kochkünste.

Was wir essen und trinken wirkt sich auf die Ernährungssituation in der ganzen Welt, auf die Umwelt, Artenvielfalt, Wirtschaft und soziale Verhältnisse in anderen Ländern aus. Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich mit regionalen Produkten nicht nur für authentischen Genuss, sie sorgen mit ihrer Entscheidung auch dafür, dass die einheimische Lebensmittelwirtschaft investieren kann. Essen und Trinken sind viel mehr als Ernährung.

Lebensmittel – natürlich aus der Region

  • Verbraucherinnen und Verbraucher können mit ihrem Ernährungsstil einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wer beim Einkauf auf saisonale Freilandprodukte zurückgreift, trägt in der Regel aufgrund der kürzeren Transportwege dazu bei, Schadstoffemissionen zu reduzieren. Dadurch leisten Verbraucherinnen und Verbraucher einen wichtigen Beitrag zur Klimabilanz. Außerdem sind die Lebensmittel frisch und besitzen viele gute Inhaltsstoffe. Regionale Lebensmittel liegen im Trend. Für die ländlichen Regionen Baden-Württembergs ergibt sich daraus ein großes Wertschöpfungspotenzial. Davon profitiert auch der Tourismus. Gäste, die Baden-Württemberg bereisen, können beispielsweise bei den Naturpark-Wirten, den Biossphärengastgebern oder den Schwäbisch Alb-Wirten landestypische Speisen aus regionalen Produkten genießen. Die "Schmeck den Süden"-Gastronomen setzen auf ihre Speisekarte nur Gerichte aus hochwertigen Rohstoffen aus den Regionen Baden-Württembergs. Im Handel können regionale Lebensmittel mit geprüfter Qualität am "Qualitätszeichen Baden-Württemberg" erkannt werden.

Konsum ökologisch erzeugter Produkte

  • Ökologischer Landbau bedeutet nicht nur die Produktion hochwertiger Lebensmittel. Ökologischer Landbau ist mehr: Durch die besonderen Bewirtschaftungsmaßnahen wird aktiv Umwelt- und Ressourcenschutz betrieben. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel spart Energie ein. Stetig wachsende Umsatzzahlen im Naturkosthandel machen deutlich: Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher greifen zu ökologisch erzeugten Produkten aus der Region. Das Qualitätsprogramm des Landes "Bio-Zeichen Baden-Württemberg" unterstützt die heimische Bio-, Land- und Lebensmittelwirtschaft dabei, ihre Produkte eindeutig zu kennzeichnen und gemeinschaftlich zu bewerben. Nur wer weiß, woran man Bio-Lebensmittel aus Baden-Württemberg erkennt, kann sich beim Einkauf auch bewusst dafür entscheiden.

Lebensmittelverschwendung vermeiden

  • Rund jedes achte Lebensmittel landet im Müll – eine erschreckend hohe Zahl. Nicht nur bei Produzenten und dem Handel, sondern bei Allen sollte ein Umdenken stattfinden, damit weniger Nahrungsmittel verschwendet werden. Mit den Landesinitiativen "Blickpunkt Ernährung" und "Bewusste Kinderernährung" rückt das MLR die Wertschätzung von Lebensmitteln verstärkt in den Blick der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Leitfäden für nachhaltige Ernährung des MLR zeigen leicht nachvollziehbar, wie sich nachhaltiger Genuss in Kochkursen oder Workshops umsetzen lässt oder worauf es bei der nachhaltigen Veranstaltungsorganisation ankommt.

Weniger Fleisch – mehr Genuss

  • Die Herstellung von Fleisch und Wurst, aber auch von Milch und Milchprodukten setzt deutlich mehr klimaschädliche Treibhausgase frei als beispielsweise Gemüse.  Wer also bewusst und in Maßen qualitativ hochwertige tierische Produkte genießt, trägt aktiv zum Klimaschutz bei und tut gleichzeitig etwas für seine Gesundheit.

Einkaufen zu Fuß oder mit dem Fahrrad schont die Umwelt

  • Wer für ein vergessenes Kilo Äpfel fünf Kilometer mit dem Auto zum nächsten Hofladen fährt, erhöht die CO2-Bilanz der Äpfel fast um das Vierfache. Zu einem nachhaltigen Ernährungsstil gehören deswegen auch die Einkäufe zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln.


Zum Informationsportal www.bio-aus-bw.de
Weiterführende Links

Bildungsangebote zur nachhaltigen ErnährungBildungsangebote


Nachhaltige, gesundheits- und genussorientierte Außer-Haus-Verpflegung in Baden-WürttembergAußer-Haus-Verpflegung

Rezepte mit regionalen Zutaten
BeKi – Bewusste Kinderernährung

Fußleiste