Geodaten nutzbar machen


Geodaten nutzbar machen

  • Geodaten nutzbar machen

Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts und Grundlage für die Informations-, Wissens- und Bürgergesellschaft. Die Mehrheit der Daten bezieht sich direkt oder indirekt auf einen bestimmten Standort oder ein geographisches Gebiet, sie sind damit in weitem Verständnis Geodaten. Geodaten haben bereits in viele Lebensbereiche Eingang gefunden, in Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sind sie aus der täglichen Arbeit nicht mehr wegzudenken.

Die im Aufbau begriffenen Geodateninfrastrukturen (GDI) schaffen die Voraussetzungen, um künftig standardisiert auf verteilt liegende Geodaten der zuständigen Stellen über das Internet zugreifen zu können: Einfach, bequem, schnell, umfassend und qualitätsgesichert.

Die digitale Vernetzung der Geodaten erfolgt in einer dienstebasierten GDI über Geodatendienste. Geoportale wie das Geoportal BW dienen dabei als zentrale Zugangsknoten, in denen nach Geodaten gesucht, diese visualisiert und bei Bedarf bezogen werden können. Ein wichtiges Element sind Metadaten, die Geodaten und Geodatendienste beschreiben, um sie über das Internet finden zu können.

Damit eine Geodateninfrastruktur erfolgreich aufgebaut werden kann, müssen im Rahmen von GDI-Initiativen die notwendigen rechtlichen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Im Rahmen der INSPIRE-Initiative hat die EU im Jahr 2007 die INSPIRE-Richtlinie erlassen. Die Richtlinie regelt, wie Geodaten in Europa künftig bereitgestellt werden müssen. INSPIRE steht für "Infrastructure for Spatial Information in the European Community" und ist gleichzeitig auch der Name der EU-weiten Geodateninfrastruktur. Ihr Aufbau stützt sich auf die nationalen Geodateninfrastrukturen der 27 Mitgliedstaaten.

GDI

Als nationale Geodateninfrastruktur wird in Deutschland seit 2003 die Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) als Gemeinschaftsvorhaben von Bund, Ländern und Kommunen aufgebaut. Die Geodateninfrastrukturen der Länder – wie beispielsweise die im Jahr 2007 ins Leben gerufene Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) – integrieren die Geodateninfrastrukturen der kommunalen Ebene und sind selbst integrale Bestandteile der nationalen Geodateninfrastruktur.

Durch den mehrstufigen Aufbau einer Geodateninfrastruktur, bei der die Geodaten und die Verantwortlichkeiten dezentral bei den fachlich zuständigen Stellen verbleiben, bleibt jeder Herr seiner Daten und kann diese weiterhin pflegen. Gleichzeitig können Anwender weltweit und rund um die Uhr auf einen aktuellen Datenbestand zugreifen.


Interaktive Karten

Der Geodatenviewer im Geoportal Baden-Württemberg ermöglicht die Darstellung aller in der GDI verfügbaren Geodaten in interaktiven Karten sowie den Zugriff auf Geodaten für Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und den Bürger. Geodatenviewer

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