Geodaten nutzbar machen

Geodaten

Geoportal Baden-Württemberg

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Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts und Grundlage für die Informations-, Wissens- und Bürgergesellschaft. Die Mehrheit der Daten bezieht sich direkt oder indirekt auf einen bestimmten Standort oder ein geographisches Gebiet, sie sind damit in weitem Verständnis Geodaten. Über das Geoportal Baden-Württemberg können alle – Unternehmen, Wissenschaftler und Bürger – auf hochwertige Geodaten verschiedenster Fachdisziplinen an zentraler Stelle intuitiv und schnell zugreifen.

Mit einem Klick können die Geodaten der Vermessungs- und Geoinformationsverwaltung in Karten oder Luftbildern im Geoportal Baden-Württemberg visualisiert werden: Berge, Straßen, Flüsse, Wälder, Flurstücke oder Gebäude – in zwei und drei Dimensionen, alles in höchster Qualität.

Mit einem weiteren Klick können die Daten anderer Fachbereiche zugeschaltet und in interaktiven Karten kombiniert werden: Bebauungspläne, Straßendaten, Naturschutzgebiete, Lärm- und Luftverschmutzung, Hochwasser, Statistikdaten, Geologie und viele andere mehr.

GDI

Die im Aufbau begriffenen Geodateninfrastrukturen (GDI) schaffen die Voraussetzungen, um standardisiert auf verteilt liegende Geodaten der zuständigen Stellen über das Internet zugreifen zu können: Einfach, bequem, schnell, umfassend und qualitätsgesichert.

Geoportale wie das Geoportal Baden-Württemberg dienen dabei als zentrale Zugangsknoten, in denen nach Geodaten gesucht, diese visualisiert und bei Bedarf bezogen werden können. Ein wichtiges Element sind Metadaten, die Geodaten und Geodatendienste beschreiben, um sie über das Internet finden zu können.

Damit eine Geodateninfrastruktur erfolgreich aufgebaut werden kann, müssen im Rahmen von GDI-Initiativen die notwendigen rechtlichen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Im Rahmen der INSPIRE-Initiative hat die EU im Jahr 2007 die INSPIRE-Richtlinie erlassen. Die Richtlinie regelt, wie Geodaten in Europa künftig bereitgestellt werden müssen. INSPIRE steht für "Infrastructure for Spatial Information in the European Community" und ist gleichzeitig auch der Name der EU-weiten Geodateninfrastruktur. Ihr Aufbau stützt sich auf die nationalen Geodateninfrastrukturen der 27 Mitgliedstaaten.

Als nationale Geodateninfrastruktur wird in Deutschland seit 2003 die Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) als Gemeinschaftsvorhaben von Bund, Ländern und Kommunen aufgebaut. Die Geodateninfrastrukturen der Länder – wie beispielsweise die im Jahr 2007 ins Leben gerufene Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) – integrieren die Geodateninfrastrukturen der kommunalen Ebene und sind selbst integrale Bestandteile der nationalen Geodateninfrastruktur.

Durch den mehrstufigen Aufbau einer Geodateninfrastruktur, bei der die Geodaten und die Verantwortlichkeiten dezentral bei den fachlich zuständigen Stellen verbleiben, bleibt jeder Herr seiner Daten und kann diese weiterhin pflegen. Gleichzeitig können Anwender weltweit und rund um die Uhr auf einen aktuellen Datenbestand zugreifen.


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