Landjugend

Landjugend

Zukunft aktiv mitgestalten

  • Landkinderfreizeit

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  • Kinder helfen bei der Kartoffelernte mit. Foto: © Die Zone

    Bild: © Die Zone

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Zukunftsfähige Ländliche Räume brauchen engagierte Jugendliche, die ihre Interessen gegenüber Kommunen, anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens und gegenüber politischen Entscheidungsträgern vertreten und eigene Ideen einbringen. Eine wichtige Funktion dabei übernehmen die Landjugendverbände.

Die baden-württembergischen Landjugendverbände engagieren sich vielfältig, um Dörfer und Regionen des Ländlichen Raums für Kinder und Jugendliche attraktiv zu halten. Zur klassischen außerschulischen Bildung kommen als unverwechselbares Zeichen der Landjugendarbeit die Aus- und Weiterbildung von Nachwuchskräften im Agrarbereich sowie die Veranstaltung von Berufswettbewerben in den grünen Berufen hinzu. Die Mitgliedszahlen in den acht Landjugend- und Junggärtnerorganisationen sind mit rund 25.000 Mitgliedern in den vergangenen Jahren stabil geblieben, das ehrenamtliche Engagement hat sogar weiter zugenommen.

Lernort Bauernhof

Das Land fördert die hauptamtliche und ehrenamtliche Landjugendarbeit im Rahmen des Landesjugendplans. Über das Projekt der Landjugendverbände "Schaffung von Transparenz vom Erzeuger bis zur Ladentheke im Lernort Bauernhof" bekommen Schülerinnen und Schülern realistische Einblicke in die Landwirtschaft und lernen ganz praktisch wie ein landwirtschaftlicher Betrieb funktioniert. Kinder und Jugendliche entwickeln so früh ein Bewusstsein dafür, was eine nachhaltige und ressourcenschonende Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln ausmacht. Jährlich nehmen rund 1.000 Schulklassen mit rund 30.000 Schülerinnen und Schüler der allgemein bildenden Schulen am Projekt teil. Möglich sind halbtägige, ganztägige und mehrtägige Unterrichtsbesuche von Schulklassen und Schülergruppen bis hin zu Projekttagen und Projektwochen. Mit diesem Unterrichtsprojekt erfüllen die Landjugendverbände eine wichtige Brückenfunktion zwischen Schule und außerschulischer Jugendbildung. 

Gleichwertige Lebensbedingungen schaffen

Um Jugendliche an den Ländlichen Raum zu binden, braucht es ein attraktives Lebensumfeld. Ziel der Landesregierung ist es, gleichwertige Lebensbedingungen sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land zu erhalten. Dafür ist es wichtig soziale Strukturen und Ausbildungsmöglichkeiten sowie digitale Infrastrukturen für einen schnellen Zugang ans World Wide Web zu schaffen. Die Landesregierung orientiert daher die Strukturförderung im Ländlichen Raum verstärkt an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen des Modellprojekt EU-Leuchtturmprojekt (EULE) ist beispielsweise die Wissenswerksatt Gmünder EULE als Forschungs- und Qualifizierungszentrum für den Nachwuchs entstanden. Auch Landesinitiativen wie die Breitbandinitiative oder die Förderung der Elektromobilität tragen dazu bei, dass der Ländliche Raum für Kinder und Jugendliche auch in Zukunft attraktiv bleibt.