Moorschutz ist Klimaschutz

Moorschutz

Moorschutz ist Klimaschutz

  • Naturschutzgebiet „Wurzacher Ried“

    Quelle: Elmar Schelkle

Moore haben in Baden-Württemberg einen Anteil von einem Prozent an der Landesfläche. Im Vergleich zum Anteil der Moore auf Bundesebene (3,8 Prozent) ist dieser eher gering. Dennoch haben naturnahe Moore im Land eine große Bedeutung für die Erhaltung von nährstoffarmen Feuchtlebensräume und zahlreichen an diese Lebensräume angepasste und oft stark gefährdete Arten.

Moore tragen dazu bei, die Grundwasserqualität zu erhalten und einen ausgeglichenen Landschaftswasserhaushalt zu gewährleisten. Der Schutz der Moore hat außerdem auch kultur- und landschaftshistorische Bedeutung, beispielsweise zur Sicherung von vor- und frühgeschichtlichen Fundstätten.

Der Torfabbau für Gartentorfe ist in Baden-Württemberg bereits seit langem eingestellt. Lediglich für die drei oberschwäbischen Moorbäder wird im Reichermoos zwischen Waldburg und Vogt noch Badetorf abgebaut.

Intakte, wassergesättigte Moore sind bedeutsame Kohlenstoffspeicher. Demgegenüber mineralisieren entwässerte Moorböden und setzen dabei erhebliche Mengen an CO2 und anderen klimawirksamen Gasen frei. Moorschutz als aktiver Klimaschutz ist deshalb ein Handlungs- und Umsetzungsschwerpunkt der baden-württembergischen Naturschutzstrategie.

Zur Umsetzung der Moorschutz-Ziele des Landes wird eine Moorschutzkonzeption für Baden-Württemberg entwickelt. Darin werden die Grundlagen erarbeitet für die sukzessive Regeneration von Mooren durch Wiedervernässung und Extensivierung der Nutzungen. Neben den Naturschutzzielen wird dabei auch die Bedeutung der Moore für den Klimaschutz berücksichtigt.

Die Moorschutzkonzeption baut auf den bisherigen Erfahrungen aus größeren Projekten zur Regeneration von Mooren auf und berücksichtigt aktuelle Forschungsvorhaben des Landes zur Klimawirksamkeit von Mooren.


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