Natura 2000

Natura 2000

Natur europaweit schützen

  • FFH-Gebiet "Enztal bei Mühlacker"

Die Verbreitung von Lebensräumen, Pflanzen und Tieren aber auch ihre Gefährdung kennen keine politischen Grenzen. Die Staaten der Europäischen Union haben sich deshalb mit der Naturschutzkonzeption Natura 2000 die Erhaltung der biologischen Vielfalt und damit die Bewahrung des Naturerbes in Europa für zukünftige Generationen zum Ziel gesetzt.

Die Grundlage für dieses internationale Schutzgebietsnetz sind die EG-Vogelschutzrichtlinie aus dem Jahr 1979 und der FFH-Richtlinie (Fauna = Tierwelt, Flora = Pflanzenwelt, Habitat = Lebensraum) aus dem Jahr 1992.

Für das Natura 2000-Netz erfolgte eine systematische, an den Bedürfnissen der Natur ausgerichtete Gebietsauswahl. Baden-Württemberg hat Ende 2007 seine Gebietsmeldungen an die EU abgeschlossen. Deutschland hat insgesamt etwa 7 Mio. Hektar als FFH- und Vogelschutzgebiete an die EU gemeldet. Das entspricht ca. 14 % der terrestrischen Fläche und 41 % der marinen Fläche Deutschlands. In Baden-Württemberg stehen 350 Gebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 633.000 Hektar unter dem besonderen Schutz des Natura 2000-Schutzgebietsystems, wobei sich FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete teilweise überlappen.

Natura 2000-Gebiete sind keine Totalreservate, die jegliche Nutzung ausschließen. Wirtschaftliche und soziale Nutzungen in den FFH- und Vogelschutzgebieten sind daher möglich, solange sie nicht die Vorkommen der zu schützenden Naturgüter erheblich beeinträchtigen.


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