Life

Life

LIFE-Förderung in Baden-Württemberg

  • Infotafel Life-Projekt: Streuobstwiesen im Albvorland

Die EU förderte zwischen 1992 und 2006 mit dem LIFE-Programm (L' Instrument Financier pour l'Environnement - Finanzierungsinstrument für die Umwelt) Maßnahmen im Umweltbereich. Es bestand aus den Teilen LIFE-Umwelt, LIFE-Natur und LIFE-Drittstaaten. Nachfolgeinstrument war LIFE+, das ebenfalls einen finanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung und Umsetzung der Umweltpolitik der Europäischen Gemeinschaft leistet. Die zweite Programmperiode des europäischen Umweltförderprogramms LIFE+ lief Ende 2013 aus.

Das derzeit laufende Förderprogramm heißt wiederum LIFE. Die „Verordnung (EG) Nr. 1293/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 zur Aufstellung des Programms für die Umwelt- und Klimapolitik (LIFE)“ wurde am 20. Dezember 2013 im Amtsblatt der Europäischen Union L347/185 veröffentlicht. Ergänzend zur Verordnung hat die Europäische Kommission ihre Förderprioritäten in sogenannten „Mehrjährigen Arbeitsprogrammen“ (2014-2017 und 2018-2020) formuliert, die bei einer Antragstellung unbedingt berücksichtigt werden müssen.

Das neue LIFE ist in die Teilprogramme Umwelt und Klimapolitik aufgegliedert. Die Finanzausstattung für die Durchführung des LIFE-Programms beträgt für den Zeitraum von 2014 bis 2020 knapp 3,5 Milliarden Euro, davon werden knapp 2,6  Milliarden Euro für das Teilprogramm Umwelt, für das Teilprogramm Klimapolitik rund 864 Millionen Euro bereitgestellt.

Wesentliche Neuerungen sind neben der Klimasäule die „Integrierten Projekte“ sowie „Innovative Finanzierungsinstrumente“. Die EU-Kofinanzierungsrate beträgt jetzt in der Regel 60 Prozent, bei LIFE Natur in Ausnahmefällen – wenn überwiegend prioritäre Lebensraumtypen oder Arten betroffen sind – bis zu 75 Prozent.

Die LIFE-Förderung erfolgt mit einer elektronisch gestützten Einzelantragsstellung („e-proposal“) über ein Online-Verfahren direkt an die Europäische Kommission, die jeweils einmal im Jahr einen Aufruf zur Einrichtung von Projektanträgen („Call“) veröffentlicht. Der nächste Aufruf wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 erfolgen. Den Aufruf zur Projekteinreichung sowie Informationen und alle Unterlagen zum Programm und zur Antragstellung sind auf den Internetseiten der EU-Kommission unter http://ec.europa.eu/environment/life/funding/life.htm  veröffentlicht.

Für den Geschäftsbereich des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) ist insbesondere das Teilprogramm Umwelt von Bedeutung, das die drei Schwerpunktbereiche Umwelt und Ressourceneffizienz, Natur und Biodiversität sowie Verwaltungspraxis und Information im Umweltbereich umfasst. Für den Teilbereich Natur und Biodiversität ist das MLR zuständig. Anträge in diesem Förderbereich müssen innerhalb vorgegebener Fristen bei der Europäischen Kommission eingereicht werden, das MLR und das Bundesumweltministerium müssen den Antrag jedoch gegenüber der Europäischen Kommission formal freigeben.

Für den Teilbereich Umwelt und Ressourceneffizienz sowie das Teilprogramm Klimapolitik ist in Baden-Württemberg das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zuständig, für den Teilbereich Verwaltungspraxis und Information im Umweltbereich richtet sich die Zuständigkeit nach den Inhalten des jeweiligen Antrags.

LIFE in Baden-Württemberg

In der vergangenen Förderperiode wurden folgende LIFE+-Natur-Projekte von der Europäischen Kommission gefördert:

  • Restauration von Habitaten im Federseemoor (EU-Fördermittel rund 0,75 Millionen Euro Gesamtumfang rund 1,3 Millionen Euro)
  • Vogelschutz in den Streuobstwiesen des Mittleren Albvorlands und des Mittleren Remstals (EU-Fördermittel rund 2,6 Millionen Euro, Gesamtumfang rund 5,2 Millionen Euro)
  • Rheinauen bei Rastatt (EU-Fördermittel rund 4,7 Millionen Euro, Gesamtumfang rund 9,4 Millionen Euro)
  • LIFE rund ums Heckengäu (EU-Fördermittel rund 900.000 Euro, Gesamtumfang rund 1,8 Millionen Euro)


Nach Abschluss dieser Projekte werden, inklusive der bereits beendeten, insgesamt EU-Fördermittel in Höhe von cirka 18 Millionen Euro und Gesamtmittel in Höhe von knapp 36 Millionen Euro in baden-württembergische LIFE Natur- und LIFE+-Natur-Projekte geflossen sein.

Unter nachfolgenden Links erhalten Sie Informationen zu aktuell noch laufenden Projekte:
LIFE+ - Projekt Rheinauen bei Rastatt
LIFE+ - Projekt Life rund ums Heckengäu

Abgeschlossene Projekte:
LIFE+ - Projekt: Vogelschutz in Streuobstwiesen des Mittleren Albvorlandes und des Mittleren Remstales
LIFE+ - Projekt Restauration von Habitaten im Federseemoor
LIFE - Projekt Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe
LIFE - Projekt Oberer Hotzenwald
LIFE - Projekt Grindenschwarzwald
LIFE - Projekt Rohrhardsberg-Obere Elz und Wilde Gutach


Fußleiste