Tierschutz und Tiergesundheit

Tierheimförderung

Durch die Betreuung und Unterbringung von Fund- und herrenlosen Tieren in ihren Tierheimen erfüllen Tierschutzvereine eine wichtige Aufgabe. Die Landesregierung ist den Vereinen und ihren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dabei ein zuverlässiger Partner.

Daher wurde in der akuten Phase der Corona-Krise kurzfristig ein Hilfsprogramm aufgelegt, um von der Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohte Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen mit einer einmaligen Soforthilfe von bis zu 7.500 Euro zu unterstützen. Um auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Unterbringung von Tieren und damit zur Verbesserung der Tierschutzsituation in Baden-Württemberg zu leisten, können nun auch wieder Anträge nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über Zuwendungen zur Sanierung und den Bau von Tierheimen (VwV-Tierheime) bis spätestens 30. November 2020 für das Antragsjahr 2020 gestellt werden.

Zuwendungsfähige Maßnahmen

Zuwendungsfähig sind

  • Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Tieren,
  • der Bau von neuen Tierheimen,
  • der Erwerb von geeigneten Gebäuden gegebenenfalls im Zusammenhang mit Umbaumaßnahmen zur Errichtung neuer Tierheime oder zur Erweiterung bestehender Tierheime,
  • der Erwerb von Grundstücken im Zusammenhang mit dem Bau von neuen Tierheimen,
  • Modellvorhaben von übergeordneter tierschutzrechtlicher Bedeutung.

Ablauf des Verfahrens

Der Antrag auf Förderung ist bis zum 30. November 2020 durch den Tierheimbetreiber bei einer Gemeinde oder einem Landkreis zu stellen. Diese/r stellt wiederum einen Antrag auf Förderung beim zuständigen Regierungspräsidium. Im Anschluss entscheidet das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf Grundlage der vorliegenden Anträge über die zu fördernden Maßnahmen.

Höhe der Förderung

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz fördert projektbezogen bis zu 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben bis maximal 150.000 Euro. Mit mindestens einem Drittel haben sich die Landkreise, die Gemeinden oder deren Zusammenschlüsse an den zuwendungsfähigen Ausgaben zu beteiligen.  Für Tierheime besteht die Möglichkeit, dass unentgeltliche Arbeitsleistungen, die selbst im Rahmen der Maßnahme erbracht werden, zu einem gewissen Teil als Eigenanteil an der Finanzierung anerkannt werden.

Förderprogramm

Das Förderprogramm richtet sich nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über Zuwendungen zur Sanierung und den Bau von Tierheimen (VwV-Tierheime). Ansprechpartner für die Tierheimbetreiber ist die Gemeinde oder der Landkreis vor Ort. Gemeinden oder Landkreise wenden sich an das jeweils zuständige Regierungspräsidium.