BSE

Tierseuche

Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE)

Definition von BSE

Bei der BSE handelt es sich um eine Erkrankung von Rindern mit Veränderungen des Gehirns: es kommt zu schwammartigen Auflösungserscheinungen. Die Krankheit verläuft tödlich und wird durch Verfütterung von kontaminiertem Tiermehl ausgelöst. Die befallenen Tiere zeigen ein geändertes Verhalten, gehen unsicher und stürzen oft.

Die Diagnostik erfolgt beim toten Rind oder nach der Schlachtung mittels Schnelltest. Bei positivem Schnelltest wird eine Probe zur Bestätigung an das nationale Referenzlabor Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) eingesandt.

Gegenwärtige Situation

Die Zahl der bestätigten BSE-Fälle bei Rindern ist in den vergangenen Jahren stark rückläufig. Wurden in Deutschland 2001 noch 125 Fälle diagnostiziert, waren es in 2006 bundesweit noch 16 Fälle. In Baden-Württemberg sind seit 2007 keine BSE-Fälle mehr festgestellt worden. Es ist davon auszugehen, dass die ergriffenen Maßnahmen wie das Verfütterungsverbot von tierischem Eiweiß an landwirtschaftliche Nutztiere, Entfernen von bestimmten Risikomaterialien aus der Nahrungskette und umfangreiche BSE-Schnelltestuntersuchungen gegriffen haben.

Seit 2001 wurden die Schnelltestuntersuchungen an allen verendeten Rindern und an allen geschlachteten Rindern über 24 Monate durchgeführt. Mit den Erfahrungen aus diesen Tests und dem starken Rückgang der positiven Fälle konnte eine schrittweise Senkung der Testquote bei Schlachtrindern (stufenweise Anhebung des Testalters auf 72 Monate) begründet werden.

Zu weiteren vorbeugenden Maßnahmen gehören die Einführung der individuellen Kennzeichnung von Rindern und deren Erfassung von der Geburt bis zur Schlachtung in einer eigens hierfür begründeten bundesweiten zentralen Datenbank. Durch die Vorschriften zur Kennzeichnung von Rindfleisch mit Herkunftsangaben sollte das Vertrauen der Verbraucher wieder gewonnen werden.


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