belastete-Eier

Aktuelle Warnhinweise

Belastete Eier aus den Niederlanden auch in Baden-Württemberg

  • Quelle: Jan Potente

Aktualisierung 11. August 2017

Unser Untersuchungsprogramm läuft weiter und die Lebensmittelchemiker am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Freiburg haben bisher 124 Eierproben auf Fipronil untersucht. Nach wie vor konnten bei Eiern aus Baden-Württemberg keine Rückstände nachgewiesen werden.

Unterdessen liegt eine neue Risikoeinschätzung des Bundesinstituts für Risikoüberwachung (BfR) vor, die erklärt, dass eine Gesundheitsgefahr sowohl für Kinder als auch für Erwachsene unwahrscheinlich sei.

Den aktuellen Sachstand der aufgelaufenen Untersuchungen (tabellarisch) finden Sie hier.

Aktualisierung 08. August 2017

Weiterhin keine Rückstände in Eiern aus Baden-Württemberg / Sonderkontrollprogramm läuft / Baden-Württemberg prüft größere Flüssigei-Verarbeiter

„Wir kommen mit unserem Sonderkontrollprogramm für Eier aus Baden-Württemberg gut voran. Unsere Lebensmittelchemiker am Chemischen und Veterinär-untersuchungsamt in Freiburg haben bisher 60 Eierproben untersucht. In keiner der Proben aus Baden-Württemberg konnten sie Rückstände von Fipronil nachweisen. Für die Verbraucher, aber auch für die heimische Landwirtschaft ist das eine sehr gute Nachricht“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Dienstag (8. August) in Stuttgart. Von den 60 Proben stammten 43 Proben aus Baden-Württemberg, bei einer Probe davon habe es sich um Flüssigei gehandelt. Weitere elf Proben stammten aus dem übrigen Bundesgebiet. Sechs Proben hätten ihren Ursprung in den Niederlanden. Das Sonderkontrollprogramm werde weiter fortgesetzt.

Baden-Württemberg prüft größere Flüssigei-Verarbeiter
„Da ein Großteil der Eier in verarbeiteten Lebensmitteln konsumiert wird, gehen wir auch gezielt auf die größeren im Land ansässigen Lebensmittelunternehmer zu, die Flüssigei herstellen oder verarbeiten. Die Überwachungsbehörden sind angehalten, diese Betriebe hinsichtlich der Herkunft der verwendeten Eier und der durchgeführten Eigenkontrollen zu kontaktieren. In Zweifelsfällen werden amtliche Proben entnommen“, erklärte der Minister.

Ziel der Maßnahmen des Landes sei es, den Verbrauchern einen bestmöglichen Schutz vor unerwünschten Fipronil-Rückständen zu gewährleisten.

Hier der aktuelle Sachstand der Untersuchungen:

Aktueller Stand 8. August 2017, 12.00Uhr
Baden-Württemberg, Anzahl Proben 43, negativ 43, positiv 0
übrige Länder BRD, Anzahl Proben 11, negativ 11, positiv 0
Niederlande, Anzahl Proben 6, negativ 3, positiv 3
Summe, Anzahl Proben 60, negativ 57, positiv 3

Aktualisierung 04. August 2017

Das Sonderkontrollprogramm für Eier ist angelaufen, die ersten Befunde für Baden-Württemberg sind negativ. Weitere Proben aus den Niederlanden sind positiv getestet worden.

„Unser Sonderkontrollprogramm für Eier aus Baden-Württemberg ist angelaufen. Die Lebensmittelchemiker des zuständigen Chemischen und Veterinär-untersuchungsamts in Freiburg haben bei ihren Analysen bislang keine Rückstände von Fipronil in Eiern aus dem Land nachweisen können. Wir hoffen, dass sich dies auch bei den weiteren Proben so fortsetzt“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Freitag (4. August) in Stuttgart.In einem ersten Schritt seien 19 Proben von Erzeugerbetrieben aus dem Land untersucht und negativ getestet worden. Jeweils eine Probe aus Hessen und Niedersachsen sei ebenfalls nicht auffällig gewesen.Von fünf Proben mit niederländischen Erzeugercodes seien in drei Proben Rückstände von Fipronil nachgewiesen worden.

03. August 2017

Nach ersten amtlichen Meldungen sind mit Rückständen von Fipronil belastete Eier aus den Niederlanden auch nach Baden-Württemberg gelangt. Die Behörden überwachen die Rückrufaktionen des Handels. Solange der Umfang der Belastungen in den Niederlanden noch unklar ist, wird dem Verbraucher empfohlen, derzeit auf den Verzehr von Eiern mit dem Stempel ‚NL‘ zu verzichten. Bisher gibt es keine Hinweise auf ähnliche Belastungen bei baden-württembergischen Eiern. Trotzdem wurde umgehend ein Sonderkontrollprogramm für Eier aus Baden-Württemberg gestartet. Darüber hinaus wird kontrolliert, ob das derzeit im Fokus stehende Desinfektionsmittel auch bei uns eingesetzt wird. Nach Einschätzung des zuständigen Bundesinstituts für Risikobewertung bestehe für Erwachsene keine Gesundheitsgefahr. Für Kinder sei ein eingeschränktes Gesundheitsrisiko nicht auszuschließen. Aus diesem Grund nimmt Baden-Württemberg das Thema Fipronil sehr ernst. Im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes wird deshalb die amtliche Kontrolltätigkeit ausgedehnt.

Mit Blick auf die Betroffenheit von Erzeugerbetrieben in Niedersachsen würden aktuell die Lieferströme von dort nach Baden-Württemberg untersucht.

Erzeugung im Land wird überprüft – Eier und Reinigungsmittel im Fokus
Derzeit liegen keine Hinweise vor, dass Eier aus Baden-Württemberg mit dem in der Nutztierhaltung unerlaubten Wirkstoff Fipronil belastet sein könnten. Trotzdem hat das Ministerium angeordnet, dass die Lebensmittelüberwachung im Land verstärkt heimische Eier untersucht. Außerdem geht man direkt auf die Erzeuger zu. Landwirte, die in gutem Glauben das zugelassene, aber möglicherweise mit Fipronil belastete Reinigungsmittel Dega-16 verwendet haben, wurden aufgefordert, sich umgehend bei ihrem zuständigen Veterinäramt zu melden.

Im derzeitigen Fall wurde nach aktuellen Informationen das mit Fipronil versetzte Schädlingsbekämpfungsmittel von einem einzelnen niederländischen Dienstleister angewendet. Deshalb ist das Risiko, dass dieses Mittel auch in Baden-Württemberg verwendet wurde, relativ gering. Dennoch gehen die Behörden auf Nummer sicher und prüfen in einem speziellen Untersuchungsprogramm auch bei uns verwendete Reinigungsmittel.

Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) hat auf Basis einer Mitteilung im Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF), derzufolge in Belgien erhöhte Gehalte an Fipronil in Eiern und Hühnerfleisch festgestellt wurden, eine Risikobewertung erstellt.


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