Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Eine Landschaft zwischen Albtrauf und Donau

Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Blick von der Teck

Blühende Streuobstwiesen, von Schafen gepflegte Wacholderheiden und sattgrüne Buchenwälder prägen die Schwäbische Alb und ihr Vorland. Eine Kulturlandschaft, die weltweit einmalig ist und die es für zukünftige Generationen zu bewahren gilt.

UNESCO Biosphärenreservat

Aus diesem Grund hat die UNESCO im Mai 2009 das Biosphärengebiet Schwäbische Alb – eine Fläche, fast so groß wie Berlin –  als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt. Ein begehrtes und zugleich seltenes Prädikat, das in Deutschland bislang nur fünfzehn mal vergeben wurde. Mensch und Natur in Einklang zu bringen, damit beide von dieser Verbindung profitieren können, ist das Ziel des Großschutzgebietes, das auf einer starken Partnerschaft aller Beteiligten aufbaut. Mit dieser 85.300 Hektar großen Modellregion wird das Biosphärengebiet Schwäbische Alb zu einem sehr attraktiven Ziel für einen nachhaltigen, umweltgerechten Tourismus.

Die einmalige Lage des ersten baden-württembergischen Biosphärengebietes birgt die Chance, den Ländlichen Raum weiter zu stärken. Denn mit der räumlichen Nähe zu den Ballungszentren kann einerseits der Absatz regionaler Qualitätsprodukte verbessert werden, andererseits ist der städtische Raum ein wichtiges Quellgebiet für Tagesausflügler auf die Schwäbische Alb.

Naturnahes Erleben

Besonders für Gäste aus dem Umfeld sowie Urlauber bietet das Biosphärengebiet viel:
begehbare und sogar mit dem Boot befahrbare Schauhöhlen, den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen, wo sich Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen erhalten haben, das romantische Lautertal, Albbüffel-Herden und Araberhengste des Gestüts Marbach. Aber auch die größte keltische Stadt Europas, der Heidengraben, Burgen, Schlösser und Ruinen, sowie eine große Anzahl an Informationszentren zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb gehören mit zu den Gründen, weshalb ein Besuch lohnenswert ist.

Gemeinsam für den Tourismus und die Natur

Qualität wird im Biosphärengebiet großgeschrieben: so haben sich mittlerweile knapp 100 Hotellerie- und Gastronomiebetriebe, Informationsstellen, Landschaftsführer und Unternehmen der verarbeitenden Branche wie zum Beispiel Brauereien, Bäckereien oder Obstveredler den hohen Qualitätskriterien der Partnerinitiative des Biosphärengebiets verpflichtet.

Um einen ersten Einblick in die Gebietskulisse zu bekommen, empfiehlt sich ein Besuch im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb. Das Besucher- und Informationszentrum wartet mit einer rund 450 Quadratmeter großen interaktiven Ausstellung zum Biosphärengebiet auf. Sechs Tage die Woche können Gäste auf spannende und kreative Weise das erste Großschutzgebiet in Baden-Württemberg kennen lernen.