Ernährung

Abschlusstagung des Modellprojekts ‚Gutes Essen in der Reha‘ in Stuttgart

„Gutes Essen in der Reha kann als Teil der Versorgung und Therapie einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, die Genesung und das Wohlbefinden der Rehabilitanden nehmen. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Heilbäderverband Baden-Württemberg mit unserem Modellprojekt ‚Gutes Essen in der Reha‘ sechs Rehabilitationskliniken dabei unterstützt, die Qualität ihrer Verpflegungsangebote auf hohem Niveau weiter zu verbessern“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, anlässlich der Abschlusstagung des Modellprojekts ‚Gutes Essen in der Reha‘ am Freitag (24. Mai) in Stuttgart. „Unsere Modellkliniken ermöglichen ihren Patienten nun nicht nur jeden Tag in den Genuss eines frischen, nachhaltigen und gesundheitsförderlichen Essens zu kommen, sie haben diese hohe Verpflegungsqualität auch durch externe Kontrollen überprüfen lassen“, erklärte Gurr-Hirsch.
 
Die Rehakliniken hätten ihre Speisepläne nach dem Qualitätsstandard für die Verpflegung in Rehabilitationskliniken der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. überarbeitet und eine DGE-Zertifizierung durchgeführt. „Der DGE-Qualitätsstandard ist die wissenschaftliche Grundlage des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz für eine ernährungsphysiologisch optimale und ausgewogene Verpflegung. Durch den Einsatz von ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region, eine Bio-Zertifizierung und die Vermeidung von Lebensmittelverlusten ist die Verpflegung außerdem nachhaltig“, so die Staatssekretärin.

Zertifizierungen schaffen Transparenz und stehen für Qualität

„Gutes Essen in der Reha mit DGE- und Bio-Zertifikat steht für kontrollierte Qualität, die für alle nach außen sichtbar wird. Das bringt nicht nur gesundheitliche Vorteile für Patienten, sondern kann für Rehabilitationskliniken eine Chance sein, sich in einem wachsenden Marktsegment abzuheben und sich zu profilieren“, sagte Gurr-Hirsch.
 
„Gesundheitsbewusste Ernährung in Kurorten hat sowohl in Rehakliniken als auch auf dem Markt der Selbstzahler ein großes und gesundheitsförderliches Potential, das es aus Sicht des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg verstärkt zu nutzen gilt“, betonte auch der Präsident des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg, Fritz Link, bei der gemeinsamen Abschlussveranstaltung.
 
Das Modellprojekt zeige, dass die Zertifizierungen und der Einsatz von regionalen Bio-Lebensmitteln ohne große Hürden in der Klinikverpflegung umgesetzt werden könnten. Durch die Vermeidung von Lebensmittelverlusten würden zudem Kosten eingespart, die wiederum in die Qualität der Lebensmittel investiert werden könnten. „Die Modellkliniken zeigen, dass Essen in der Reha gesunde Vielfalt mit Nachhaltigkeit und Genuss vereinen kann. Diese positiven Erkenntnisse möchten wir weiter in die Fläche tragen und die Gemeinschaftsverpflegung in allen Lebenswelten auf hohem Niveau weiter verbessern“, betonte Gurr-Hirsch.
 
Das sind die sechs Modellkliniken:

  • Hänslehof Vorsorge- und Rehabilitationsfachklinik für Mutter/Vater-Kind in Bad Dürrheim
  • Vinzenz Klinik in Bad Ditzenbach
  • Reha-Zentrum Klinik Taubertal in Bad Mergentheim
  • St. Georg Vorsorge- und Rehabilitationskliniken GmbH & Co.KG in Höchenschwand
  • Rehaklinik Überruh in Isny im Allgäu und
  • Földiklinik GmbH & Co.KG in Hinterzarten, Schule am Limes, Osterburken

 
Hintergrundinformationen:

Mit dem Modellprojekt ‚Gutes Essen in der Reha‘ rückte das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Qualität der Verpflegungsangebote in Rehabilitationskliniken in den Fokus. Damit konzentrierte sich das Projekt auf die Lebenswelt ‚Kliniken‘ als eines der Modellprojekte zur Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung in allen Lebenswelten, die das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz seit 2018 durchführt. Durchgeführt wurde das Modellprojekt vom Landeszentrum für Ernährung in Schwäbisch Gmünd in Kooperation mit dem Heilbäderverband Baden-Württemberg e.V..
 
Ziele des Modellprojekts waren die Umsetzung der DGE-Qualitätsstandards, die Erhöhung des Anteils an ökologisch erzeugten Lebensmitteln auf mindestens 15 Prozent im Wareneinsatz eines Jahres und die Durchführung der Bio- und DGE-Zertifizierung. Für eine verlässliche Nachvollziehbarkeit der Produkt- und Prozessqualität regionaler Lebensmittel stehen die beiden Qualitätsprogramme des Landes, das Biozeichen BW sowie das Qualitätszeichen Baden-Württemberg zur Verfügung. Die Vermeidung von Lebensmittelverlusten, die Erhöhung des Einsatzes von regionalen und fair gehandelten Lebensmitteln und die Verbesserung der internen und externen Kommunikationen waren weitere Ziele des Modellprojekts.
 
Weitere Informationen gibt es unter www.machs-mahl.de.