Ökolandbau

Eröffnung der Bio-Musterregion Freiburg

Landschaft Kaiserstuhl

„Immer mehr Menschen möchten wissen, wie und wo ihre Lebensmittel produziert werden. Das steigende Bewusstsein für gemeinsame Herausforderungen wie den Umweltschutz und den Erhalt der Artenvielfalt birgt ein Marktpotenzial, welches wir für unsere Betriebe im Land ausgeschöpft wissen möchten“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Donnerstag (27. Februar) in Eichtstetten am Kaiserstuhl (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) anlässlich der Auftaktveranstaltung der Bio-Musterregion Freiburg. Mehr Bio aus der und für die Region sei das Ziel der Biomusterregionen in Baden-Württemberg. „In der neuen Bio-Musterregion Freiburg spielt insbesondere die Stadt-Land Vernetzung eine wichtige Rolle. Auch die vielen Unternehmen der Außer-Haus-Verpflegung geben dieser Region ein besonderes Potential“, so der Minister. 

Insgesamt gebe es in Baden-Württemberg nun neun Bio-Musterregionen. Die wesentlichen Akteure, also die örtlichen Landwirte, handwerkliche Verarbeiter und regionale Vermarkter, sollen durch ein vom Land gefördertes Regionalmanagement miteinander ins Gespräch kommen. So sollen gemeinsame Maßnahmen für mehr Öko-Landbau in Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung entstehen.

„Ich freue mich, heute der Stadt Freiburg gemeinsam mit dem Landkreis Emmendingen und dem Breisgau-Hochschwarzwald die Förderzusage als Bio-Musterregion zu überreichen. Allen ausgewählten Bio-Musterregionen gratuliere ich hiermit ebenfalls und bin gespannt auf die ersten Berichte aus der bisherigen Umsetzung“, betonte der Minister.

Hintergrundinformationen:

Mit den Bio-Musterregionen setzt die Landesregierung eines ihrer Koalitionsziele um. Die mit dem ökologischen Landbau verbundenen Wertschöpfungspotenziale sollen im Land genutzt werden und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln vermehrt aus der Region gedeckt werden.

Insgesamt gibt es neun Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg, welche sich inhaltlich sehr gut ergänzen. Kern der Förderung ist die Stelle eines Regionalmanagements. Die Aufgabe ist es, die Akteure entlang der Wertschöpfungsketten zusammenzubringen und Netzwerke anzuregen. Von der Erzeugung über die Verarbeitung, den Handel, die Außer-Haus-Verpflegung bis zu den Verbrauchern soll die Kommunikation angeregt und das Verständnis füreinander gestärkt werden. So entstehen Kooperationen und gemeinsame Lösungen. Das Ziel ist es, regionales Bio in kurzen Wertschöpfungsketten voranzubringen.

Im Bereich des Regierungsbezirks Freiburg werden zukünftig die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie die Stadt Freiburg gemeinsam die bereits bestehende Bio-Musterregion Bodensee ergänzen. Das Konzept weist breite Unterstützung aus der Region und konkrete Ideen für die Umsetzung auf. Schwerpunktthema ist hier die Stadt-Land-Vernetzung, welche beispielsweise durch einen erhöhten Anteil von regionalen Bio-Produkten in Schulen, Betriebskantinen und Mensen gestärkt werden soll.

Weitere Informationen zu den Bio-Musterregionen im Land sind unter www.biomusterregionen-bw.de zu finden.