Wild auf Wild

Eröffnung der Grillsaison ‚Wild auf Wild‘ mit Wildprodukten aus Baden-Württemberg durch Minister Peter Hauk

„Wildfleisch aus heimischer Jagd steht für Ursprünglichkeit und Naturnähe. Mit unserer Aktion ‚Wild auf Wild‘ wollen wir die Jägerschaft, den Handel und die Verbraucher näher zusammenbringen und den Menschen zur anstehenden Grillsaison Lust auf hochwertige Produkte von Wildschwein und Reh machen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (22. Mai) anlässlich der Eröffnung der Wildgrillsaison auf Schloss Kirchberg (Landkreis Schwäbisch Hall). Mit der Ausstrahlung eigens erstellter Radiospots ‚Wild auf Wild – Natürlich. VON DAHEIM‘ soll das Interesse an der Verwendung von heimischen Wild in der aktuellen Grillsaison geweckt werden.

„Mit unserer Aktion möchten wir auch auf Möglichkeit hinweisen, dass regionale Wildfleischprodukte nicht nur bei den klassischen Bezugsquellen, wie Jäger, Forstamt und Metzgereien gekauft werden können, sondern in zunehmendem Maße auch beim regionalen ausgerichtet Lebensmitteleinzelhandel bezogen werden können“, erklärte der Minister. Dies stelle insbesondere für die Grillfreunde ohne den direkten Draht zum Erzeuger eine Bereicherung dar.

Gemeinsame Aktion von Landesjagdverband, EDEKA Südwest, Bäuerlicher Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) und Ministerium

„Das Interesse an Wild und Wildprodukten aus nachhaltiger heimischer Jagd für den Grill nimmt zu. Viele Verbraucher wissen aber nicht, woher sie Wild beziehen können. Die Förderung durch das Land und die Zusammenarbeit mit der BESH und EDEKA erleichtern den Zugang zu dem von uns erzeugten Naturprodukt. Wer Wildfleischprodukte grillt, hilft den Jägerinnen und Jägern im Land, Wildschäden in der Landwirtschaft zu vermeiden und einen aktiven Beitrag zur Vorbeugung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu leisten. Sie werden dafür durch vielfältige Geschmackserlebnisse mit Wild vom Grill belohnt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg e. V., Dr. Erhard Jauch. Nur wenn der Jäger wisse, dass er erlegtes Wild sinnvoll verwerten und verkaufen kann, sei er bereit, mehr Wildschweine zu erlegen.

„Heimisches Wildbret wird nachhaltig erzeugt. Das Fleisch kommt auf kurzem Weg zum Verbraucher, bietet zudem höchsten Genusswert und ergänzt so hervorragend unser umfangreiches Sortiment an regionalen Spezialitäten. Wir freuen uns deshalb über die Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg, dem Jagdverband und der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. So können wir künftig in größerem Umfang als bisher Wild aus der Region in unseren Märkten anbieten“, sagte Jürgen Mäder, Geschäftsführer EDEKA Südwest.

„Die Initiative des Landwirtschaftsministeriums kommt zur richtigen Zeit: Wild aus heimischer Jagd ist ein hochwertiges Lebensmittel und hat eine große Tradition in der heimischen Esskultur. Gemeinsam mit den Partnern EDEKA, Landesjagdverband und dem Staatsforst haben wir ein vorbildliches Projekt aufgestellt damit Wild aus heimischer waidgerechter Jagd wieder vermehrt auf den Teller unserer geschätzten Verbraucherschaft kommt“, sagte Rudolf Bühler, Gründer und Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall.

„Im vergangenem Jahr wurden zusammen mit der Jägerschaft, den Jägervereinigungen, dem selbstständigem Lebensmitteleinzelhandel sowie dem Landesbetrieb Forst BW neue Wege in der Wildvermarktung beschritten. Neben den klassischen Bratenstücken wurden auch Wild-Salamis und eine ganze Reihe an Grillartikeln rund um das heimische Wildbret entwickelt“, sagte Minister Hauk. Ziel sei es, dass das in Baden-Württemberg erlegte hochwertige Wild auch im regional aufgestellten Lebensmitteleinzelhandel einer entsprechenden Vermarktung zugeführt werde. Schrittweise werde dem Verbraucher diese Möglichkeit gegeben.

Mit der Aktion will das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Lust auf Wildprodukte machen und dafür sorgen, dass heimisches Wild auf die Tische der Verbraucher kommt. Dies befördert zudem auch eine zielgerichtete, ökologisch notwendige und waidgerechte Bejagung unserer heimischen Wildbestände.

Hintergrundinformationen:

In Baden-Württemberg und in Mitteleuropa haben die Bestände an Rehen, Wildschweinen und Rotwild in den letzten Jahrzehnten tendenziell zugenommen. Diese Zuwächse entstanden vor allem durch zunehmende Mastjahre von Eichen und Buchen, mildere Winter und längere Sommerperioden, was mitunter als Folgen des Klimawandels gesehen wird.

Auch mit Blick auf Bedrohungslage durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) gilt es, die hohen Schwarzwildbestände abzusenken. Die Experten sehen hierin eine entscheidende Voraussetzung zur Minimierung der Risiken eines Seucheneintrags und einer schnellen Seuchenausbreitung. Denn je kleiner der Bestand, desto langsamer wird sich ASP im Falle eines Seucheneintrags ausbreiten.

Angesichts der Notwendigkeit der gezielten stärkeren Bejagung von Wildschweinen stellt sich die Frage einer wirtschaftlichen und kontinuierlichen Vermarktung des damit verbundenen größeren Umfangs der erlegten Tiere. Somit erbringt eine große Nachfrage nach Wild und Wildfleischprodukten aus heimischer Jagdrevieren den Jägerinnen und Jägern einen ökonomischen Anreiz, intensiv zu jagen.

Die genannten Radiospots laufen im Zeitraum vom 23. Mai bis 1. Juni an unterschiedlichen Tagen und zu verschieden Zeiten bei SWR 1 sowie bis 29. Mai bei Antenne 1, Radio 7, Radio Regenbogen und Big FM. Die genauen Zeiten finden Sie im Internet unter www.vondaheim.de.