Verbraucherschutz

Hauk legt Ökomonitoring­bericht 2018 vor

„Im Jahr 2018 nahm die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zu. Insgesamt werden nun 14 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch bewirtschaftet. Ziel der Landesregierung ist es, die Märkte für Öko-Produkte bestmöglich mit heimischer Ware zu bedienen. Mit unserem Ökomonitoring stärken wir das Vertrauen der Verbraucher in Bio-Erzeugnisse“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (31. Juli) im bei der Vorstellung des Ökomonitoringberichtes 2018 in Stuttgart.

Rund 12.000 Unternehmen im Land würden sich mit der Erzeugung, Verarbeitung und der Vermarktung von Öko-Produkten beschäftigen und so die heimische Landwirtschaft und die Wirtschaftskraft Baden-Württembergs stärken. „Mit dem Ökomonitoring führt das Land eigens für ökologische erzeugte Lebensmittel ein spezielles Untersuchungsprogramm durch“, betonte Hauk.

„Neben heimischer Ware werden beim Ökomonitoring auch ökologisch erzeugte Lebensmittel aus anderen EU-Mitgliedstaaten und Drittländern untersucht. Mit wechselnden Schwerpunkten untersuchen die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württembergs so verschiedenste Produkte – von heimischem Obst und Gemüse bis hin zu Garnelen oder Kaffee aus den Tropen“, erklärte Minister Hauk.

Ziel des Ökomonitoring-Programms sei es, in dem weiter stark expandierenden Marksegment Verbrauchertäuschungen besser zu erkennen und das Verbrauchervertrauen in die Qualität ökologisch erzeugter Lebensmittel zu stärken. „Das Ökomonitoring 2018 zeigt, dass die untersuchten Bioprodukte grundsätzlich den Vorschriften zum Verbraucherschutz entsprechen. Unser Ökomonitoring zeigt, dass Bio-Lebensmittel vollkommen zu Recht einen guten Ruf haben“, betonte Hauk.

Einzelne Untersuchungsergebnisse:

Antibiotika in Krebstieren

Im Berichtsjahr 2018 lag ein Fokus des Ökomonitorings auf der Untersuchung von Krebstieren aus ökologischer Aquakultur auf Rückstände von pharmakologisch wirksamen Stoffen. „Auch in der ökologischen Aquakultur ist bei entsprechenden Erkrankungen der Fische die Behandlung mit Antibiotika möglich, wenn auch unter strengeren Anforderungen im Vergleich zur konventionellen Aquakultur. Umso beruhigender ist es, dass in keiner der untersuchten Proben aus ökologischer Aquakultur Rückstände nachweisbar waren“, sagte der Minister. Im Gegensatz dazu wurden in Produkten aus konventioneller Aquakultur Rückstände von pharmakologisch wirksamen Stoffen nachgewiesen.

Keime in Gemüse

Erreger lebensmittelbedingter Erkrankungen können auch durch den Verzehr frischen Gemüses als Rohkost übertragen werden. Ein weiterer Schwerpunkt war daher die Untersuchung auf Keime in frischem Gemüse. Für das Ökomonitoring 2018 wurden Gurken und Karotten aus ökologischem und aus konventionellem Anbau auf typische, durch Lebensmittel übertragbare Krankheitserreger und Fäkalindikatoren untersucht. Salmonellen oder Kolibakterien waren in keiner Probe nachweisbar. Lediglich der im Erdboden vorkommende Sporenbildner Bacillus cereus wurde in vier Proben nachgewiesen – aber nur in geringen Keimzahlen. „Nach den Ergebnissen waren alle untersuchten Gurken und Karotten für den Rohverzehr gut geeignet“, so Minister Hauk. Unterschiede zwischen ökologischer und konventioneller Erzeugung wurden bei den Untersuchungen nicht festgestellt.

Hintergrundinformationen:

Ökologischer Landbau in Baden-Württemberg

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland wird stetig größer. In Baden-Württemberg werden mittlerweile 14 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Der Anteil der in Baden-Württemberg nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus arbeitenden Betriebe liegt jetzt bei rund 11 Prozent (jeweils Stand 31. Dezember 2018).

Informationen zum Ökologischen Landbau in Baden-Württemberg sind unter www.bio-aus-bw.de abrufbar. Informationen zur Landwirtschaft gibt es unter www.mlr-bw.de/Landwirtschaft.

INFO – Ökomonitoring

Weitere Informationen zum Ökomonitoring finden sich in der Anlage zu dieser Pressemitteilung sowie auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

Informationen zur Arbeit der Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter sind unter www.ua-bw.de abrufbar.

Direkt unter http://oekomonitoring.cvuas.de finden sich die Untersuchungsberichte zum Ökomonitoring seit 2002.

Hier können Sie den Ökomonitoringbericht 2018 herunterladen. Eine Zusammenfassung finden Sie hier.