Flurneuordnung

Kabinett beschließt Arbeitsprogramm 2006 der Flurneuordnung

"Landentwicklung optimiert die Flächen-Nutzung im ländlichen Raum und ist daher eine Daueraufgabe, denn eine dynamische Gesellschaft kommt ohne Veränderungen in der Fläche nicht aus. Weil sich diese aber nicht beliebig erweitern lässt, ist Flurneuordnung aktueller denn je", erklärte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Dienstag (10. Januar) in Stuttgart anlässlich des Beschlusses im Landeskabinett zum Flurneuordnungsprogramm für das Jahr 2006.

"2006 wollen wir 37 Flurneuordnungsverfahren mit einer Gesamtfläche von 11.481 Hektar neu beginnen. Damit schaffen wir wichtige Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kommunen und landwirtschaftlichen Betriebe", sagte der Minister. Vordringlichstes Ziel sei es, die Dauer der Verfahren weiter zu verkürzen. "Innerhalb von zehn Jahren soll die Flurneuordnung abgeschlossen sein", betonte Minister Hauk . Deshalb gehe man mit der Neuanordnung im Arbeitsprogramm 2006 sehr restriktiv um. Zudem sollen durch gezielten Abschluss von Altverfahren und den Einsatz modernster Datenverarbeitung die künftigen Flurneuordnungen erheblich rascher umgesetzt werden.

"Vielerorts gibt es im bundesweiten Vergleich in Baden-Württemberg noch erhebliche Strukturnachteile durch zu kleine Parzellen und oft jahrhundertealte engmaschige Wegenetze", betonte Hauk . Unter Beachtung ökologischer Gesichtspunkte werden in Flurneuordnungen Parzellen zu neuen, rationell zu bewirtschaftenden Einheiten zusammengelegt und Wege angelegt, die sich mit modernen landwirtschaftlichen Maschinen befahren lassen. "Genauso wie unsere Großkonzerne im Land ständig Strukturanpassungen vornehmen müssen, brauchen auch unsere landwirtschaftlichen Betriebe neue Strukturen", sagte der Minister.

Ende 2005 hat die Flurneuordnungsverwaltung insgesamt 445 Verfahren mit einer Gesamtfläche von rund 354.000 Hektar bearbeitet, das entspricht zehn Prozent der Landesfläche.

Quelle:

Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum