Pressemitteilung

Umwelt
  • 20.01.2009

Minister Hauk legt Ergebnisse von Untersuchungsprogramm zu den Ursachen des Bienensterbens am Oberrhein vor

"Die Ursachen für das Bienensterben am Oberrhein im vergangenen Jahr sind nach umfangreichen Untersuchungen und Erhebungen geklärt. Mangelhaft gebeiztes Saatgut und eine in der Praxis verbreitete Aussaattechnik, die die bei der Aussaat entstehende Abluft nach oben ableitet, sind die Ursache für das traurige Bienensterben. Eine generelle Mangelleistung bestimmter Saatguthersteller oder Saatgutbeizstellen kann aus den Ergebnissen allerdings nicht abgeleitet werden", sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk  MdL, am Dienstag (20. Januar) in Stuttgart.

Aufgrund von Vergiftungen mit dem Wirkstoff Clothianidin kam es im Frühjahr 2008 in der Oberrheinebene zu einem Bienensterben, von dem über 700 Imker mit circa 12.000 Bienenvölkern betroffen waren. Minister Peter Hauk legte heute dem Landtag von Baden-Württemberg den abschließenden Bericht des Untersuchungsprogramms, das als Folge des Bienensterbens im Land von ihm angelegt wurde, vor. Die Untersuchungen wurden von wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes und des Bundes, Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, durchgeführt.

"Das Bienensterben vom letzten Jahr darf sich keinesfalls wiederholen. Die Untersuchungen machen deutlich, dass eine Verbesserung der Beizqualität von Saatgut und deren Überwachung im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle zwingend notwendig sind. Darüber hinaus muss die Umrüstung von Einzelkornsägeräten in der Weise, erfolgen, dass die beim Sävorgang entstehende Abluft bodennah oder besser in den Boden abgeleitet wird. Das sind wir nicht nur dem Schutz der Natur schuldig, sondern liegt auch im Interesse der Landwirte, die bei der Aussaat keinen Beizmittelstaub einatmen sollten, forderte Hauk. Die Zulassungsbehörden, Pflanzenschutzmittelfirmen, Saatguterzeuger, Beizstellen, Sägerätehersteller und die Pflanzenschutzdienste der Länder arbeiten derzeit mit Nachdruck an der Problemlösung, die bis zur Aussaat im Frühjahr der Landwirtschaft zur Verfügung stehen muss.

"Sollte es zu einer Wiederzulassung von Clothianidin durch den Bund kommen, müssen alle Schwachstellen im System vorbehaltlos beseitigt sein", forderte Minister Hauk.

Der detaillierte Bericht kann unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de unter dem Stichwort 'Bienenschäden' abgerufen werden.  

Quelle: Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum


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