Pressemitteilung

Biodiversität
  • 06.11.2018

Siegerehrung und Preisverleihung der Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen der Ackerwildkraut-Meisterschaft 2018

„Nur in Partnerschaft mit unseren Landwirtinnen und Landwirten können wir die Biodiversität in Baden-Württemberg bewahren“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, anlässlich der Siegerehrung im Rahmen der Ackerwildkraut-Meisterschaft 2018 am Dienstag (6. November) auf dem Spätlingsmarkt in Ludwigsburg.

Die diesjährige Ackerwildkraut-Meisterschaft 2018 fand in den Landkreisen Ludwigsburg und Heilbronn statt und wird durch das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt vom Umweltministerium gefördert. „Wir brauchen mehr blühende Ackerflächen - für Mensch und Natur. Die Ackerwildkrautmeister zeigen, wie aus einem langweiligen Acker eine Naturoase für Hummel, Kornblume und Co. wird und gleichzeitig Nahrungsmittel produziert werden. Die Preisträger beweisen damit, Naturschutz und Landwirtschaft schließen sich nicht aus, sondern können Hand in Hand gehen“, sagte Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Auch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz betreut zahlreiche Projekte und Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Beide Ministerien zeichneten gemeinsam mit dem Institut für Agrarökologie und Biodiversität die Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen des Thementages ‚Hase, Huhn & Hummel – Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft im Landkreis Ludwigsburg‘ aus. Insgesamt wurden zehn Flächen angemeldet. „Gerade die Landwirtschaft ist in wichtiger Partner, wenn es um den Erhalt der Biodiversität geht. Deshalb ist es für uns Pflicht und zentrale Aufgabe, hierbei unsere Bauern zu unterstützen“, sagte Gurr-Hirsch.

Hintergrundinformationen:

Mit den Ackerwildkraut-Meisterschaften wird die Leistung von Landwirtinnen und Landwirten honoriert, welche wildkrautreiche Äcker bewirtschaften und so zum Erhalt einer artenreichen Feldflur beitragen. So bewirtschaften die Preisträgerinnen und Preisträger ihre landwirtschaftlichen Flächen im Einklang mit der Natur und fördern dadurch selten gewordene Ackerwildkräuter.

Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Um dem Verlust der biologischen Vielfalt zu begegnen, wurde im November 2017 von der Landesregierung das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt beschlossen, welches gemeinsam vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, vom Umweltministerium und vom Verkehrsministerium betreut wird.

Das Ziel des Sonderprogramms ist die Stärkung der biologischen Vielfalt in Schutzgebieten, aber vor allem in der von Menschen genutzten Kulturlandschaft.

Beim MLR bestehen, ebenso wie im UM und im VM, bereits eine Reihe von Programmen und Konzepten zur Stärkung der biologischen Vielfalt. Mit dem Sonderprogramm werden weitere Akzente gesetzt. Insgesamt stehen 30 Millionen Euro für Projekte und Maßnahmen, sowie sechs Millionen Euro für Monitoring zur Verfügung.

Insgesamt konnten durch das Sonderprogramm 24 landwirtschaftliche Projekte und Maßnahmen begonnen werden. Beispielsweise im FAKT die Erweiterung der Förderung von Brachebegrünung mit Blühmischungen von fünf auf sieben Hektar je Betrieb oder auch eine neue Maßnahme zum Schutz von Niederwildarten, die ab 2019 angeboten wird.