Tierschutz

Wenn der Tierhalter plötzlich ins Krankenhaus muss: Kleine Helfer mit großer Wirkung

Hund

Viele Haustierbesitzer haben sich wohl schon einmal Gedanken darüber gemacht, was mit ihren tierischen Freunden passiert, sollte einmal ein Notfall eintreten. Eine große Frage hierbei: Wie erfahren die Rettungskräfte im Falle eines Unfalls überhaupt, dass zuhause ein Haustier auf seine Versorgung wartet? Dasselbe gilt beispielsweise bei einem Hausbrand. Woher wissen die Einsatzkräfte der Feuerwehr, ob und wie viele Haustiere zu retten sind, wenn Frauchen oder Herrchen gerade nicht zu Hause oder möglicherweise nicht ansprechbar ist? „Es leben immer mehr Menschen als Single. Das Haustier ist ein wichtiger Sozialpartner im Alltag, der im Notfall, wenn dem Halter etwas passiert, versorgt werden soll,“ so Dr. Julia Stubenbord, die Landestierschutzbeauftragte, am 23. Juli in Stuttgart.

Eine Lösung hierfür bieten sogenannte Haustier-Notfallkarten. Diese Kärtchen im Scheckkarten-Format können einfach im Geldbeutel bzw. in der Nähe des Ausweises mitgeführt werden. In die Karte werden dann die Daten der Kontaktperson eingetragen, die sich im Ernstfall um das Haustier kümmern kann und wird. Im Vorfeld sollte man sich deshalb unbedingt mit Familie, Freunden oder Nachbarn absprechen und klären, wer die Versorgung übernehmen kann.

Auch ein Sticker kann im Notfall Leben retten. Er wird an der Haustür bzw. im Türrahmen angebracht und informiert die Einsatzkräfte im Falle eines Brandes, einer Überschwemmung oder anderer Notfalleinsätze über Art und Anzahl der Haustiere in der Wohnung bzw. im Haus. Beides ist u. a. über den Deutschen Feuerwehrverband zu beziehen.

Auch bei einigen Tierschutzorganisationen bzw. -vereinen, Tierarztpraxen oder Fachhändlern für Tierbedarf sind die Karten und Sticker auf Anfrage kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr erhältlich. Einige bieten die Notfallkarten zudem online zum Selbstausdrucken an, z.B. auf www.planethund.com (pdf).

„Mit einem kleinen Aufkleber oder einer Karte kann man möglicherweise das Leben seines Haustieres retten. Diesen Aufwand sollte es wirklich jedem Tierhalter wert sein“, so Stubenbord abschließend.

Weitere Informationen zur Arbeit der Landesbeauftragten für Tierschutz gibt es auf der Internetseite des MLR.