Biodiversität in der Forstwirtschaft

Biodiversität

Biodiversität in der Forstwirtschaft

  • Biodiversität in der Forstwirtschaft

    Bild: MLR

Seit vielen Jahren wird in öffentlichen Wäldern das Konzept der naturnahen Waldwirtschaft umgesetzt. Wie erfolgreich das Konzept in Baden-Württemberg umgesetzt ist, dokumentiert die Bundeswaldinventur 2013.

Der Anteil naturnaher, vertikal strukturierter und gemischter Wälder hat stark zugenommen, die Naturverjüngungsvorräte sind erheblich angestiegen.

Der Wald ist laubbaumreicher und älter geworden und die für die Artenvielfalt wichtigen Totholzvorräte sind bundesweit die höchsten. Ergänzt wird die naturnahe Waldbewirtschaftung durch spezielle Konzepte wie die Waldschutzgebietskonzeption, die Waldbiotopkartierung und Artenschutzprogramme.

Der Landesbetrieb ForstBW hat 2010 das Alt- und Totholzkonzept Baden-Württemberg (AuT) verbindlich eingeführt. Das Konzept hat über den Staatswald hinaus seither weite Verbreitung gefunden, vor allem im Kommunalwald.

Das AuT-Konzept ist bundesweit eines der erfolgreichsten Konzepte, um in bewirtschafteten Wäldern die auf Alt- und Totholz angewiesenen Arten nicht nur zu erhalten, sondern auch ihre Wiederansiedlung zu fördern.

Die Forsteinrichtung stellt das wesentliche Instrument zur Integration der naturschutzfachlichen Anforderungen in die (naturnahe) Waldbewirtschaftung dar. Auf der Basis der Richtlinie für Waldentwicklungstypen werden z.B. Anforderungen von Natura 2000 aufgegriffen und von der Forsteinrichtung in entsprechende Bewirtschaftungshinweise umgesetzt.

Mit der Umweltzulage Wald (UZW) und der Verwaltungsvorschrift für Nachhaltige Waldwirtschaft (VwV NWW) werden Naturschutzleistungen in öffentlichen und privaten Wäldern honoriert und Mehraufwendungen oder Nutzungsverzichte ausgeglichen.