Energetische Verwertung

Bioökonomie

Energetische Nutzung

  • Feuerstelle - Nachwachsende Rohstoffe

    Bild: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Biomasse ist ein knappes und von vielen Seiten nachgefragtes Gut. Im Kontext einer nachhaltigen Bioökonomie steht deshalb die Ernährungssicherung einer wachsenden Weltbevölkerung an erster Stelle. Eine energetische Nutzung von Biomasse sollte grundsätzlich erst am Ende einer möglichst langen und mehrfachen stofflichen Nutzung, einer sogenannten Kaskadennutzung, stehen.

Fokus auf Nebenströme und Reststoffe

Eine nachhaltige Bioökonomie zielt deshalb drauf ab, vorrangig Nebenprodukte und Reststoffe aus der Erzeugung und Verarbeitung von Biomasse, die weder für Ernährungszwecke noch für eine stoffliche Nutzung geeignet sind oder benötigt werden, energetisch zu nutzen.

Kaskadennutzung am Beispiel Papier

Die Papierindustrie stellt aus Holzsortimenten, die für eine höherwertigere Nutzung nicht geeignet sind, eine Vielzahl an biobasierten Produkten her. Diese werden mehrfach recycelt. Nur die nicht mehr verwertbaren Reststoffe werden als erneuerbare Energieträger genutzt. Mittlerweile kommen auch zahlreiche Vorprodukte für die chemische Industrie aus der Papierindustrie. Diese Branche entwickelt sich zunehmend in Richtung Bioraffinerie und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur kreislaufbasierten Bioökonomie.

Wichtiger Baustein für die Energiewende

Bioenergie aus nachhaltig erzeugter und genutzter Biomasse ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Denn diese Energieform hat entscheidende Vorteile:

  • Sie schont fossile Ressourcen,
  • leistet einen Beitrag zum Klimaschutz,
  • schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze insbesondere im Ländlichen Raum,
  • ist die derzeit einzige erneuerbarer Energieform, die flexibel und bedarfsgerecht Wärme, Strom und Kraftstoffe mit hoher Energiedichte bereitstellen kann.