Bioökonomie

Ideenwettbewerb "Bioökonomie – Innovationen für den Ländlichen Raum“

Ideenwettbewerb "Bioökonomie – Innovationen für den Ländlichen Raum“

Werden Sie eine/r der ersten Preisträgerinnen und Preisträger des Bioökonomie-Innovationspreises des Landes Baden-Württemberg!

Im diesjährigen Ideenwettbewerb werden Akteure ausgezeichnet, die herausragende marktfähige bioökonomische Innovationen entlang der Agrar- und Lebensmittel- sowie der Forst- und Holzwertschöpfungsketten entwickelt haben.

Im Sinne der Ziele der Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg werden Innovationen gesucht, die einen nachvollziehbaren Beitrag zu wichtigen Nachhaltigkeitszielen wie Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Schutz der Umwelt und der Biodiversität sowie zur Entwicklung des ländlichen Raums liefern.

Dabei kann die Entwicklung eines innovativen Produktes oder Prozesses (z.B. im Lebensmittelbereich, in der stofflichen Nutzung z.B. in Textilien, in Verpackungen, im Baugewerbe und in anderen Materialien sowie in der energetischen Nutzung von Nebenströmen) ebenso ausgezeichnet werden wie eine innovative Dienstleistung oder ein neues Geschäftsmodell.

Wer kann sich bewerben?

Unternehmen, Personen, Institutionen, Kommunen oder Vereine aus Baden-Württemberg bzw. mit einem Sitz in Baden-Württemberg mit herausragenden marktfähigen Beispielen für Bioökonomie Innovationen.

Auswahl und Preisverleihung

Eine vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) bestellte Jury bewertet die fristgerecht und vollständig eingereichten Bewerbungen und schlägt dem Minister mögliche Preisträgerinnen und Preisträger vor. Die Bewerbungen und sämtliche eingereichte Unterlagen werden vertraulich behandelt. Die Bewerberinnen und Bewerber werden vom MLR über das Ergebnis informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Im Ideenwettbewerb stehen im Jahr 2020 bis zu 50.000€ zur Verfügung. Eine Aufteilung in Teilbeträge von bis zu 10.000€ ist vorgesehen.

Das zugesprochene Preisgeld kann von der Europäischen Kommission als staatliche Beihilfe angesehen werden. Es wird deshalb als so genannte „De-minimis-Beihilfe“ ausgezahlt (* siehe unten).

Die öffentliche Preisverleihung findet voraussichtlich anlässlich des 5. Bioökonomietags des MLR am 26.11.2020 in Stuttgart statt. Die Preisträger haben dort die Gelegenheit, die ausgezeichneten Innovationen dem Publikum vorzustellen. Das MLR berichtet über die Preisverleihung und die Preisträgerinnen und Preisträger.

Was sind die Kriterien?

  • Beitrag zu einer nachhaltigen und biobasierten Wirtschaftsweise und den in dieser Ausschreibung genannten Zielen
  • Innovationsgrad
  • Wirtschaftlicher Erfolg bzw. wirtschaftliches Potential und Verbraucherorientierung
  • Qualität der Darlegung (z.B. Verständlichkeit, quantitative Nachweise)

Wie können Sie sich bewerben?

Bitte füllen Sie das Bewerbungsformular aus und senden Sie es per E-Mail mit dem Stichwort „Ideenwettbewerb Bioökonomie“ im Betreff als pdf-Datei an Biooekonomie@mlr.bwl.de. Die Frist für die Einreichung der vollständigen Unterlagen ist der 1. September 2020.

Haben Sie weitere Fragen?

Auskünfte zum Bioökonomiepreis für den Ländlichen Raum erhalten Sie beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter Biooekonomie@mlr.bwl.de.

Weiterführende Unterlagen zur Bewerbung im Ideenwettbewerb Bioökonomie:

Hintergrund

Die Landesregierung hat die Strategie „Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg“ beschlossen, um die weitere Erschließung erneuerbarer und recycling-fähiger Rohstoffe, die Reduktion der Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg, die Schonung natürlicher Ressourcen und der Umwelt sowie die Stärkung der Biodiversität voranzutreiben. Damit verbunden ist ein Systemwechsel in der Art und Weise, wie Güter nachhaltig produziert, genutzt und am Ende ihrer Lebensdauer in den Stoffkreislauf zurückgeführt bzw. auch energetisch verwertet werden können.

Der Begriff „Bioökonomie“ wird dabei definiert als „die wissensbasierte Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Prinzipien um Produkte und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren eines zukünftigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems bereitzustellen und zu nutzen“. Koppelnutzung und Kreislaufwirtschaft, die die bestmögliche Verwertung sowie Mehrfachnutzung von Rohstoffen und Stoffströmen vorsehen, sind zentrale Elemente einer nachhaltigen Bioökonomie.

Es wird angestrebt, Baden-Württemberg zu einer Leitregion für biobasiertes, kreislauforientiertes Wirtschaften zu entwickeln. Durch innovative, bioökonomische Lösungsansätze will die Landesregierung die baden-württembergische Wirtschaft auf ein klimaneutrales Fundament stellen, neue Wirtschaftsfelder besetzen und attraktive und zukunftsfähige Arbeitsplätze im Ländlichen Raum schaffen.

* Das zugesprochene Preisgeld kann von der Europäischen Kommission als staatliche Beihilfe angesehen werden. Es wird  deshalb als so genannte „De-minimis-Beihilfe“ ausgezahlt. Grundlage hierfür ist die Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 (Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 352 vom 24. Dezember 2013, S. 1.). Demnach darf der Gesamtbetrag der einem Unternehmen gewährten De-minimis-Beihilfen in einem Zeitraum von 3 Steuerjahren 200.000 € nicht übersteigen. Sollte mit dem Preisgeld der verfügbare De-minimis-Rahmen überschritten werden, wird ein Preisgeld in der zum Stichtag der Preisverleihung maximal zulässigen Höhe verliehen.

Die prämierten Preisträger sind berechtigt, die ausgezeichneten Produkte, Verfahren und Dienstleistungen mit der Prämierung zu kennzeichnen und zu bewerben, solange dies zusammen mit der Prämierungsart (Preisträger/Anerkennung) und dem Jahr der Auszeichnung erfolgt und die prämierten Produkte, Verfahren und Dienstleistungen unverändert auf dem Markt angeboten werden.