Nachhaltige Bioökonomie

Bioökonomie

Nachhaltige Bioökonomie

  • Wald im Frühling

    Bild: MLR

Die sichere Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung mit gesunden Lebensmitteln, der gleichzeitige Ausbau nachwachsender Rohstoffe zur stofflichen und energetischen Nutzung und der notwendige Schutz der Ressourcen Wasser und Boden sowie der Biodiversität erfordern innovative, ganzheitliche Ansätze, die den Gesamtprozess betrachten. Eine nachhaltigen Bioökonomie verfolgt die Vision Mensch und Natur in Einklang zu bringen und dabei Wohlstand zu mehren.

Signale erkennen, Weichen stellen, Vertrauen schaffen

Angesichts dieser Herausforderungen ist ein ökonomisches Denken und Handeln, das eine regenerative Ausrichtung fördert und eine zirkuläre - keine lineare - Wirtschaft ermöglicht, gefordert. Die wissensbasierte Bioökonomie bietet systemische Lösungsansätze für diese Herausforderungen und kann gleichzeitig die internationale Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs als Wirtschaftsstandort stärken.
Es gibt bereits verschiedene traditionelle und auch innovative biobasierte Materialien, Prozesse, Verfahren und Produkte, die sich bewährt haben. Diese müssen weiterentwickelt und verstärkt in die Anwendung kommen. Hierfür müssen die Weichen gestellt und Vertrauen bei Erzeugern, Verarbeitern und Konsumenten geschaffen werden.

Den notwendigen Wandel ermöglichen

Um den notwendigen Wandel zu einer auf erneuerbaren Ressourcen beruhenden rohstoffeffizienten Wirtschaft zu unterstützen und Initiativen zu bündeln, hat die Landesregierung in der Koalitionsvereinbarung 2016 vereinbart, eine Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie” mit ressortspezifischen Strängen zu entwickeln.
Zur Umsetzung dieser Vereinbarung hat das MLR im Jahr 2016 einen Beteiligungsprozess mit Fokus auf Bioökonomie im Ländlichen Raum initiiert. Das MLR verfolgt mit seinem Strang das Ziel, Rohstoffe der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft effizient und umweltgerecht zu erzeugen, zu hochwertigen Produkten zu verarbeiten und erfolgreich zu vermarkten. Aspekte der Ernährungssicherung und die Herstellung von gesunden Lebensmitteln stehen dabei an erster Stelle. Der Ländliche Raum soll mit seinen natürlichen Ressourcen und Kompetenzen umfassend genutzt und nachhaltig gestärkt werden.

Den übergeordneten Rahmen und die Zielvorgaben für ein nachhaltiges Wirtschaften mit nachwachsenden Ressourcen gibt die deutsche Bundesregierung mit der Nationalen Politikstrategie Bioökonomie vor. Die Strategie setzt Prioritäten für eine kohärente und nachhaltige Bioökonomiepolitik in Deutschland, die die Industrie- und Energiepolitik, die Agrar-, Forst- und Fischereipolitik, die Klima- und Umweltpolitik sowie die Forschungs- und Entwicklungspolitik verknüpft.


Fußleiste