Nachhaltig essen

Wertvolle Lebensmittel

Nachhaltig essen – wie geht das?

  • Kunde kauft Gemüse ein © Jan Potente

Wertschätzung von Lebensmitteln, Klimaschutz, Einkauf von (Bio-) Lebensmitteln aus der Region, Konsum frischer unverarbeiteter Lebensmittel, wenig Reste – all das macht nachhaltigen Genuss aus. Diese Zusammenhänge stehen verstärkt im Fokus der baden-württembergischen Ernährungsbildung.

Was wir essen und trinken wirkt sich auf die Ernährungssituation in der ganzen Welt, auf die Umwelt, Artenvielfalt, Wirtschaft und sozialen Verhältnisse in anderen Ländern aus. Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich mit regionalen Produkten nicht nur für echten Genuss, sie sorgen mit ihrer Entscheidung auch dafür, dass die einheimische Lebensmittelwirtschaft investieren kann. Essen und Trinken sind viel mehr als Ernährung.

Das Aktionsprogramm „Nachhaltig essen“ der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes verfolgt das Ziel, die Qualität der Essensangebote außer Haus zu optimieren, z. B. in Kantinen, Mensen, Senioreneinrichtungen oder Bäckereien. Denn gerade die Verpflegung außer Haus nimmt immer stärker zu und spielt daher eine besonders wichtige Rolle hinsichtlich gesundheitlich, ökologisch und ökonomisch relevanter Aspekte (z. B. Menge an Speiseresten, Warmhaltezeiten). Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen kommen im Zuge des Aktionsprogramms zum Einsatz und sollen die Rahmenbedingungen für eine ausgewogene Ernährung optimieren. Zugleich werden Verbraucherinnen und Verbraucher unter dem Motto „Essen zwischen Hektik und Genuss“ mit Maßnahmen und Aktionen auf die Bedeutung einer bewussten Ernährung aufmerksam gemacht und zum Mitmachen angeregt.

Lebensmittel – natürlich aus der Region

  • Verbraucherinnen und Verbraucher können mit ihrem Ernährungsstil einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wer beim Einkauf auf saisonale Freilandprodukte zurückgreift, trägt in der Regel aufgrund der kürzeren Transportwege dazu bei, Schadstoffemissionen zu reduzieren. Dadurch leisten Verbraucherinnen und Verbraucher einen wichtigen Beitrag zur Klimabilanz. Außerdem sind die Lebensmittel frisch und besitzen viele wertvolle Inhaltsstoffe. Erhältlich sind sie direkt beim Bauern, auf dem Wochenmarkt und natürlich auch im Lebensmittelhandel.  Dort können regionale Lebensmittel mit geprüfter Qualität am "Qualitätszeichen Baden-Württemberg" erkannt werden. Die neue Regionalkampagne "Natürlich.VONDAHEIM" will Verbraucher über regionale Produkte und vor allem die Menschen, die sie erzeugen infoormieren und sensibilisieren. Der Griff zu regionalen Produkten soll dem Verbraucher ans Herz gelegt werden.

Konsum ökologisch erzeugter Produkte

  • Ökologischer Landbau bedeutet nicht nur die Produktion hochwertiger Lebensmittel. Ökologischer Landbau ist mehr: Durch die besonderen Bewirtschaftungsmaßnahen wird aktiv Umwelt- und Ressourcenschutz betrieben. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel spart Energie ein. Stetig wachsende Umsatzzahlen machen deutlich: Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher greifen zu ökologisch erzeugten Produkten aus der Region. Das Qualitätsprogramm des Landes "Bio-Zeichen Baden-Württemberg" unterstützt die heimische Bio-, Land- und Lebensmittelwirtschaft dabei, ihre Produkte eindeutig zu kennzeichnen und gemeinschaftlich zu bewerben. Nur wer weiß, woran man Bio-Lebensmittel aus Baden-Württemberg erkennt, kann sich beim Einkauf auch bewusst dafür entscheiden.

Lebensmittelverschwendung vermeiden

  • Rund jedes achte Lebensmittel landet im Müll – eine erschreckend hohe Zahl, denn jedes Lebensmittel ist wertvoll. Nicht nur bei Produzenten und dem Handel, sondern bei Allen sollte ein Umdenken stattfinden, damit weniger genießbare Nahrungsmittel verloren gehen. Mit seinen Aktivitäten rückt das MLR die Wertschätzung von Lebensmitteln verstärkt in den Blick der Verbraucherinnen und Verbraucher. Angefangen bei Kindern und Jugendlichen mit der Vermittlung eines Bewusstseins für Lebensmittel und Ernährung, über Erwachsene bis hin zu Fachkräften aus dem Bereich der Außer-Haus-Verpflegung und Lehrkräften. Die Leitfäden für nachhaltige Ernährung des MLR zeigen beispielsweise leicht nachvollziehbar, wie sich nachhaltiger Genuss auch in Kochkursen, Workshops und in der Veranstaltungsorganisation umsetzen lässt, damit weniger Lebensmittel ungenutzt vernichtet werden.

Vielseitig und bewusst essen Vielseitig und bewusst essen

  • Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert die Gesundheit. Wird dabei hauptsächlich die ganze Vielfalt pflanzlicher Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Getreideerzeugnisse und Kartoffeln genossen, so ist sie auch aus ökologischer Sicht nachhaltig. Denn die Produktion von Fleisch und Wurst, aber auch von Milch und Milchprodukten setzt deutlich mehr klimaschädliche Treibhausgase frei als die Herstellung pflanzlicher Produkte. Wer also bewusst und in Maßen qualitativ hochwertige tierische Produkte genießt, trägt aktiv zum Klimaschutz bei und tut gleichzeitig etwas für die eigene Gesundheit.

Einkaufen zu Fuß oder mit dem Fahrrad schont die Umwelt

  • Wer für ein vergessenes Kilo Äpfel fünf Kilometer mit dem Auto zum nächsten Hofladen fährt, erhöht die CO2-Bilanz der Äpfel fast um das Vierfache. Zu einem nachhaltigen Ernährungsstil gehört es deswegen auch, die Einkäufe wann immer möglich zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erledigen. So hält Einkaufen zusätzlich auch noch fit!


Zum Informationsportal www.bio-aus-bw.de
Rezepte mit regionalen Zutaten
BeKi – Bewusste Kinderernährung
Weiterführende Links

Bildungsangebote zur nachhaltigen Ernährung Bildungsangebote


Nachhaltige, gesundheits- und genussorientierte Außer-Haus-Verpflegung in Baden-Württemberg Außer-Haus-Verpflegung

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