Allgemeine Informationen

Rund um das Programm

Das neue EU-Schulprogramm

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Ab dem Schuljahr 2017/18 startet in Baden-Württemberg das neue EU-Schulprogramm. Ziel des Programms: Kindern zu vermitteln, dass Obst, Gemüse und Milch nicht nur gesund sind, sondern auch lecker schmecken.

Ab September 2017 sollen Kinder in baden-württembergischen Grundschulen und Kitas ein- bis dreimal pro Woche eine Extraportion frisches Obst und Gemüse und leckere Milch und Milchprodukte genießen. Das neue EU-Schulprogramm bündelt die bisherigen EU-Programme „Schulmilch“ und „Schulobst und -gemüse (Schulfrucht)“.

Zielgruppe des neuen EU-Schulprogramms

Kernzielgruppe im neuen EU-Schulprogramm sind: Schulen im Primarbereich (Klassenstufen 1 bis 4). Auch Kindertageseinrichtungen (einschließlich Kindergärten) können wieder am Programm teilnehmen, sofern die EU-Mittel ausreichen. Weiterführende Schulen mit den Klassen 5 und höher können sich aufgrund des Rückgangs der verfügbaren EU-Mittel in diesem Schuljahr leider nicht mehr beteiligen. Im Schuljahr 2017/18 bekommt das Land 4,7 Millionen Euro EU-Fördermittel für den Programmteil Schulobst und –gemüse und 1,4 Millionen Euro EU-Fördermittel für den Programmteil Schulmilch. Das ist deutlich weniger als im Vorjahr und macht die stärkere Fokussierung bei der Zielgruppe erforderlich.

Alle Einrichtungen, die der Zielgruppe angehören und die im nächsten Schuljahr dabei sein wollen, müssen sich zur Teilnahme neu anmelden. Die Anmeldung ist zwischen den Oster- und Pfingstferien über ein Onlineverfahren möglich: Zur Online-Anmeldung. Die Kitas und Schulen können entscheiden, ob sie am Programmteil Schulobst und –gemüse oder am Programmteil Schulmilch oder an beiden teilnehmen wollen .
Erzeuger und Händler können sich als Lieferanten im neuen EU-Schulprogramm beteiligen. Um die EU-Beihilfe zu bekommen, müssen sich alle Lieferanten beim Regierungspräsidium Tübingen neu zulassen.

Ablauf der Finanzierung

Die Kinder sollen Obst, Gemüse und Milch kostenlos erhalten. Jede Portion Obst und Gemüse oder Milch, die die Einrichtungen über das EU-Schulprogramm verteilen, wird mit einem festen Betrag aus EU-Mitteln gefördert. Dieser Beihilfebetrag deckt in der Regel etwa 75 Prozent der Nettokosten (Produkt und Lieferung) ab. Um den Einstieg in die neue Schulmilch zu erleichtern, ist der Fördersatz für Milch im ersten Jahr höher angesetzt (circa 85 Prozent). Förderfähig sind: Trinkmilch, Naturjoghurt, Quark und Käse. Milchprodukte mit Zusätzen wie Zucker, Aromastoffen, Kakao, Nüssen und Früchten sind von der Förderung ausgeschlossen.

Die EU-Beihilfe beantragt der Lieferant beim Regierungspräsidium Tübingen. Den Restbetrag (einschließlich der Mehrwertsteuer des Gesamtbetrages) müssen die Einrichtungen oder Sponsoren übernehmen. Wie hoch dieser Betrag ist, ist nicht verbindlich festgelegt.

Orientierungspreise und Beihilfebeträge für das Schuljahr 2017/18:

Schulobst- und gemüse Schulmilch
Orientierungspreis pro Portion (Nettopreis, frei Einrichtung) 0,30 Euro / 0,40 Euro (bio) 0,47 Euro / 0,57 Euro (bio)
davon abgedeckt durch EU-Beihilfebetrag 0,225 Euro / 0,30 Euro (bio) 0,40 Euro / 0,485 Euro (bio)

Eine Portion Obst und Gemüse umfasst mindestens 100 g, eine Portion Schulmilch mindestens 250 ml Trinkmilch oder 150 g Joghurt bzw. Quark oder 30 g Käse.

Der Erfolg des Programms steht und fällt mit weiteren Geldgebern, die interessierten Einrichtungen eine Teilnahme ermöglichen. Gesucht sind daher Sponsoren, die als Paten für eine oder mehrere Schulen beziehungsweise Kindertageseinrichtungen die Kofinanzierung der Obst-, Gemüse- und Milchverteilungen übernehmen. Mitmachen können Einzelpersonen, Verbände, Vereine und Firmen, denen unsere Kinder und deren Ernährung am Herzen liegen.
Fragen zum Sponsoring beantwortet gerne die MBW Marketinggesellschaft mbH unter 0711-66670 80 oder per Mail an schulprogramm@mbw-net.de.

Was Sie als Sponsor davon haben und was es Sie kostet

Als Sponsor oder Pate einer oder mehrerer Schulen beziehungsweise Kindertageseinrichtungen investieren Sie in die Zukunft unserer Gesellschaft – in die Gesundheit unserer Kinder. Sponsoren können ihr Engagement natürlich in der eigenen Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Die Kosten, die auf Sie als Sponsor zukommen, richten sich nach der Anzahl der geförderten Kinder, der Zahl der Verteilungen pro Woche und ob die Kinder sowohl Früchte als auch Milchprodukte erhalten oder nur eine der beiden Lebensmittelgruppen.

Ab dem Schuljahr 2017/2018 werden in Baden-Württemberg keine festen Portionspreise mehr vorgegeben, sondern nur noch Orientierungspreise, die den Einrichtungen und Lieferanten als Richtschnur dienen sollen. Dies bedeutet für die Einrichtungen, dass sie sich frühzeitig mit ihrem Lieferanten in Verbindung setzen müssen, um die genaue Höhe des von ihnen oder einem Sponsor aufzubringenden Eigenanteils errechnen zu können.

800 Euro Sponsorenbetrag genügen beispielsweise, um 100 Kindern ein Schuljahr lang wöchentlich sowohl eine Portion Milch als auch eine Portion Obst & Gemüse zu ermöglichen (bei konventioneller Ware und 7 % MwSt). Basierend auf den im Schuljahr 2017/2018 geltenden Orientierungspreisen finden Sie hier für verschiedene Fallbeispiele Kalkulationen, mit denen Sponsoren die voraussichtliche Höhe Ihres Engagements abschätzen können.

4 Tabellen zum Download:

Kalkulationsbeispiel 1:  7 % MwSt, konventionelle Ware

Kalkulationsbeispiel 2: 10,7 % MwSt, konventionelle Ware

Kalkulationsbeispiel 3: 7 % MwSt, Bioware

Kalkulationsbeispiel 4: 10,7 % MwSt, Bioware

Informieren Sie sich bitte vorab, ob der Lieferant der Einrichtung mit 7 Prozent MwSt. (Regelbesteuerung) oder 10,7 Prozent MwSt. (Durchschnittsbesteuerung) rechnet. Dies kann von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein.

Sponsoring: Wie es funktionieren kann

Als Sponsor möchten Sie die Patenschaft für eine oder mehrere Schulen oder Kindertageseinrichtungen übernehmen und den Kindern den kostenlosen Zugang zu Obst- und Gemüse und/oder Milch und Milchprodukten ermöglichen. Eine Liste der teilnehmenden Einrichtungen, geordnet nach Postleitzahlen, finden Sie nach Ablauf des Anmeldezeitraums auf unserer Homepage.

Ein Sponsor muss nicht die komplette Kofinanzierung für eine Schule oder Kindertagesstätte alleine tragen. Er kann sich auch mit einem fixen Betrag beteiligen. Es liegt in seinem Ermessen, ob er der Einrichtung die zugesagte Summe als Ganzes oder in festgelegten Raten überweist oder mit ihr vereinbart, dass ihm die Einrichtung die Rechnungen des Lieferanten zukommen lässt und er sie direkt begleicht.


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