Lieferanten

Das EU-Schulprogramm soll bei Kindern Appetit auf Obst, Gemüse und Milch wecken. Der Erfolg des Programms steht und fällt mit einer regelmäßigen Belieferung der Schulen und Kitas mit qualitativ hochwertigen und schmackhaften Produkten.

Erzeuger und Händler von Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten können sich als Lieferanten fürs EU-Schulprogramm zulassen. Für die Belieferung von zugelassenen Einrichtungen erhalten sie eine EU-Beihilfe.

In drei Schritten zur EU-Förderung für Lieferanten:

1. Schritt: Sich als Lieferant zulassen

  • Wer über das EU-Schulprogramm Schulen und Kitas mit Obst und Gemüse oder Milch und Milchprodukten beliefern will, muss sich zunächst als offizieller Lieferant des Programms eintragen lassen. Der erste Schritt ist daher, einen  Antrag auf Zulassung beim Regierungspräsidium Tübingen zu stellen. Für Lieferungen, die vor der Zulassung vorgenommen wurden, kann keine Beihilfe gewährt werden.

    Lieferanten können die Zulassung für eine oder mehrere dieser Kategorien beantragen:

    • Lieferant von konventionell erzeugtem Obst und Gemüse
    • Lieferant von Bioobst und -gemüse
    • Lieferant von konventionell erzeugter Milch und Milcherzeugnissen
    • Lieferant von Biomilch und Biomilcherzeugnissen.


    Die Zulassung als Biolieferant kann nur mit aktuellem Biozertifikat auf den Namen des jeweiligen Unternehmens erfolgen (Artikel 29 Bescheinigung).

    Alle Dokumente zur Antragsstellung:

    Antrag auf Zulassung

    Teilnahmevoraussetzungen und Rahmenbedingungen im Schuljahr 2017/18 für Lieferanten

    Antrag zur Erteilung einer Registrier-/Unternehmensnummer  

2. Schritt: Einrichtungen beliefern

  • Sobald die Zulassungsbestätigung vom Regierungspräsidium Tübingen im Briefkasten liegt, können Lieferanten mit geeigneten Einrichtungen Kontakt aufnehmen, die Lieferkonditionen abstimmen und ab September 2017 mit der Lieferung beginnen.

    Welche Einrichtungen können beliefert werden?

    Schulen und Kitas, die am EU-Schulprogramm teilnehmen wollen, müssen sich dafür anmelden und erhalten rechtzeitig vor Beginn des Schuljahres einen Zulassungsbescheid. Alle im aktuellen Schuljahr zugelassenen Einrichtungen werden auf unserer Homepage veröffentlicht.

    Wie viel kann geliefert und abgerechnet werden?

    Im Zulassungsbescheid sind die Zahl an Kindern sowie die Zahl der Verteilungen pro Schulwoche festgelegt, die im Beihilfeverfahren förderfähig sind (siehe auch Teilnahmevoraussetzungen und Rahmenbedingungen für Einrichtungen). Lieferanten sollten sich daher vor der Belieferung eine Kopie des Zulassungsbescheides geben lassen.

    Die Zahl der beihilfefähigen Schulwochen pro Monat, die auch für Kindertageseinrichtungen gelten, finden Sie in der Tabelle oben.

    Was kann geliefert werden?

    Beihilfefähige Produkte im EU-Schulprogramm sind frisches Obst und Gemüse, Bananen, Milch und Milchprodukte nach den hier hinterlegten Sortimentslisten:

    Sortimentsliste Obst und Gemüse
    Sortimentsliste Milch und Milchprodukte

    Die Früchte müssen der Qualität von Handelsware entsprechen. Obst, Gemüse, Milch bzw. Milchprodukte dürfen keine Zusätze von Zucker, Süßungsmitteln, Fett oder Salz enthalten.

    Was muss auf dem Lieferschein stehen?

    Auf den Lieferscheinen müssen die gelieferten Produkte einzeln aufgelistet sein, damit ein Abgleich mit der Sortimentsliste möglich ist. Biolieferanten müssen die gelieferten Produkte als Bioerzeugnisse ausweisen.

    Was müssen Lieferanten und Einrichtungen vereinbaren?

    Ort, Zeitpunkt und Frequenz der Belieferung werden individuell mit den Schulen bzw. den Kindertagesstätten vereinbart. Aufteilung und Verteilung der Früchte organisiert die jeweilige Schule oder Kita. Wichtig ist es, jeweils die Anlage 1 von den Einrichtungen quittieren zu lassen. Sie ist Grundlage für die Gewährung der Beihilfe.

    Die EU-Beihilfe deckt in der Regel nur einen Teil der Nettokosten für Produkt und Lieferung ab. Die Finanzierung des Restbetrags einschließlich der Mehrwertsteuer vom Gesamtnettobetrag müssen die Einrichtungen oder Sponsoren übernehmen. Die Mehrwertsteuer ist von der Förderung ausgeschlossen. Wie hoch der von der Einrichtung zu tragende Restbetrag ist, wird nicht verbindlich festgelegt. Folgende Orientierungspreise sollen Lieferanten sowie Einrichtungen als Richtschnur dienen:
     
    Orientierungspreise im EU-Schulprogramm in Baden-Württemberg im Schuljahr 2017/18
    (netto, frei Einrichtung)


    Schulobst und –gemüse (mind. 100 g):
    konventionell: 30 Cent, bio: 40 Cent

    Schulmilch (mind. 250 ml Trinkmilch oder 150 gr Joghurt/Quark oder 30 g Käse)
    konventionell: 47 Cent, bio: 57 Cent

    Welche lebensmittelrechtlichen Anforderungen gelten?

    Jeder Lieferant ist zur Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Anforderungen verpflichtet. Dazu zählen zum Beispiel Anforderungen zur Registrierungs- bzw. Zulassungspflicht als Lebensmittelunternehmer

    Bei Fragen gibt die untere Lebensmittelüberwachungsbehörde im Landratsamt des Landkreises oder im Bürgermeisteramt der kreisfreien Stadt Auskunft.

    Alle wichtigen Informationen im Zusammenhang mit der Belieferung von Einrichtungen sind hier zusammengefasst: Teilnahmevoraussetzungen und Rahmenbedingungen im Schuljahr 2017/18 für Lieferanten

3. Schritt: EU-Beihilfe beantragen

  • Lieferaten beantragen die Beihilfe rückwirkend beim Regierungspräsidium Tübingen.

    Folgende Unterlagen sind zur Beantragung der Beihilfe erforderlich:

    • Antrag auf Beihilfe monatlich bzw. mehrmonatig
    • Anlage 1 mit Stempel und Unterschrift der Einrichtung
    • Übersichtsblatt zur Zusammenstellung des Warenkorbs (eines pro Antrag)


    Die erforderlichen Unterlagen werden rechtzeitig an dieser Stelle veröffentlicht.

    Im Schuljahr 2017/18 gelten in Baden-Württemberg folgende Orientierungspreise und Beihilfebeträge pro Portion. Diese finden Sie in der Tabelle oben.

    Die Beihilfebeträge sind so kalkuliert, dass sie etwa 75 Prozent der durchschnittlichen Nettokosten für Produkt und Lieferung abdecken. Um den Einstieg in die „neue Schulmilch“ zu erleichtern, wird der Fördersatz für Milch im ersten Jahr höher angesetzt (circa 85 Prozent).

    Die Anträge müssen vollständig, korrekt und fristgerecht eingereicht werden, ansonsten kann es zu Ablehnungen oder Abzügen durch Verfristung kommen.

    Beihilfeempfänger sind verpflichtet, alle mit dem Beihilfeantrag zusammenhängenden Unterlagen und Belege zehn Jahre vom Ende des Kalenderjahres an, auf das sie sich beziehen, vollständig, sicher und geordnet aufzubewahren. Die Bewilligung der Beihilfe und die erforderlichen Kontrollen erfolgen durch das Regierungspräsidium Tübingen.

    Wichtige Informationen im Zusammenhang mit der Beantragung der Beihilfe sind hier zusammengefasst:  Teilnahmevoraussetzungen und Rahmenbedingungen im Schuljahr 2017/18 für Lieferanten.


Wichtige Dokumente für Lieferanten

Teilnahmevoraussetzung und Rahmenbedingungen

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Liste der zugelassenen Lieferanten

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Beihilfefähig Schulwochen

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Sortimentsliste Obst und Gemüse

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Sortimentsliste Milch- und Milchprodukte

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Zulassungsantrag für Lieferanten

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Antrag für Lieferanten auf Erteilung einer UD-Nummer

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