Konversion – Konzepte gefragt

Betroffene Standorte intelligent umnutzen

Baden-Württemberg ist von der aktuellen Bundeswehrreform stark betroffen. Von den insgesamt 30 größten Standorten werden vier komplett geschlossen. Bei zehn weiteren kommt es zu einer signifikanten Reduzierung der Dienstposten. Landesweit werden rund 9.400 Dienstposten wegfallen. Zwei Drittel der betroffenen Standorte liegen im Ländlichen Raum. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat daher die Federführung für den Konversionsprozess.

Parksiedlung in Münsingen
  • Nachfolgenutzung

Gemeinsam Lösungen entwickeln

Da die Flächen und Gebäude der Bundeswehr in die kommunale Planungshoheit zurückfallen, sind zunächst die Standortgemeinden gefordert. Gemeinsam mit Nachbarkommunen, Landkreisen und Akteuren auf lokaler und regionaler Ebene gilt es Ideen für eine tragfähige Nachfolgenutzung zu entwickeln.

Wegweiser
  • Förderwegweiser

Geld folgt Ideen

Das Land Baden-Württemberg kann betroffene Kommunen mit verschiedenen Förderprogrammen finanziell unterstützen. Der Grundsatz "Geld folgt  Ideen" verdeutlicht, dass nach der Erarbeitung von umsetzungsreifen Projekten die möglichen Förderinstrumente gefunden und genutzt werden sollen.

  • Ansprechpartner

Gremien und Zuständigkeiten

18 der 30 von der Reform betroffenen Standorte liegen im Ländlichen Raum. Die Federführung bei der Koordinierung des aktuellen Konversionsprozesses liegt daher beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Konversion militärischer Liegenschaften ist eine Querschnittsaufgabe, die eine Vielzahl von Fragestellungen berührt. Hier finden Sie alle Ansprechpartner rund um den Konversionsprozess.

Auftaktveranstaltung in Stuttgart
  • Chronologie

Konversion aktiv gestalten

Das Verteidungsministerium hat den Fahrplan für die Schließung der Bundeswehrliegenschaften 2012 veröffentlicht. Die Länder wurden bei der Erarbeitung der Neuausrichtung nicht beteiligt und haben bisher auch keine finanzielle Unterstützung erhalten. Die Chronologie zeigt, welche Schritte das Land unternommen hat, um die Konversion aktiv zu gestalten.

Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen
  • Standorte

Viele Dienstposten betroffen

Die Standorte Ellwangen (Jagst), Hardheim, Hohentengen, Immendingen, Meßstetten und Sigmaringen sind besonders stark betroffen. Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Pforzheim, Ravensburg und Schwäbisch Gmünd werden künftig nicht mehr als Standort bezeichnet. 

  • Publikation

Leitfaden für Kommunen

Für die besonders stark betroffenen Konversionsräume hat das Ministeirum für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz den Leitfaden Kommunale KonversionsEntwicklungsKonzepte (KEK) für zukunftsfähige und realisierbare zivile Nachfolgenutzungen entwickeln lassen. Er beschreibt das Vorgehen bei diesen Konzepten und gibt Hinweise, wie die Gemeinden dabei finanziell durch das Land unterstützt werden.