Nachfolgenutzung

Nachfolgenutzung

Gemeinsam Lösungen entwickeln

  • Parksiedlung in Münsingen

    In der Münsinger Parksiedlung erinnert heute nur noch die Herzog-Albrecht-Allee an die ehemalige Kaserne. Auf dem 22 Hektar großen Gelände ist ein Neubaugebiet entstanden.

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  • Ehemalige Herzog-Albrecht-Kaserne in Münsingen

    2004 wurden die Kasernengebäude der Herzog-Albrecht-Kaserne in Münsingen abgerissen.

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  • Biosphärengebiet Schwäbische Alb

    Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Gutsbezirk Münsingen ist 2005 das Biosphärengebiet Schwäbische Alb entstanden.

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Da die Flächen und Gebäude der Bundeswehr nach Aufgabe ihrer militärischen Funktionen in die kommunale Planungshoheit zurückfallen, sind zunächst die Standortgemeinden gefordert, gemeinsam mit den Nachbarkommunen, dem Landkreis und den maßgebenden Akteuren auf lokaler und regionaler Ebene Ideen für eine tragfähige Nachfolgenutzung zu entwickeln.

Auch das MLR und die anderen Ressorts werden Überlegungen anstellen, inwieweit Vorhaben des Landes oder Projekte, die mit Landesmitteln gefördert werden, auf Konversionsflächen verwirklicht werden können. Dabei gilt der Grundsatz "Geld folgt Ideen".

Von der Hochschule bis zum Naturschutzprojekt

So sind im einen oder anderen Fall beispielsweise die Erweiterung oder die Ausgründung von Hochschulen oder anderen Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung denkbar. Hier liegt die originäre Zuständigkeit beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK). Auch Infrastruktur für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien könnte auf Konversionsflächen angesiedelt werden. Für solche Konzepte sind das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (MFW) und das Umweltministerium (UM) federführend. Eine größere Konversionsfläche im Außenbereich, beispielsweise ein Standortübungsplatz, könnte möglicherweise als Ausgangspunkt für ein weiteres Großschutzgebiet mit touristischer und ökologischer Zielsetzung nach Vorbild des Biosphärengebiets Schwäbische Alb oder eines Naturparks in Frage kommen. Eine derartige Initiative würde vom MLR ausgehen, da die Zuständigkeiten für Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz unter seinem Dach vereint sind.

Tagungsreihe Konversion in Baden-Württemberg

Das Land hat mit den betroffenen Städten und Gemeinden, den Landratsämtern und Regierungspräsidien drei Tagungen "Konversion in Baden-Württemberg" durchgeführt. Mit Vertretern des Bundesverteidigungsministeriums, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und der Wissenschaft wurde dabei zunächst eine erste Bewertung vorgenommen. Bei der zweiten Tagung wurden insbesondere der Konversionsprozess diskutiert, Fördermöglichkeiten des Landes aufgezeigt und das Vorgehen bei der Erarbeitung kommunaler Entwicklungskonzepte erörtert. Auf einer landesweiten Veranstaltung wurde der im Auftrag des MLR von einem Fachbüro entwickelte Handlungsleitfaden für die Erstellung von Kommunalen KonversionsEntwicklungsKonzepten (KEK) in den sogenannten Konversionsräumen präsentiert und erörtert. Er beschreibt das Vorgehen bei diesen Konzepten und gibt Hinweise, wie die Gemeinden dabei finanziell durch das Land unterstützt werden. Der Leitfaden ist damit Bestandteil der begleitenden Qualitätssicherung, die das Land inzwischen ebenfalls beauftragt und finanziert hat. Die Grundlagen zur Abgrenzung sogenannter Konversionsräume wurden bereits vorher durch eine vom Land finanzierte Räumliche Wirkungsanalyse für die hauptbetroffenen Standorte im Ländlichen Raum geschaffen. Der Start der KEK-Prozesse hat bereits mit ersten Workshopterminen vor Ort begonnen. Zunächst wurden die Konversionsräume endgültig abgegrenzt und die Lenkungskreise in den jeweiligen Konversionsräumen etabliert. Zwischenzeitlich ist die 3. und 4. Workshoprunde abgeschlossen. Die Endberichte sollen bis zum Sommer 2015 erstellt sein.


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