Förderung-Schwarzwildbejagung

Jagd

Verwaltungsvorschrift zur Förderung der Schwarzwildbejagung in Baden-Württemberg

  • Wildschwein im Wald

    Bild: Christof Janko

Neue Fördermöglichkeiten zur Unterstützung der Jägerschaft im Zuge einer effektiven Schwarzwildbejagung sind die Inhalte der aktuellen Verwaltungsvorschrift. Diese sollen die Jägerinnen und Jäger bei der Schwarzwildjagd finanziell unterstützen und im Bereich der Wildbretvermarktung mehr Sicherheit und Kontinuität bringen.

Das Land hat das Ziel, Revierausstattungen für den Jagdbetrieb, Dienstleistungen bei den Bewegungsjagden und qualifizierte Beratungsleistungen von z.B. Berufsjägern zu fördern. Im Zuge der Bewegungsjagden auf Schwarzwild sollen zudem Hundeführer mit ihren Stöberhunden als auch anerkannte Nachsuchengespanne für ihren Einsatz finanziell unterstützt werden. Investitionen im Bereich der gesamten Wildbretverarbeitungskette werden ebenfalls vom Land honoriert.

Vorgezogenes Antragsverfahren

Die Verwaltungsvorschrift befindet sich derzeit in der Endabstimmung. Nach dem Inkrafttreten der Verwaltungsvorschrift wird das MLR die Jägerinnen und Jäger in Gänze informieren und Hinweise zu den weiteren Maßnahmen und dem Antragsverfahren bekannt geben.

Um eine baldmögliche Unterstützung der Jägerschaft zu gewährleisten, wird ein vorgezogenes Antrags- und Registrierungsverfahren bereits für die diesjährige Bewegungsjagdsaison vom Land eingerichtet. In dieser ersten Runde können Hundeführer und Nachsuchenführer ihre Einsätze bei Bewegungsjagden sowie Jagdausübungsberechtigte den Einsatz von Treibern und anderen Hilfspersonen bei Bewegungsjagden beantragen. Für Einsätze bei Bewegungsjagden auf Schwarzwild sollten sich Interessierte jetzt registrieren, damit die nachfolgend geleisteten Einsätze vom Land finanziell honoriert werden können. Informationen zum elektronischen Antrags- und Registrierungsverfahren erhalten Sie unter folgenden Link:

www.landwirtschaft-bw.de/jagdfoerderung

Hintergrund

Die Afrikanische Schweinepest ist eine drohende Gefahr für die Haus- und Wildschweinbestände. Nach allem, was über die ASP bekannt ist, ist die Absenkung der Schwarzwildbestände eine entscheidende Voraussetzung zur Minimierung der Risiken eines Seucheneintrags und zur Verhinderung einer schnellen Seuchenausbreitung bei einem Ausbruch. Je kleiner die Schwarzwildbestände im Land sind, desto langsamer wird sich die ASP im Falle eines Seucheneintrags ausbreiten. Zur Reduktion der Schwarzwildbestände gibt es keine Patentlösung. Baden-Württemberg setzt auf ein ausgewogenes und fachlich fundiertes Bündel an Maßnahmen, die den Jägern ihre wichtige Arbeit erleichtern. Die Jagd wird im öffentlichen Interesse ausgeübt, daher erfährt die hohe Verantwortung der Jägerschaft eine Unterstützung und Honorierung durch das Land.