Das Blatt wenden

Gemeinsam für die Zukunft unserer Wälder

Buche

Eine Infokampagne für den Waldschutz

„Das Blatt wenden – Gemeinsam für die Zukunft unserer Wälder“ wird das Jahresmotto 2021 für die Kommunikation der Landesforstverwaltung und ihrer Partner.

Die Infokampagne hat das Ziel, die Öffentlichkeit für die aktuelle Situation klimabedingter Waldschäden zu sensibilisieren und sie mit Hintergrundinformationen zu versorgen. Außerdem sollen die Bürgerinnen und Bürger dazu angeregt werden, ihren ganz persönlichen Beitrag für die Zukunft gesunder Wälder zu leisten, indem sie sich im Alltag klimabewusst verhalten.

Ende 2020 wird als Auftakt eine Social Media-Vorkampagne gestartet, welche die Themen der Infokampagne ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger rückt. Im Jahr 2021 findet eine landesweite Öffentlichkeitsarbeit unter dem gemeinsamen Kampagnendach statt, u. a. in Form von Plakataktionen, einer intensivierten Pressearbeit zum Schwerpunktthema sowie regionalen Pflanz-, Umweltbildungs- und Dialogveranstaltungen.

Wir arbeiten schon daran – und Sie können mitmachen

Immer häufiger werden wir gefragt: „Ich möchte helfen den Wald zu retten, was kann ich tun?“ Viele Menschen denken dabei als erstes daran, Bäume zu pflanzen. Das Interesse, sich an Baumpflanzaktionen zu beteiligen, ist groß. Wichtig bei solchen Aktionen ist, dass diese gut von professionellen Forstleuten begleitet werden, damit die Bäumchen auch gut anwachsen und gedeihen. Das Anpflanzen von Bäumen ist Teil unserer täglichen Arbeit und wird von uns fachgerecht vorgenommen. Das Hilfreichste, was alle ganz konkret für den Wald tun können und dringend tun sollten: einen persönlichen Beitrag leisten, um den Klimawandel und damit die Waldnot zu stoppen. Der Klimawandel ist ein durch und durch menschengemachtes Problem und die Ursache für die aktuellen, gravierenden Waldschäden. Jede und jeder von uns ist gefragt, den Klimawandel aufzuhalten.

Im Alltag gibt es sehr viele Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten und den unerwünschten Ausstoß von Kohlendioxid  auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Reparieren statt Wegwerfen

Immer, wenn wir etwas Neues kaufen, wurde bei der Herstellung Kohlendioxid freigesetzt. Es belastet die Umwelt weniger, Dinge lange zu benutzen und im Bedarfsfall zu reparieren

Regional kaufen spart lange Lieferwege

Viele Lebensmittel haben bereits einen weiten Weg hinter sich, wenn wir sie im Supermarkt um die Ecke kaufen können. Teilweise werden sie mit dem Flugzeug um die halbe Welt geflogen, was Umwelt und Klima stark belastet. Darauf kann man verzichten. Viele Landwirte haben Hofläden, einen Stand auf dem Markt oder liefern „Grüne Kisten“ nach Hause. Es gibt auch eine App, die Regionalvermarkter anzeigt. Sie heißt „Von Daheim BW“. Wer regional und saisonal kauft, ist in vielerlei Hinsicht auf der sicheren Seite!

Produkte aus Holz nutzen

Wer die Wahl hat, etwas aus Plastik oder aus Holz zu kaufen, sollte sich für Holz entscheiden. Holz ist im Gegensatz zu Erdöl, aus dem Plastik hergestellt wird, ein nachwachsender Rohstoff. Außerdem speichert das Holzobjekt den vom Baum aus der Luft gefilterten Kohlenstoff in seinem Innern. Wichtig: Beim Kauf auf heimisches Holz aus zertifiziert nachhaltiger Waldbewirtschaftung achten.

Bauen mit Holz

Mit Holz zu bauen liegt im Trend. Das ist ja nur zu verständlich: In einem Gebäude aus Holz fühlt man sich einfach wohl. Holzgebäude schaffen auf natürliche Art ein gesundes Raumklima. Die Holzbauweise ist auch eine sehr gute Lösung für die Wohnungsknappheit in dicht bebauten Städten. Mit Holz kann man auf vorhandene Häuser vergleichsweise einfach, schnell und preiswert eine zusätzliche Etage aufsetzen. Holz dämmt von selbst auf natürliche Weise. Man spart also auch Heizenergie und schont dadurch zusätzlich die Umwelt. Außerdem lassen sich mit Holz viele energieintensive und damit wenig klimafreundliche Bau- und Werkstoffe ersetzen.