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Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat ist ein Haus mit vielfältigen Themen

Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat ist eine oberste Landesbehörde mit über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seinen Amtssitz hat das Ministerium in Stuttgart.

Das Ministerium ist zuständig für alle Fragen, die die Landwirtschaft, den gesundheitlichen Verbraucherschutz, die Ernährung und Lebensmitttelüberwachung, den Wald, den Tierschutz und die Tiergesundheit sowie unsere Heimat Baden-Württemberg betreffen.

Unser Ziel ist, dass Baden-Württemberg gerade in der Fläche so schön, stark und erfolgreich bleibt, wie es derzeit dasteht. Als Heimatministerium setzen wir uns dafür ein, dass Sie als Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen, wenn es um die regionale Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in ganz Baden-Württemberg geht.

Ministerin Marion Gentges MdL führt das Ministerium seit 2026. Ebenfalls seit 2026 ist Frau Sarah Schweizer MdL die Staatssekretärin. Herr Ministerialdirektor Knut Tropf ist seit 2026 der Amtschef.

Zu den Fachthemen:

Landwirtschaft
Natürlich aus der Region

Unserer Landwirtschaft kommen grundlegende Aufgaben und eine zentrale Bedeutung für unsere Lebensmittelversorgung, die Pflege der Kulturlandschaft und den Schutz von Natur und Ressourcen zu. Im Mittelpunkt stehen regionale Lebensmittel und die Frage, wie Landwirtschaft wirtschaftlich erfolgreich und zugleich umwelt- und klimaverträglich betrieben werden kann. Dabei geht es unter anderem um ökologischen Landbau, einen umweltverträglichen Pflanzenbau und die Auswirkungen des Klimawandels auf landwirtschaftliche Betriebe.

Auch moderne Technik spielt eine Rolle: Digitale Anwendungen sollen beispielsweise helfen, Betriebsmittel gezielter einzusetzen, Ressourcen zu schonen und die Arbeit zu erleichtern. Weitere Schwerpunkte sind der Garten-, Obst- und Weinbau, einschließlich der besonderen Bedeutung des Weinbaus für Landschaft und regionale Wirtschaft.

Außerdem gehören Themen wie gentechnikfreie Landwirtschaft, Tierwohl, regionale Vermarktung, Bildung und ehrenamtliches Engagement zu den Aufgaben des Mnisteriums. Ergänzend finden sich Informationen zu Urlaub auf dem Bauernhof und zu Feldrandschildern, die erklären, was auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut und gemacht wird.

Wald und Naturerlebnis

Baden-Württemberg ist stark vom Wald geprägt: Fast 40 Prozent der Landesfläche sind bewaldet. Der Wald liefert Holz, bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum, schützt Boden und Wasser und ist ein wichtiger Ort für Erholung. Gleichzeitig steht er durch Hitze, Trockenheit, Stürme, Waldbrände und Schädlinge unter zunehmendem Druck. Deshalb geht es um eine naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung, die unterschiedliche Interessen miteinander verbindet.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 mit Zielen für Klimaschutz, Walderhalt, Artenvielfalt, Erholung und die Nutzung von Holz. Auch die Aufgaben der Landesforstverwaltung sowie die Bewirtschaftung des Staatswaldes werden erläutert. Hinzu kommen Informationen über nachhaltige Holznutzung und Holzbau.

Für Naturfreunde gibt es Hinweise zu Wander- und Radwegen, Naturparks und besonderen Schutzgebieten. Weitere Themen sind Wildtiere und Jagd, die Rückkehr des Luchses, der Schutz des Auerhuhns sowie Regeln für einen rücksichtsvollen Umgang mit dem Wald.

Der Ländliche Raum und Heimat
Stark in der Fläche - Hohe Lebensqualität und Wirtschaftskraft

Im Ländlichen Raum leben rund ein Drittel der Menschen in Baden-Württemberg. Er ist geprägt von Dörfern und Kleinstädten, Landwirtschaft, mittelständischen Unternehmen, Natur und einem starken ehrenamtlichen Engagement. Gleichzeitig stehen die Regionen vor Herausforderungen wie dem demografischen und wirtschaftlichen Wandel, Klimawandel, Digitalisierung, fehlender Nahversorgung sowie Fragen der Mobilität, Gesundheitsversorgung und Bildung. Ein Schwerpunkt liegt deshalb auf der Stärkung der Lebensqualität und der wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort. Dazu gehören verschiedene Förderprogramme für Gemeinden, Unternehmen und Projekte sowie die Flurneuordnung, mit der Flächen neu geordnet und Landwirtschaft, Infrastruktur und Naturschutz besser miteinander verbunden werden können.

Die Gesamtstrategie für den Ländlichen Raum beschäftigt sich mit gleichwertigen Lebensverhältnissen zwischen Stadt und Land. Weitere Themen sind innovative Modellprojekte, Baukultur, regionale Kultur und Dialekte sowie das Kulturerbe der Deutschen im östlichen Europa. Auch erneuerbare Energien wie Biogas und die Zukunftsfähigkeit ländlicher Unternehmen spielen eine Rolle.

Biodiversität und Landnutzung

Biodiversität bedeutet die Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Landwirtschaft, weil große Teile Baden-Württembergs landwirtschaftlich genutzt werden. Auf den Seiten geht es darum, wie Landwirtschaft und Naturschutz miteinander verbunden werden können. Ein Schwerpunkt ist das Biodiversitätsstärkungsgesetz mit Maßnahmen für mehr Artenvielfalt, den Ausbau des ökologischen Landbaus und den Schutz landwirtschaftlicher Flächen. Vorgestellt werden außerdem Demonstrationsbetriebe, auf denen beispielsweise neue Methoden zur Förderung der Artenvielfalt und zur Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes erprobt werden.

Das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt umfasst Projekte in Landwirtschaft und Forst, unter anderem zum Schutz von Insekten und zur Förderung artenreicher Lebensräume. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Erhalt von Streuobstwiesen, die wichtige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sind.

Außerdem finden sich Informationen zu Biodiversitätsnetzwerken, Fördermöglichkeiten, Beratungsangeboten, Veranstaltungen sowie zu Biodiversitätspfaden, auf denen Bürgerinnen und Bürger die heimische Artenvielfalt kennenlernen können.

Nachwachsende Rohstoffe und Innovation – Wertschöpfung mit Zukunft

Nachwachsende Rohstoffe sollen dabei helfen, von einer Wirtschaft wegzukommen, die stark auf fossilen Rohstoffen basiert, und stattdessen stärker auf erneuerbare und kreislauforientierte Lösungen zu setzen. Gemeint sind land- und forstwirtschaftliche Produkte und Nebenprodukte, die nicht als Lebensmittel oder Futtermittel verwendet werden. Sie können beispielsweise für Baustoffe, Möbel, Textilien, Papier, Werkstoffe, Schmierstoffe, Kosmetik und Produkte der chemischen Industrie eingesetzt werden. Auch als Energieträger spielen sie eine Rolle, etwa bei der Erzeugung von Wärme, Strom und Kraftstoffen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Biogas. Dabei soll künftig stärker auf Reststoffe und Bioabfälle statt auf eigens angebaute Rohstoffe gesetzt werden. Die Verbindung von Biogas mit Wind- und Solarenergie bietet weitere Möglichkeiten für die Energiewende. Für den Ländlichen Raum können nachwachsende Rohstoffe außerdem neue Einkommensmöglichkeiten schaffen und regionale Wertschöpfung stärken.

Gesundheitlicher Verbraucherschutz

Beim gesundheitlichen Verbraucherschutz geht es vor allem darum, dass Lebensmittel, Trinkwasser und andere Produkte, die mit Menschen in Kontakt kommen, sicher sind und keine gesundheitlichen Gefahren darstellen. Ein Schwerpunkt ist die Lebensmittelkontrolle entlang der gesamten Kette – vom landwirtschaftlichen Betrieb bis zum Verkauf. Kontrolliert werden unter anderem Qualität, Kennzeichnung und mögliche gesundheitliche Risiken. Auch Kosmetika, Bedarfsgegenstände und Tabakerzeugnisse werden auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben überprüft.

Beim Trinkwasser gelten besonders strenge Anforderungen: Es muss sauber, gesundheitlich unbedenklich und zum Trinken geeignet sein. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gibt es außerdem öffentliche Warnungen zu möglicherweise gefährlichen oder falsch gekennzeichneten Lebensmitteln, Futtermitteln, Kosmetika und anderen Produkten.

Ein weiterer Bereich ist die Kontrolle von Bio-Lebensmitteln, bei der überprüft wird, ob tatsächlich Bio enthalten ist, wenn es auf der Verpackung angegeben wird. Auch Futtermittel werden kontrolliert, da ihre Qualität und Sicherheit unmittelbar mit der Gesundheit von Tieren und damit auch mit der Qualität tierischer Lebensmittel zusammenhängen.

Ernährung
Nachhaltig und genussvoll

Im Mittelpunkt steht eine Ernährung, die gesund, ausgewogen, genussvoll und nachhaltig ist. Dabei geht es um die Wertschätzung von Lebensmitteln, regionale und saisonale Produkte sowie einen bewussten Umgang mit Lebensmittelverschwendung. Die Ernährungsstrategie Baden-Württemberg bildet dafür den Rahmen und umfasst neun Leitsätze, die unter anderem Ernährungsbildung, regionale Wertschöpfung und eine nachhaltige Außer-Haus-Verpflegung betreffen.

Ein großer Bereich ist die Gemeinschaftsverpflegung in Kitas, Schulen, Kantinen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Für Kinder gibt es Angebote zur Ernährungsbildung sowie das EU-Schulprogramm mit regelmäßigem Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten. Auch Familien, Erwachsene und ältere Menschen finden Informationen und Angebote für eine gesundheitsfördernde Ernährung im Alltag. Dazu gehören beispielsweise Ernährungstage, Workshops und Projekte für Menschen mit kleinem Budget.

Weitere Themen sind regionale Lebensmittel, Bio-Produkte, nachhaltiger Konsum und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Außerdem werden Informationen zur Ernährungsvorsorge für Versorgungskrisen sowie Veranstaltungen und aktuelle Projekte rund um Ernährung vorgestellt.

Tierschutz und Tiergesundheit

Im Mittelpunkt stehen der Schutz und das Wohl von Tieren sowie die Gesundheit von Nutz- und Heimtieren. Beim Tierschutz geht es um eine artgerechte Haltung, Ernährung und Pflege sowie um den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren – von Nutztieren über Hunde und Katzen bis hin zu Tieren, die für Sport, Veranstaltungen oder Tierversuche eingesetzt werden. Auch Tiertransporte, Schlachtung und die Kennzeichnung der Haltungsbedingungen werden behandelt. Für Tierheime und Tierschutzvereine gibt es Informationen zu ihrer Arbeit und zur Förderung.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Tiergesundheit. Dazu gehören die Vorbeugung und Bekämpfung von Tierkrankheiten und Tierseuchen wie der Afrikanischen Schweinepest, Vogelgrippe oder Blauzungenkrankheit. Impfungen, Hygiene und andere Maßnahmen sollen verhindern, dass sich Krankheiten ausbreiten. Auch Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können, spielen eine wichtige Rolle. Weitere Themen sind der verantwortungsvolle Einsatz von Tierarzneimitteln und Antibiotika sowie die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Tieren.