Ländlicher Raum

Kulturlandschaftsrat stärkt Landwirtschaft durch Dialog

Ministerin Marion Gentges MdL: „Mit dem Kulturlandschaftsrat wollen wir der Landwirtschaft in Baden-Württemberg eine Stimme geben und Brücken bauen.“

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Der Albtrauf

„Eine starke Landwirtschaft sichert nicht nur unsere Lebensmittelversorgung. Sie erhält auch unsere einzigartige Kulturlandschaft und stärkt den ländlichen Raum. Im Kulturlandschaftsrat bringen wir unterschiedliche Perspektiven zusammen, um Lösungen für die Herausforderungen von heute und morgen zu finden. Dafür brauchen wir einen offenen Dialog, faire wirtschaftliche Bedingungen und gemeinsame Verantwortung.“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL am Montag (2. November) in Stuttgart anlässlich der zweiten Sitzung des Kulturlandschaftsrates.

Krisen zeigen die Bedeutung einer starken Landwirtschaft

Geopolitische Konflikte, unterbrochene Lieferketten, anhaltende Trockenheit und steigende Produktionskosten stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Ernteausfälle und sinkende Erzeugerpreise bringen viele Betriebe zusätzlich unter Druck. Der Kulturlandschaftsrat leistet einen Beitrag dazu, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsam Lösungen für die Zukunft der Landwirtschaft in Baden-Württemberg zu entwickeln. Das Treffen vereint Vertreterinnen und Vertreter aus Gesellschaft und Landwirtschaft sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

„Der Austausch hilft, unterschiedliche Interessen besser zu verstehen und tragfähige Kompromisse zu entwickeln. So soll eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft in Baden-Württemberg gestärkt werden“, sagte Ministerin Marion Gentges MdL.

Für die vertiefte Arbeit an konkreten Themen hat der Kulturlandschaftsrat zwei Beiräte eingerichtet. Der Marktbeirat beobachtet die Preisentwicklung und die Bedingungen entlang der Lebensmittelkette. Zudem begleitet er die Umsetzung der Vereinbarungen aus dem Strategiedialog Landwirtschaft. Er setzt sich für faire Bedingungen für die Erzeuger und verlässliche Partnerschaften zwischen Landwirtschaft, Handel und weiteren Beteiligten ein.

Der Beirat ‚Nachhaltige Landwirtschaft und Ökosystemdienstleistungen‘ beschäftigt sich damit, wie die Landwirtschaft nachhaltiger und zugleich zukunftsfähig wirtschaften kann. Dabei bringt er unterschiedliche Interessen zusammen und sucht nach Lösungen, die ökologische und wirtschaftliche Anforderungen berücksichtigen.

Studie untersucht Krisenfestigkeit von Betrieben

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung des Kulturlandschaftsrats war die betriebliche Nachhaltigkeit. Die Universität Hohenheim ist damit beauftragt zu untersuchen, welche landwirtschaftlichen Betriebe besonders gut mit Krisen umgehen können und stellte die ersten Ergebnisse des Projekts in der Sitzung des Kulturlandschaftsrats vor. Das Projekt soll Erkenntnisse darüber liefern, welche Rolle vielfältige Betriebszweige, Digitalisierung und regionale Zusammenarbeit in Bezug auf die Resilienz landwirtschaftlicher Betriebe spielen. Ziel ist es dadurch die Widerstandsfähigkeit und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Betriebe zu stärken.

Ministerin Marion Gentges MdL dankte den ehrenamtlichen Mitgliedern des Kulturlandschaftsrats für ihren Einsatz und ihre fachliche Expertise. Ihr Engagement sei entscheidend, um die wertvolle Kulturlandschaft Baden-Württembegrs zu erhalten. „Eine starke Landwirtschaft braucht mehr als gute Ideen. Sie braucht faire wirtschaftliche Bedingungen, gesellschaftliche Anerkennung und Menschen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Ich danke allen Mitgliedern des Kulturlandschaftsrats, dass sie sich mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement für die Zukunft unserer Landwirtschaft einsetzen“, so die Ministerin abschließend.