„Baden-Württemberg zeichnet sich durch seine vielfältige Kulturlandschaft aus. Ein fester Bestandteil davon sind unsere heimischen Streuobstwiesen. Sie prägen das Landschaftsbild, liefern vitaminreiche Früchte und leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt. Streuobst und das Handwerk der Brenner gehören in Baden-Württemberg eng zusammen. Unsere Brennereien veredeln Obst zu hochwertigen Obstbränden und tragen damit maßgeblich zum Erhalt der Streuobstwiesen und unserer Kulturlandschaft bei“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL am Samstag (3. Oktober) anlässlich der Eröffnung der Brennsaison 2026.
Brennsaison 2026 eröffnet: Land würdigt Beitrag der Klein- und Obstbrenner
Der Tag des Obstbrandes markiert den Start in die Brennsaison 2026 und würdigt die Bedeutung der Klein- und Obstbrennereien in Baden-Württemberg. Der ‚Tag des Obstbrandes‘ findet jährlich am 2. Oktober statt und wurde erstmals im Jahr 2025 durch den Bundesverband der Deutschen Klein- und Obstbrenner e. V. zusammen mit einer Destillerie aus dem Schwarzwald ausgerufen. Im März 2025 wurde die handwerkliche Brennkunst durch die UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt.
Der bundesweite Tag des Obstbrandes soll die Kunst der Obstbrennerei, das damit verbundene handwerkliche Wissen sowie regionale Obstbrandspezialitäten stärker sichtbar machen. Ebenso würdigt der Aktionstag die Menschen hinter den Produkten, die ihr Wissen und Können häufig über Generationen hinweg bewahren und weitergeben. Der Termin liegt daher bewusst am Beginn der Brennsaison.
Beim Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart gab der Landesverband der Klein- und Obstbrenner Nord-Württemberg e. V. gemeinsam mit Ministerin Marion Gentges MdL den Startschuss für die neue Brennsaison. Der Verband vertritt rund 1.300 Mitglieder und steht damit für eine lange Tradition des Brennens und der regionalen Verarbeitung von Obst. Die Branche der Brenner verbindet zunehmend Tradition mit neuen Ideen.
Das zeigt das Projekt ‚Regionale Cocktails aus Baden-Württemberg – Kulturerbe und Natur im Einklang‘ eindrucksvoll, das der Verband gemeinsam mit Badens Brenner e.V. und dem Verband der Klein- und Obstbrenner Südwürttemberg-Hohenzollern e.V. durchführt. Dabei sollen regionale Edelbrände und weitere heimische Zutaten neu interpretiert und für eine moderne Genusskultur zugänglich gemacht werden. „Solche Projekte zeigen eindrucksvoll, dass regionale Produkte nicht nur Tradition bewahren, sondern auch neue Zielgruppen erreichen und neue Wertschöpfungsmöglichkeiten im Ländlichen Raum eröffnen können“, so die Ministerin.
Die regionale Herkunft und Qualität der Produkte spielt eine immer wichtigere Rolle. Die Regionalkampagne ‚Natürlich.Von Daheim‘ und das Qualitätszeichen Baden-Württemberg tragen dazu bei, auf regionale Produkte von bester Qualität hinzuweisen. Dadurch werden regionale Erzeugnisse sichtbar und die Wertschöpfung wird nachhaltig gestärkt. „Obstbrände sind eng mit ihrer Herkunft verbunden und stehen für Qualität, kurze Transportwege und die Vielfalt regionaler Genuss- und Kulturlandschaften“, so die Ministerin.


