Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die sich aus Persönlichkeiten zusammensetzt, die vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, der Künstlergilde e.V. Esslingen und den donauschwäbischen Landsmannschaften beziehungsweise von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland benannt werden.
Der Preis wird in erster Linie an donauschwäbische bzw. russlanddeutsche Kulturschaffende verliehen, deren Werk das Kulturgut der Donauschwaben repräsentiert. Der Preis kann auch an Kulturschaffende verliehen werden, die der donauschwäbischen Kultur verbunden sind und dazu beitragen, die Kultur und Geschichte der Donauschwaben in der Bundesrepublik Deutschland und in den Herkunftsgebieten zu vermitteln.
Russlanddeutscher Kulturpreis 2026
Am 13.07.2026 hat die Jury entschieden:
Mit dem HAUPTPREIS des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg 2026 wird der Verein Bürger aktiv Lahr e. V. für das Buchprojekt „Doppelte Heimat. Aus dem Leben der Russlanddeutschen im Raum Lahr“ ausgezeichnet. Der Hauptpreis ist mit 5.000 Euro dotiert.
Einen FÖRDERPREIS erhält das Projekt „Museum to go: Bus der Habseligkeiten“ – Ulla Hocker, Eugenia Jäger, Eva Pantke-Ehlers, Angelika Schindler und Helen Schindler.
Einen weiteren FÖRDERPREIS erhält Lena Wolf, Autorin der autobiografischen Graphic Novel „Möge die Welt dein Zuhause sein! Eine deutsche Geschichte aus Kasachstan“.
Die Förderpreise sind jeweils mit 2.500 Euro dotiert.
Donauschwäbischer Kulturpreis 2025
Am 7. November 2025 wurde der Donauschwäbische Kulturpreis des Jahres 2025 verliehen. Hierfür wurde der Preis für den Bereich der Kulturvermittlung in Literatur, Musik, Bildender Kunst, Darstellender Kunst und Medien ausgeschrieben. Ausgezeichnet wurde das Werk und Wirken von Personen, die Kultur schaffen oder vermitteln und so die donauschwäbische Kultur bis heute im In- und Ausland lebendig halten.
Hauptpreisträger des Donauschwäbischen Kulturpreises 2025 war Prof. Dr. Anton Sterbling, der 1975 aus Rumänien nach Deutschland ausreiste. Er hat ein umfangreiches und vielseitiges Werk, sowohl im literarischen sowie auch im wissenschaftlichen Sinne, vorgelegt. Neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer ist er Autor und Herausgeber von Sammelbänden.
Der Förderpreis ging an Frau Denise Schillinger. Sie ist die Enkelin von Donauschwaben aus Ungarn und hat unter dem Pseudonym „Pia Varjas“ ihren ersten Roman „Wer braucht schon Ribisel?“ veröffentlicht.
Der ungarndeutsche Journalist Johann Schuth erhielt die Ehrengabe. Er engagiert sich seit mehr als 55 Jahren in der ungarndeutschen Kulturszene. Er gehört dabei zu den bekanntesten und angesehensten Journalisten seiner Volksgruppe, organisiert Lesungen, und Ausstellungen im In- und Ausland und veröffentlicht Publikationen in den Bereichen Literatur, Bildende Kunst, Kulturgeschichte und Wissenschaft.
Der Hauptpreis des Donauschwäbischen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg ist mit 5.000 Euro dotiert, der Förderpreis und die Ehrengabe mit jeweils 2.500 Euro.
Die nächste Ausschreibung des Donauschwäbischen Kulturpreises wird im Frühjahr 2027 erfolgen.
Russlanddeutscher Kulturpreis 2024
Im Jahr 2024 hat das Land Baden-Württemberg den Russlanddeutschen Kulturpreis für den Bereich „Belletristik, Sachbuch, Journalismus und Publizistik“ vergeben. Die Festveranstaltung zur Verleihung des Russlanddeutschen Kulturpreises 2024 fand am 29. November 2024 im Innenministerium statt.
Den Hauptpreis in Höhe von 5.000 Euro erhielt Irene Langemann für ihren Roman „Das Gedächtnis der Töchter“. Der Roman beleuchtet eindrucksvoll die Geschichten mehrerer Generationen von Frauen einer russlanddeutschen Familie, die unter dem Einfluss politischer Umwälzungen, familiärer Tragödien, Hoffnungen und Überlebenswillen stehen.
Der junge Autor, Verleger und Herausgeber Reik Kneisel wurde für den Förderpreises in Höhe von 2.500 Euro ausgewählt. Sein Engagement in mehreren Bereichen spiegelt sich in der Gründung eines Verlagshauses wider, dasdie kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt in den Vordergrund stellt und jungen Talenten eine Plattform bietet. Das von ihm herausgegebene Onlinemagazin „Polylux“ steht für eine interdisziplinäre und weltoffene Ausrichtung. Seine Lyrik beeindruckt durch ihre sprachliche Reife und thematische Vielschichtigkeit.
Nina Paulsen erhielt die Ehrengabe in Höhe von 2.500 Euro. Hierdurch würdigte das Land eine herausragende Persönlichkeit, die sich durch jahrzehntelanges journalistisches, literaturkritisches und publizistisches Engagement in besonderem Maße um die Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen verdient gemacht hat. Besonders hervorzuheben ist ihr unschätzbarer Beitrag zur Erforschung und Popularisierung der russlanddeutschen Literatur.
Donauschwäbischer Kulturpreis 2023
Im Frühjahr 2023 erfolgte zum 41. Mal die Ausschreibung des Donauschwäbischen Kulturpreises.
Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an Dr. Éva Gerner, die zu den bekanntesten und angesehensten Journalistinnen ihrer Volksgruppe in Ungarn zählt. Sie ist unter anderem in Rundfunk und Fernsehen tätig und setzt sich für die Bewahrung und Neubelebung der Volkskultur, die Minderheitenpolitik, die Ungarndeutschen und Europa sowie die Kinder- und Jugendarbeit ein.
Den mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis erhielt die Ungarndeutsche Krisztina Arnold. Sie ist journalistisch in Printmedien, Rundfunk und Fernsehen tätig, verfasst Kurzgeschichten und Gedichte und widmet sich gleichzeitig dem Musizieren und Singen ungarndeutscher Volksmusik.
Die in gleicher Höhe dotierte Ehrengabe ging an Stjepan A. Seder, der sich seit Anfang der 1980er Jahre für den Erhalt und die Pflege des deutschen Kulturguts im heutigen Serbien einsetzt. In diesem Rahmen veröffentlichte er zahlreiche Schriften, Bücher sowie Filme und initiierte die zweisprachige Zeitschrift „Fenster“.
Die Festveranstaltung zur Verleihung des Donauschwäbischen Kulturpreises 2023 fand am 17. November 2023 im Konferenzsaal des Innenministeriums statt.
Weiterführende Informationen
Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
