Wildtiere und Jagd

Waldumbau und Jagd

Die klimawandelbedingten Veränderungen des Waldes und der damit erforderliche Waldumbau stellen Forstwirtschaft und Jagd vor eine große, gemeinsame Aufgabe.

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Wildtiere und Jagd

Waldumbau und Jagd

Die Anpassung der Wälder an die Folgen des Klimawandels stellt Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter sowie Jägerinnen und Jäger vor große Herausforderungen. Für eine zukunftsfähige neue Waldgeneration spielen auch der Einfluss von Schalenwild und die Rolle der Jagd eine wichtige Rolle. Um den Wald mit seinen lebensnotwendigen Funktionen für zukünftige Generationen zu erhalten, müssen jetzt alle betroffenen Akteure gemeinsam aktiv werden.

Im Wildtierportal finden Sie Informationen, Hilfestellungen und Praxishilfen rund um den Themenbereich Waldumbau und Jagd.

Jagdgenossenschaften

Die Aufgaben der Jagdverwaltung haben in den vergangenen Jahren zugenommen und stellen die Jagdgenossenschaften, Eigenjagdbesitzer, wie auch Städte und Gemeinden vor besondere Herausforderungen. Klimawandelbedingte Schäden in der Land- und Forstwirtschaft, der Umbau unserer Wälder, Trockenheit oder Schadorganismen sowie der Besucher- und Freizeitdruck in der Kulturlandschaft müssen mit den Interessen der Grundeigentümer und der Jägerschaft in Einklang gebracht werden. 

Rehwildbewirtschaftung ohne behördlichen Abschussplan

In Baden-Württemberg entscheiden Verpächterinnen und Verpächter im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gemeinsam darüber, wie das Rehwild in ihrem Jagdrevier bewirtschaftet werden soll. Sie tragen die gemeinsame Verantwortung für die Rehwildbewirtschaftung einschließlich der Kontrolle des Rehwild-Abschusses. Die Rehwildbewirtschaftung ohne behördlichen Abschlussplan (RobA) löste damit die Festsetzung der Abschusshöhe von behördlicher Seite aus dem Jahr 2026 ab und trägt damit dazu bei, dass sich Verpächterinnen und Verpächter und Pächterinnen und Pächter von Jagdrevieren vor Ort selbst über ihre Ziele verständigen und dient zudem der Entbürokratisierung.

Forstliche Gutachten

Eine artenreiche, vitale Naturverjüngung ist Grundvoraussetzung für die Anpassung unserer Wälder hin zu klimastabilen Mischwäldern. Der Verbiss durch Wildtiere an jungen Bäumen kann sich negativ auf die Entwicklung der Naturverjüngung auswirken und damit die waldbaulichen Verjüngungsziele gefährden. Um regelmäßig zu überprüfen, wie Wildverbiss sich auf die Verjüngungsziele im Wald auswirkt, wurde 1983 das Forstliche Gutachten eingeführt. Es ist in Baden-Württemberg das zentrale Instrument, um den Einfluss des Schalenwilds auf die Naturverjüngung und die Erreichbarkeit waldbaulicher Ziele auf Ebene der Jagdreviere einzuschätzen.