„Das Zukunftsforum Oberkochen ist nicht nur ein modernes Holzbauprojekt in zirkulärer, nachhaltiger Bauweise, sondern auch innovative Ideenschmiede. In seinem Inneren sollen zukunftsgerichtete Ideen zum Werkstoff Holz oder anderen nachwachsenden Rohstoffen entwickelt werden. Damit sollen die regionale Wirtschaft und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Innovation gestärkt werden. Die Region Ostwürttemberg hält mit ihrer Nähe zu Industrie und Forschungseinrichtungen, verbreitetem Tüftlergeist und hohem Holzaufkommen ideale Voraussetzungen bereit. Das Zukunftsforum wird deshalb mit 7,5 Millionen Euro gefördert“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL am Donnerstag (23. Juli) in Stuttgart anlässlich der Übergabe des Bewilligungsbescheides an die Stadt Oberkochen.
Ostwürttemberg ist eine wirtschaftlich dynamische Region. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Netzwerk der Forst- und Holzwirtschaft. Die Stadt Oberkochen verfügt mit einem Waldanteil von 75 Prozent der Gemarkungsfläche über eine der höchsten Walddichten in Baden-Württemberg. Damit finden sich in Oberkochen und der umgebenden Region beste Standortbedingungen für das Zukunftsforum mit den thematischen Schwerpunkten innovativer Holzbau, Bioökonomie und Green Tech.
„Klimawandel, Ressourcenknappheit sowie die Digitalisierung verändern Produktions-, Planungs- und Bauprozesse. Der Baustoff Holz aus unseren heimischen Wäldern gibt uns die Chance, hier autarker zu werden. Das Zukunftsforum soll die Branche weiter stärken, indem Innovationen und Wissenstransfer aktiv unterstützt werden“, so die Ministerin.
In der Region wird die gesamte Wertschöpfungskette im Cluster Forst und Holz erfolgreich umgesetzt. Das Zukunftsforum Oberkochen soll bereits während der Bauphase im Rahmen von Baustellenführungen und Fachveranstaltungen zugänglich sein, sodass die Entstehung dieses innovativen Gebäudes erlebbar werden kann. Nach Fertigstellung soll das Zukunftsforum als Wissens- und Transferzentrum dienen. Um dieses Ziel zu erreichen sind Veranstaltungen, Weiterbildungen, Workshops und Innovationsprojekte in Kooperation mit regionalen Partnern geplant. Sie stehen sowohl der breiten Öffentlichkeit als auch dem Fachpublikum offen. In dem Gebäude entstehen außerdem Bereiche für Ausstellungen, Arbeitsflächen, Makerspaces, Werkstätten und Labore. Begleitend finden Netzwerkaktivitäten statt, um den Wissenstransfer und die Verstetigung der Projektergebnisse in der Region zu unterstützen.
Das Zukunftsforum Oberkochen wird insgesamt mit 7,5 Millionen Euro gefördert. Dabei stammen 5 Millionen Euro aus dem Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie 2,5 Millionen Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR).
Hintergrundinformationen
Der EFRE ist ein Strukturfonds der Europäischen Union. Ziel des Fonds ist es, den wirtschaftlichen, territorialen und sozialen Zusammenhalt innerhalb der EU zu fördern (Kohäsion) und zu Beschäftigung und Wachstum in der gesamten EU beizutragen. Im EFRE-Programm Baden-Württemberg 2021-2027 stehen rund 279 Mio. Euro zur Verfügung.
30 Prozent dieses Programmvolumens fließen in die Förderlinie RegioWIN 2030 - „Regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit“.
Weitere Informationen finden Sie auf folgender Homepage: https://efre-bw.de/,Lde/Startseite/EFRE+2021-2027/RegioWIN+2030
Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist das zentrale Förderprogramm der Landesregierung zur integrierten Strukturentwicklung von Städten und Gemeinden im Ländlichen Raum. In den vier Förderschwerpunkten Innenentwicklung/Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen können sowohl kommunale als auch private Investitionen mit Zuschüssen gefördert werden. Mit dem ELR können zudem aus dem EFRE Baden-Württemberg finanzierte Projekte landesseitig kofinanziert werden.
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