Landwirtschaft

Ministerin Gentges informiert sich am Bodensee

Ministerin Marion Gentges MdL: „Heimischer Fisch hat eine Zukunft – wir unterstützen Klimaanpassung und regionale Fischzucht“

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Fische im Bodensee

Hitze- und Dürreperioden unterstreichen, wie essenziell naturbasierte, vorausschauende Anpassungsmaßnahmen sind, um unsere einzigartige Fischwelt gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Das Land fördert seit vielen Jahren die angewandte Forschung zur Anpassung unserer Fischerei an den fortschreitenden Klimawandel, der ganz besonders unsere Gewässer und Aquakulturen betrifft“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL am Freitag (7. August) anlässlich eines Besuchs der Fischereiforschungsstelle des Landes in Langenargen.

Ministerin Marion Gentges informierte sich an der Fischereiforschungsstelle in Langenargen über aktuelle Forschungsergebnisse zur Anpassung der baden-württembergischen Gewässer und der Fischerei an den Klimawandel. Prof. Dr. Brinker von der Fischereiforschungsstelle hob in seinen Ausführungen hervor, dass Fische aus der Binnenfischerei, der regionalen Aquakultur und der Angelfischerei einen konkurrenzlos guten ökologischen Fußabdruck aufweisen und gleichzeitig schmackhaft und gesund sind. Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels sind naturbasierte, vorausschauende Schutzmaßnahmen heute unverzichtbar, um Fischbestände nachhaltig zu sichern und negative Auswirkungen auf besonders betroffene Arten und Nutzungen zu mindern, etwa für die bei uns besonders wichtigen kälteliebenden Forellen in freien Gewässern sowie auf Fischzuchten.

„Wichtig ist, die eingeschlagenen Wege im Gewässer- und Fischschutz konsequent weiter zu gehen und gleichzeitig neue Lösungsansätze zu erarbeiten.

Die Fischereiforschungsstelle geht hier mit der praxisorientierten Entwicklung und Evaluierung von Anpassungsstrategien, zum Beispiel gegenüber klimawandelbegünstigten Fischkrankheiten, in vorbildlicher Weise voran“, betonte Ministerin Gentges.

Zukunftsorientierte Fischerei und Fischproduktion

Im Anschluss besuchte Ministerin Gentges den Fischereibetrieb Fritz und Martin Meichle GbR in Hagnau. Martin Meichle, der in der 13. Generation das traditionelle Handwerk des Bodenseefischers ausübt, steht wie viele Berufsfischer am Bodensee vor großen Herausforderungen: wenig Nährstoffe im See, steigende Kormoranbestände, Klimawandel und invasive Arten bedrohen die Fischbestände. Dennoch lässt sich Martin Meichle nicht entmutigen und investiert etwa in die Vermarktung.

„Den Geist, den ich heute hier im Betrieb Meichle erlebe – in und aus der Tradition heraus Neues zu denken und sich den Herausforderungen einer sich wandelnden Welt zu stellen – hat uns in Baden-Württemberg schon immer ausgezeichnet. So wird auch der heimische Fisch eine Zukunft haben. Wir werden dies nach Kräften unterstützen“, so Ministerin Gentges.

Mit ihrem Besuch unterstreicht die Ministerin die Bedeutung einer zukunftsfähigen, klimaresilienten und regional verwurzelten Fischereiwirtschaft in Baden-Württemberg – sowohl für den Erhalt der biologischen Vielfalt als auch für die Versorgung mit hochwertigen, nachhaltigen Lebensmitteln.