Biodiversitäts-Mappe
Wir haben für Sie ein pdf-Dokument mit nützlichen Links rund um das Thema Biodiversität zusammengestellt.
Die Biodiversitäts-Mappe richtet sich gezielt an die Kolleginnen und Kollegen, die an den ULBen für die Umsetzung der Ziele des Biodiversitätsstärkungsgesetzes tätig sind.
Sie finden hier Adressen von Projekten, Netzwerken, Anlaufstellen in der Landwirtschaftsverwaltung und in der Wissenschaft, nützliche Dienste bzw. Softwarelösungen sowie eine Sammlung an Seiten mit Hinweisen auf Veranstaltungen im Bereich Biodiversität.
Blühflächen und Biodiversitätspfade
Sie finden in Baden-Württemberg extra ausgewiesene Biodiversitätspfade. Schauen Sie selbst und genießen Sie die biologische Vielfalt Baden-Württembergs. Mehr
Veranstaltungen
- Fachberatertagung „Direktvermarktung im Ökolandbau“ am 9. Juni bis 10. Juni 2026 in 36093 Künzell-Loheland, mehr Infos unter, Anmeldeschluss: 4. Mai 2026
- Online-Veranstaltung „Update Projekte BiodivNetzBW“ am 7. Mai 2026 mit einem Update zum Projekt „BiodivAckerII“, von der Uni Freiburg mit Vorstellung/Update der Projekte AGRI4POL, RestPoll und BeLADiÖ bzw. Vorstellung Zusatznutzen Bestäuber freundliche Maßnahmen sowie der Bodenseestiftung mit einer Vorstellung/Update zu BEA BW
Weitere Informationen finden Sie hier. - Online-Veranstaltung Ackerbau verstehen- Ackerwildkräuter erhalten am 13. Mai 2026
- Feldtag „Biodiversität in der Landwirtschaft“ auf dem Betrieb Häußermann am 18. Mai 2026 ab 14:00 Uhr in 71397 Leutenbach
- 12. Gemeinsame Dienstbesprechung der Naturschutzverwaltung und der Landwirtschaftsverwaltung am 21. Mai 2026 in Stuttgart
- Online-Seminar "Marketing für deinen Hof – entwickle deinen Plan fürs zweite Halbjahr 2026" am 21. Mai und 28. Mai 2026, Anmeldeschluss: 18. Mai 2026
- Praxis-Workshop "Schlachtung auf dem Herkunftsbetrieb: Der Kugelschuss auf der Weide" am 22. Mai 2026 in 86650 Wemding, Anmeldeschluss: 20. Mai 2026
- 2. Ackerwildkrautwettbewerb im Landkreis Konstanz– alle dortigen Betriebe mit geeigneten Flächen können sich bis zum 31. Mai 2026 für den Wettbewerb anmelden.
- Landesweite Förderung des Baumschnittes auf Streuobstwiesen, Anmeldefrist 15. Juni 2026
- Fachberatertagung „Ökologische Milchviehhaltung“ am 17. Juni bis 18. Juni 2026 in 8952 Gumpenstein (Österreich), mit Zusatzangebot: Exkursion zu Betrieben im Bezirk Liezen am 16. Juni 2026 in 8962 Gröbming (Österreich), Anmeldeschluss 13. Mai 2026
- Feldtag „Biodiversität in der Landwirtschaft“ auf dem Betrieb Hofgut Tachenhausen am 18. Juni 2026 ab 17:00 Uhr in 72644 Oberboihingen
- Online-Veranstaltung „Honorierung von Ökosystemleistungen in der EU – Carbon Credits & Nature Credits“ am 18. Juni 2026 von 10:00 bis 12:00 Uhr
- Feldtag „Biodiversität in der Landwirtschaft“ auf dem Betrieb Bartenbach/Zibold am 19. Juni 2026 ab 19:00 Uhr in 71706 Markgröningen-Unterriexingen
- Treffen des BiodivNetzes am 21. Juni 2026 auf dem Betrieb Jürgen Schell in Reilingen
- Gemeinsam zum Zickensommer - Transferbesuch und Wissensaustausch zur regionalen Wertschöpfung mit Schafen und Ziegen am 22. bis 23. Juni 2026 Region Spessart
- Betriebsentwicklung: Soziale Landwirtschaft im (Bio)-Betrieb professionell aufbauen am 23. Juni bis 24. Juni 2026 in 99428 Holzdorf/Weimar, Anmeldeschluss: 29. Mai 2026
- Feldtag „Biodiversität in der Landwirtschaft“ auf dem Betrieb Zimmermann am 25. Juni 2026 ab 18:00 Uhr in 71126 Gäufelden
- Arbeitsgemeinschaft Dr. Stefan Meyer & Dipl.-Biol. Wolfgang Subal: Ackerwildkrautwanderung in der Terrassenlandschaft bei Freinhausen, Termin und Treffpunkt 26. Juni 2026, 16:00 bis 18:00 Uhr - Freinhausen (Treffpunkt: Kirchenparkplatz gegenüber Dorfheim)
- Radtour - Mit dem Biospährenranger unterwegs: Ackerwildkräuter entdecken im Berchtesgadener Land am 28. Juni 2026
- Gemeinsame Dienstbesprechung der Biodiversitätsstärkungsstellen der ULBen am 7. Juli 2026 in Bettenreute
- Fachberatertagung „Ökologische Schaf- und Ziegenhaltung“ am 1. Juli bis 3. Juli 2026 in 37083 Göttingen, Anmeldeschluss: 18. Mai 2026
- Fachberatertagung „Hofübergabe in der Beratung“ am 14. Juli bis 15. Juni 2026 in 36093 Künzell-Loheland, Anmeldeschluss: 17. Mai 2026
- Präsentation des BiodivNetz BW im Rahmen des Tages der Bildung am 30. September 2026 auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Halle 1 auf dem Cannstatter Wasen
- Tag des Rebhuhns im Rahmen des Tages des Ökolandbau am 2. Oktober 2026 auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Halle 1 auf dem Cannstatter Wasen
Veranstaltungen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt
Ansprechpartner für die Biodiversität
Zu den Dienststellen der Landwirtschaftsverwaltung Baden-Württemberg zählen die 35 Unteren Landwirtschaftsbehörden (ULBen) bei den Landratsämtern der jeweiligen Landkreise.
Hier finden Sie Kolleginnen und Kollegen, die für die Stärkung und Förderung der Biodiversität tätig sind. Wir informieren und unterstützen Sie bei der Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen im Feld und informieren über Fördermöglichkeiten.
Rufen Sie uns einfach an und fragen Sie nach!
Die Unteren Forstbehörden bei den Gemeinden der Stadtkreise und den Landratsämtern sind für die Forstverwaltung auf der Fläche tätig.
In jedem Regierungspräsidium gibt es eine Abteilung mit dem entsprechenden Zuständigkeitsbereich.
Die dem Ministerium nachgeordneten landwirtschaftlichen Landesanstalten stellen den Unteren Landwirtschaftsbehörden zahlreiche Informationen und Arbeitsunterlagen zur Verfügung und betreiben Biodiversitätsforschung und den Transfer in die Praxis.
Naturschutzverwaltung – wer macht was?
Die LUBW ist eine der nachgeordneten Behörden der Naturschutzverwaltung und betreibt beispielsweise das Arten-Monitoring.
Landschaftserhaltungsverbände
Landschaftserhaltungsverbände sind gemeinnützige, eingetragene Vereine, die auf Landkreisebene gebildet werden. Interessenvertreterinnen und -vertreter aus Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen arbeiten gleichberechtigt zusammen und entwickeln gemeinsam tragfähige Lösungen für Natur und Landschaft.
Gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung (GBB-Projekt): Mit dem Kommunikationsprojekt soll die Biodiversitätsberatung im Land weiter etabliert werden. Erfolgsversprechende Ansatzpunkte werden v.a. in den Bereichen Aus-, Fort- und Weiterbildung gesehen.
Sie unterrichten an einer landwirtschaftlichen Fachschule oder Berufsschule und sind auf der Suche nach Unterrichtsmaterialien zum Thema Biodiversität? Im Projekt Gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung wurden Unterrichtsmaterialien erarbeitet, die Ihnen über die Moodle-Plattform der LEL kostenlos zur Verfügung stehen. Wenden Sie sich gerne an die Landsiedlung Baden-Württemberg, um einen Zugang zur Plattform zu erhalten.
Das BiodivNetz BW
Das Biodiversitätsnetzwerk Baden-Württemberg (BiodivNetz BW) ist 2021 mit der Fragestellung gestartet, wie sich Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität in die landwirtschaftliche Praxis einbinden und umsetzen lassen.
Das Ziel des Netzwerks ist herauszufinden, welche Maßnahmen praxistauglich umgesetzt werden können, die zum einen dem Schutz der Biodiversität und zum anderen der Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft Baden-Württembergs dienen. Diese praxistauglichen Maßnahmen will das Netzwerk dann bekannter machen. Landwirtinnen und Landwirte setzen im BiodivNetz BW bewährte sowie neue Ansätze zur Förderung der Biodiversität auf der landwirtschaftlichen Fläche um und erproben diese in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftsverwaltung. Der Austausch darüber ist der Kern des Netzwerks.
Die derzeit 23 teilnehmenden Demo-Betriebe zeigen beispielhaft für unterschiedliche Betriebstypen und Standorte in Baden-Württemberg, wie sich die Biodiversität auf landwirtschaftlichen Nutzflächen steigern lässt. Die Schwerpunkte der Demobetriebe reichen dabei vom Ackerbau über Grünland bis hin zu Sonderkulturen wie Obst- oder Weinbau. Bei den tierhaltenden Betrieben gibt es eine Spannweite von Milchkühen und Milchschafen über Mastrinder, Legehennen und Geflügelmast bis hin zur Schweinehaltung.
Das Netzwerk bietet den Landwirtinnen und Landwirten die Möglichkeit, biodiversitätsfördernde Maßnahmen auszuprobieren und in den eigenen Betrieb zu integrieren. Beispiele für Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt auf dem Acker sind z. B. Ackerrandstreifen ohne oder mit Einsaat von ein-oder über- und mehrjährigen Blühmischungen oder auch der Anbau alter, gefährdeter oder extensiv bewirtschafteter Sorten. Zur Förderung der biologischen Vielfalt auf dem Grünland oder in Sonderkulturen werden Maßnahmen wie etwa die Restzwickelbegrünung im Weinberg und im Obstbau, Altgrasstreifen und blühende Fahrgassen umgesetzt. Zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Landschaft kommen Maßnahmen zu Böschungspflege, die Anlage von Totholzhaufen, Wildbienen-Nisthügel, etc. sowie Wildbienennisthilfen, Vogelnisthilfen, Fledermauskästen oder auch Ansitzstangen für Greifvögel zum Einsatz.
Die Demobetriebe stehen zudem als Austausch-Plattform für Fachveranstaltungen, wie Feldtage und Praxistage, sowie für die Öffentlichkeit, insbesondere aber für die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung zur Verfügung.
Ihr Kontakt am MLR
- Bei allgemeinen Fragen zum Bereich Biodiversität und Landnutzung wenden Sie sich bitte an: biodiversitaet-landnutzung@mlr.bwl.de
- Bei Fragen zum Landeswettbewerb „Baden-Württemberg blüht“ wenden Sie sich bitte an bwblueht@mlr.bwl.de
- Bei Fragen zum Sonderprogramm wenden Sie sich bitte an biodiversitaet-landnutzung@mlr.bwl.de
- Bei Fragen zum Streuobst wenden Sie sich bitte an streuobst@mlr.bwl.de
Biodiversität als Thema in der Wissenschaft, Bildung und Beratung
Maßnahmenkatalog Biodiversität fördern
Biodiversität fördern – Maßnahmen für mehr Insektenvielfalt in Landwirtschaft, Kommunen und Gärten. Dieser 46-seitige Bericht beschreibt über 25 biodiversitätsfördernder Maßnahmen in der Landwirtschaft, die im Rahmen des EU-LIFE-Projekts Insektenfördernde Regionen (IFR), herausgegeben von der Bodensee-Stiftung, modellhaft auf regionaler Ebene für tragfähige und wirtschaftlich interessante Lösungen zur Umsetzung. Die gebündelte Sammlung reicht von „Ackerrandstreifen“ bis „Weite Reihe“, gegliedert in Maßnahmen für Ackerbau, Grünland, Obst- und Weinbau sowie Maßnahmen im Garten. Eine Übersicht biodiversitätsfördernder Strukturen rundet den Katalog ab. Sie soll Landwirte, Bürger und Gemeinden zu Maßnahmen wie Blühstreifen, Wildblumen und naturnahen Gärten anleiten, um Lebensräume für Insekten und andere Tiere zu schaffen.
Maßnahmen & Instrumente - LIFE – Insektenfördernde Regionen
KfW-Studie Fokus Volkswirtschaft - Kommunen investieren in Biodiversität
Laut einer im Dezember 2025 erschienenen Studie der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) über Fokus Volkswirtschaft „Kommunen investieren in Biodiversität vor Ort, doch Finanzmittel und Flächen sind knapp“ geht klar hervor, dass das Thema Biodiversität verstärkt in den Blick der deutschen Kommunen rückt. In einer Befragung im Auftrag von KfW Research gaben 15 Prozent der Kommunen an, dass sie bereits eine übergreifende Biodiversitätsstrategie haben. Weitere 18 Prozent erklärten, die Einführung einer solchen Strategie zu planen. 85 Prozent der Kommunen gaben an, dass sie bei der Baumpflanzung oder Baumpflege im Straßenraum aktiv sind, 81 Prozent im biodiversitätsförderndem Grünflächenmanagement. Das heißt, dass sie beispielsweise Grünländer mit heimischen Blühpflanzen anstatt mit Rasen einsäen, nur schonend mähen oder auf Herbizide verzichten. Außerdem geben 57 Prozent der Kommunen mehr für den Erhalt der biologischen Vielfalt aus als noch vor fünf Jahren. Zudem rechnet mehr als die Hälfte der Kommunen damit, dass sie in den kommenden Jahren mehr für Biodiversitätsmaßnahmen ausgeben werden. Angesichts der klammen Haushaltslage vieler Kommunen wird das eine Schwierigkeit: In der Befragung nannten jedoch 86 Prozent der Kommunen «unzureichende Haushaltsmittel» als große Herausforderung bei der Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen.
Kommunen investieren in Biodiversität vor Ort, doch Finanzmittel und Flächen sind knapp
Förderung der Artenvielfalt in Öko-Erwerbsobstanlagen und Streuobstwiesen
Zur Förderung der Artenvielfalt in Öko-Erwerbsobstanlagen und Streuobstwiesen wurde von 2016 bis 2022 u.a. von der Universität Hohenheim ein mit Bundes- und Landesmitteln gefördertes Projekt “Ökologische Vielfalt in Obstanlagen” entwickelt und ausgewertet. Die sehr interessanten Ergebnisse sind u.a. hier zu finden:
https://biodiv-oekoobstbau.de/massnahmenkatalog/
https://biodiv-oekoobstbau.de/zusaetzliche-informationen/
Empfehlungen für ausgewählte ackerbauliche FAKT II-Maßnahmen Eine Handreichung für die Praxis zu FAKT II E1.2, E7, E8, E9, E13.1, E13.2, E14, E15, F3 und F4
Das baden-württembergische Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT II) umfasst aktuell 40 Einzelmaßnahmen. Diese Maßnahmen dienen dem Erhalt und der Pflege der Kulturlandschaft, dem Schutz des Klimas und der natürlichen Ressourcen Wasser, Boden und Luft, der Förderung der artgerechten Tierhaltung und dem Erhalt und der Förderung der Biodiversität. Dies stellt die Landwirte auch vor große Herausforderungen bei der Maßnahmenumsetzung. Das LTZ möchte hier Hilfestellung in der Praxis bei der Umsetzung bieten. Mehr Informationen finden Sie hier.
Bundesweite Projekte und Netzwerke
- KOMBI-Projekt: KOMBI setzt auch intern auf Kooperation – und bringt vielfältige Akteure im Zusammenspiel von Landwirtschaft und Naturschutz zusammen.
- Landwirtschaft für die Artenvielfalt: Durch “Landwirtschaft für Artenvielfalt” biodiversitätsfördernde Leistungen landwirtschaftlicher Betriebe im Handel honoriert.
- KOMMBIO: Netzwerk von Kommunen für die Biodiversität
- Netzwerke Biodiversitätsbetriebe der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
- Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume
- Refugialflächen für die Artenvielfalt - NABU BW: Das Ziel des NABU-Projektes „Landwirt-schaf(f)t Lebensraum – Refugialflächen für die Artenvielfalt“ ist der Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt auf Acker- und Grünlandflächen in Baden-Württemberg.
