Allgemeine Informationen

Rund um das Programm

Das EU-Schulprogramm

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Seit dem Schuljahr 2017/18 wird in Baden-Württemberg das neue EU-Schulprogramm umgesetzt. Ziel des Programms: Kindern zu vermitteln, dass Obst, Gemüse und Milch nicht nur gesund sind, sondern auch lecker schmecken.

Mit dem EU-Schulprogramm erhalten Kinder in Kitas und Grundschulen regelmäßig eine kostenlose Extraportion Obst, Gemüse, Milch & Milchprodukte von einem regionalen Lieferanten. Kinder kommen damit auf den Geschmack dieser Lebensmittel und lernen bereits in jungen Jahren ganz nebenbei, sie in ihren Essalltag zu integrieren. Durch die pädagogische Begleitung des Programms erfahren Kinder mehr über die Herkunft von Lebensmitteln, über die Vielfalt der Produkte und über eine ausgewogene Ernährungsweise. Zudem stärken sie wichtige Kompetenzen im Umgang mit Lebensmitteln.

Im Schuljahr 2018/19 nehmen 4.500 Grundschulen und Kitas mit rund 386000 Kindern teil.

Wer kann teilnehmen?

Kernzielgruppe im EU-Schulprogramm sind Schulen im Primarbereich (Klassenstufen 1 bis 4). Kindertageseinrichtungen (einschließlich Kindergärten) können dann teilnehmen, wenn es das Budget zulässt. Im Schuljahr 2018/19 ist dies der Fall.

Schulen und Kitas, die am Programm teilnehmen wollen, müssen sich jährlich neu dafür anmelden. Die Anmeldung für das Folgeschuljahr ist in der Regel zwischen den Oster- und Pfingstferien und über diese Homepage möglich. Weitere Informationen zur Anmeldung und Teilnahme finden interessierte Einrichtungen hier.

Erzeuger und Händler können sich als Lieferanten im neuen EU-Schulprogramm beteiligen. Um EU-Beihilfe zu bekommen, müssen die Lieferanten beim Regierungspräsidium Tübingen für das EU-Schulprogramm zugelassen sein. Weitere Informationen zur Teilnahme als Lieferant finden sich hier.

Welche Produkte können verteilt werden?

Verteilt werden vorrangig frisches Obst & Gemüse sowie Trinkmilch. Daneben sind auch Naturjoghurt, Quark und Käse förderfähig. Milch und Milchprodukte mit Zusätzen wie Zucker, Aromastoffen, Kakao, Nüssen und Früchten sind von der Förderung ausgeschlossen. Für den Programmteil Schulobst und -gemüse sowie für den Programmteil Schulmilch gibt es jeweils eine Sortimentsliste der förderfähigen Produkte.

Wann und wie oft können die Produkte verteilt werden?

Die Produkte dürfen während des Vor- oder Nachmittags, aber nicht im Zusammenhang mit der Mittagsmahlzeit an die Kinder ausgegeben werden. Im Schuljahr 2018/19 kann pro angemeldetem Kind und Schulwoche eine Portion Schulobst und -gemüse und eine Portion Schulmilch verteilt werden.

Wie wird das Programm finanziert?

Die Kinder erhalten Obst, Gemüse und Milch kostenlos.

Jede Portion Schulobst und -gemüse oder Schulmilch, die die Einrichtungen über das EU-Schulprogramm verteilt, wird mit einem festen Betrag aus EU-Mitteln gefördert. Dieser Förderbetrag deckt in der Regel etwa 75 Prozent der Nettokosten (Produkt und Lieferung) ab. Die EU-Förderung beantragt der Lieferant beim Regierungspräsidium Tübingen.

Für die Finanzierung des Restbetrags einschließlich der Mehrwertsteuer sind die Schulen und Kitas selbst verantwortlich. In der Regel sind es Sponsoren, die ihnen durch ihr finanzielles Engagement die Teilnahme ermöglichen.

Die Höhe der Portionspreise ist nicht verbindlich festgelegt. Orientierungspreise sollen Einrichtungen und Lieferanten als Richtschnur dienen, wie hoch der Portionspreis vor Abzug der EU-Förderung sein kann (s. Dokument „Beihilfefähige Schulwochen, Förderbeträge und Orientierungspreise“ in der Spalte mit den Downloads rechts).

Wie funktioniert das Sponsoring?

Schulen und Kitas brauchen Sponsoren, die als Paten die Kofinanzierung der Obst-, Gemüse- und Milchverteilungen übernehmen. Infrage kommen Einzelpersonen, Verbände, Vereine und Firmen, denen unsere Kinder und deren Ernährung am Herzen liegen. Natürlich können sich auch Eltern als Sponsoren engagieren.

800 Euro Sponsorenbetrag können beispielsweise genügen, um im Schuljahr 2018/2019 100 Kindern wöchentlich sowohl eine Portion Schulmilch als auch eine Portion Schulobst- und -gemüse zu ermöglichen. Zur Abschätzung des Eigenanteils gibt es in der Downloadspalte rechts Kalkulationsbeispiele für verschiedene Fallkonstellationen.

Aufgrund der hohen Teilnahmezahlen kann im Schuljahr 2018/19 nur eine Portion Obst bzw. Gemüse und eine Portion Schulmilch pro Kind und Schulwoche mit EU-Mitteln gefördert werden. Das heißt aber nicht, dass es nur eine Portion geben darf oder soll.

Eine zweite und ggf. auch dritte Portion pro Woche ist bei den Kindern sehr willkommen und zur Ausbildung guter Ernährungsgewohnheiten sinnvoll. Um diese zu ermöglichen, sind Einrichtungen im Schuljahr 2018/19 besonders auf die Unterstützung durch Sponsoren angewiesen.

Ein Sponsor muss nicht die Finanzierung für eine Schule oder Kindertagesstätte alleine tragen. Er kann sich auch mit einem fixen Betrag beteiligen. Es liegt in seinem Ermessen, ob er der Einrichtung die zugesagte Summe als Ganzes oder in festgelegten Raten überweist. Er kann auch mit der Einrichtung vereinbaren, dass sie ihm die Rechnung des Lieferanten zukommen lässt und er sie direkt begleicht.

Unternehmen, die anbieten für Schulen und Kitas Sponsoren zu finden, tun dies nicht im Auftrag des Landes, sondern in der Regel aus wirtschaftlichem Interesse.


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