EFRE

Strukturförderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Prozessschritt bei der Herstellung optischer Mikrosysteme, © Hochschule Furtwangen/ Bernd Müller

Die Regionalpolitik der Europäischen Union hat zum Ziel, den wirtschaftlichen und sozia­len Zusammenhalt unter den Mitgliedstaaten und deren Regionen zu stärken, um eine harmonische, ausgewogene und nachhaltige Entwicklung der Gemeinschaft zu fördern. Dafür werden Finanzmittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingesetzt. Die für die Umsetzung der Ziele aufgestellten Programme umfassen in der Regel meist sieben Jahre. Seit 2007 können die Fördermittel in Baden-Württemberg landesweit eingesetzt werden.

Übergeordnetes Ziel des Programms 2007 bis 2013 war, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Baden-Württemberg mit seiner dezentralen Siedlungs- und Wirtschaftstruktur sowie der ebenfalls dezentral angelegten Bildungs-, Hochschul- und Forschungsinfrastruktur im Sinne des Lissabon- und Göteborg-Prozesses zu stärken und weiter auszubauen. Im Mittelpunkt stand dabei die Förderung von Innovation, Wachstum und nachhaltiger Entwicklung mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Für 2007 bis 2013 stand ein EFRE-Mittelvolumen von 143,4 Millionen Euro zur Verfügung, das Land, Kommunen sowie private Investoren in mindestens gleicher Höhe ergänzten.

Für den Zeitraum 2014 bis 2020 steht das EFRE-Programm in Baden-Württemberg unter dem Titel „Innovation und Energiewende“. Dabei sollen Maßnahmen gefördert werden, die die Stellung Baden-Württembergs als eine der innovativsten Regionen stärken und dazu beitragen, die Energiewende mit innovativen und CO2-sparenden Maßnahmen voranzutreiben. Für 2014 bis 2020 stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung, die gezielt Forschung, technologische Entwicklung und Innovation sowie Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen unterstützen. Von den 500 Millionen Euro stammen rund 247 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Rest sind Landesmittel.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ist Verwaltungsbehörde für das Programm und in dieser Funktion zuständig dafür, dass die Mittel vorschriftsgemäß eingesetzt werden. Bei der Umsetzung arbeitet das MLR mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zusammen.

  • Förderangebot

Spitze auf dem Land

Innovation ist der Schlüssel für die Spitzenstellung des Landes als eine der wirtschaftlich stärksten und innovations- fähigsten Regionen in Europa. Der zunehmende globale Wettbewerb erfordert dauerhafte Anstrengungen zur Stärkung der Innovationskraft, um nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung in der Fläche Baden-Württembergs zu erzielen. 

RegioWIN
  • Wettbewerb

RegioWIN

Langfristige technologische, ökologische und demografische Veränderungen stellen Regionen, Landkreise, Städte und Gemeinden Baden-Württembergs vor neue Herausforderungen. Zu ihrer Bewältigung müssen neue Ideen und strategische Konzepte für die Gestaltung der Zukunft entwickelt werden.