LEADER

Entwickeln Sie Ihre Region mit!

Der Ländliche Raum Baden-Württembergs zeichnet sich durch seine hohe Lebensqualität und Wirtschaftskraft aus. Damit dieser auch zukünftig attraktiv und stark bleibt, bedarf es gezielter Entwicklungsstrategien, die die lokalen und regionalen Bedürfnisse in den Blick nehmen. Da es der  Landesregierung ein besonderes Anliegen ist, die Bürgerbeteiligung nachhaltig zu stärken, wurde das Regionalentwicklungsprogramm LEADER zum zentralen Instrument bürgerschaftlich geprägter Regionalentwicklung ausgebaut.

LEADER steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft).

Die Menschen vor Ort kennen ihre Region und deren Potenzial am besten. Darum hat die Landesregierung das EU-Programm LEADER nach dem Bottom-Up-Ansatz, einer Entwicklungsstrategie von unten nach oben, neu ausgerichtet. Dieser führt dazu, dass ausschließlich die örtliche LEADER-Aktionsgruppe – und somit die Bürgerinnen und Bürger vor Ort – über die Projekte entscheiden.

Um die Wirkungsweise von LEADER voll auszuschöpfen und kraftvolle Impulse im Ländlichen Raum auszulösen, hat die Landesregierung das Regionalentwicklungsprogramm novelliert und finanziell gestärkt. Mit dem neu ausgerichteten Regionalentwicklungsprogramm LEADER ist eine aktive und gezielte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden und Institutionen an der Strukturentwicklung im Ländlichen Raum möglich. Statt bisher 57 Millionen Euro stehen nunmehr bis zu 84 Millionen Euro öffentliche Gelder zur Verfügung. Auch sind größere Förderspielräume und eine breitere Bürgerbeteiligung vorgesehen. Die Menschen vor Ort haben künftig mehr Möglichkeiten, sich unmittelbar in die Gestaltung ihres direkten Lebensumfeldes einzubringen. Außerdem können die LEADER-Aktionsgruppen künftig bis zum einem gewissen Grad den Fördersatz für LEADER-Vorhaben selbst festzulegen und somit eigene Schwerpunkte setzen.

Im Mittelpunkt der LEADER-Förderung stehen insbesondere Vorhaben, die die Innovations- und Wirtschaftskraft in den Regionen, die interkommunale Zusammenarbeit und den Tourismus stärken. Darüber hinaus sollen Antworten auf die drängenden Herausforderungen, wie etwa den demografischen Wandel, Klimawandel und oder Ressourcenschutz entwickelt und erprobt werden. LEADER ist nur in festgelegten Programmgebieten möglich.

Das Interessenbekundungsverfahren für LEADER 2014-2020 startete bereits Anfang 2013 und ist auf große Resonanz gestoßen. Nach intensiver Begleitung der interessierten Gruppen erfolgte am 25. Juli 2014 die offizielle Ausschreibung für LEADER 2014-2020. Ein unabhängiges Auswahlgremium, das sich aus Vertretern von Wirtschafts- und Sozialpartnern und der Verwaltung zusammensetzt, hatte schließlich die Aufgabe, unter 25 eingereichten Bewerbungen die 18 neuen LEADER-Aktionsgruppen 2014-2020 auszuwählen. Grundlage für diese Entscheidung war eine Auswertung aller eingereichten Bewerbungen durch zwei unabhängige externe Gutachter.  Jede Aktionsgruppe kann mit rund vier Millionen Euro an öffentlichen Mitteln rechnen. Dabei handelt es sich um Fördermittel von der EU und dem Land Baden-Württemberg.

YouTube Video erklärt das LEADER-Konzept
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Was ist Leader?

Das Video der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) erklärt anhand eines anschaulichen Beispiels, was LEADER ist und wie die Regionalentwicklungsmethode grundsätzlich funktioniert.

Ausschnitt Karte LEADER-Regionen 2014-2020
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Bürger entwickeln ihre Region mit

Um die Wirkungsweise von LEADER voll auszuschöpfen, hat das Land das Regionalentwicklungsprogramm LEADER 2014-2020 novelliert. Seit Januar 2015 stehen die 18 neuen Aktionsgebiete in Baden-Württemberg fest.