Ernährung

Besuch in Walldürn: Mehr Bio in Kantinen stärkt den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg

Mensa

Besuch des Geriatriezentrums St. Josef in Walldürn: Minister Peter Hauk MdL: „Mehr Bio in Kantinen stärkt den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg“

„Der Einsatz von Bio- und insbesondere bio-regionalen Lebensmitteln in Kantinen und Mensen trägt zu einer nachhaltigen, gesundheitsfördernden und genussvollen Ernährung bei und stärkt gleichzeitig die regionale Wertschöpfung“, sagte, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Dienstag (10. August) in Walldürn (Neckar-Odenwaldkreis) anlässlich seines Besuchs im Geriatriezentrum St. Josef.

„Der Landesregierung ist die Qualität der Gemeinschaftsverpflegung ein wichtiges Anliegen. Ich begrüße es sehr, dass sich Senioreneinrichtungen und Krankenhäuser für mehr Bio in ihrem Angebot engagieren und gleichzeitig ihre Speisepläne nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung umstellen und die Lebensmittelabfälle reduzieren. Damit leisten die Kantinen einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit“, betonte der Minister.

„Eine Verpflegung nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Seniorenheime ermöglicht bedarfsgerechte Speisen für das Alter. Durch die kontinuierlichen Essenszahlen, die in Einrichtungen und Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung täglich zubereitet werden, stellen diese einen wichtigen Hebel für Nachhaltigkeit und Gesundheit dar“, so Minister Hauk.

Mit einer so gesteigerten Nachfrage an Bio-regionalen Lebensmitteln komme die Landesregierung ihrem Ziel, 30 bis 40 Prozent Bio bis 2030 zu erreichen, ein gutes Stück näher. Dies gelte nicht nur für die regionale Erzeugung, sondern auch für die Etablierung von Verarbeitungs- und Lieferstrukturen in den Regionen.

Im Rahmen des Projekts bewarben sich die zwei benachbarten Regionen Hohenlohe und Neckar-Odenwald-Kreis gemeinsam. Die Regionen erhoffen, künftig insbesondere im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung voneinander zu profitieren und sich im Projekt gegenseitig zu ergänzen. Sowohl Hohenlohe als auch der Neckar-Odenwald-Kreis sind ländlich geprägt, doch bieten in beiden Regionen sowohl die ökologische Erzeugung als auch die Verarbeitungsstrukturen Potential für Wachstum. Somit erhoffe man sich, dass durch das Projekt die Nachfrage gebündelt werden kann und sich somit ein strukturierender Effekt vor Ort ergibt.

Hintergrundinformationen:

Das Geriatriezentrum St. Josef in Walldürn ist Teil des Krankenhausverbund Walldürn-Hardheim. Das Geriatriezentrum in Walldürn stellt einen der größten Arbeitgeber vor Ort dar. Am Standort in Walldürn, sowie auch am Standort im Krankenhaus Hardheim, wird täglich frisch für die Bewohnerinnen und Bewohner, die Mitarbeitenden sowie für die angegliederte geriatrische Rehabilitationseinrichtung gekocht. Beide Einrichtungen möchten sich weiter einer nachhaltigen, gesundheitsfördernden und genussvollen Verpflegung annehmen.

Das Projekt „Bio in der Gemeinschaftsverpflegung in Bio-Musterregionen“ wird bis Ende 2022 vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz durchgeführt und entspricht einer Maßnahme des Aktionsplans ‚Bio aus Baden-Württemberg‘ zur Steigerung des ökologischen Anbaus in Baden-Württemberg.

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz führt gemeinsam mit dem Landeszentrum für Ernährung verschiedene Modellprojekte in der Gemeinschaftsverpflegung durch, bei denen die Themen Bio und Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bearbeitet werden.

Weitere Informationen zur Bio-Musterregion Neckar-Odenwaldkreis und zur Bio-Musterregion Hohenlohe, sowie zum Projekt.

Informationen zum Ökologischen Landbau auf der Homepage des Ministeriums.