Beitrag für Energiesektor

Windkraft im Wald

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Beitrag für Energiesektor Windkraft im Wald

Viele windreiche Standorte in Baden-Württemberg liegen im Wald. Damit auch dort Windenergie umweltverträglich genutzt werden kann, wird jeder Standort sorgfältig geprüft und geplant. Für den Bau eines Windrads im Wald sind Maßnahmen erforderlich, die den Eingriff in die Natur ausgleichen und den Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhalten.

Im Durchschnitt werden für den Betrieb eines Windrads rund 0,5 Hektar Fläche benötigt – ein sehr geringer Anteil im Vergleich zur gesamten Waldfläche Baden-Württembergs von etwa 1.400.000 Hektar. Der Wald bleibt somit auch weiterhin vielfältiger Lebensraum und wichtiger Ort der Erholung.

Gleichzeitig profitiert der Wald selbst von der Windenergie: Durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien entstehen weniger Emissionen, was das Klima und damit auch den Wald schützt – besonders angesichts der zunehmenden Folgen des Klimawandels.

So zeigt sich: Windkraft und Wald können zusammenwirken – für saubere Energie, aktiven Klimaschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensräume.

Weitere Informationen zur Windkraft finden Sie hier.

Holzenergie

Stofflich nicht verwertbare Holzsortimente aus der nachhaltigen Waldbewirtschaftung oder der Landschaftspflege können sinnvoller Weise energetisch verwertet werden. Dazu kommen noch weitere Holzmengen, die in der Holzverarbeitung und -industrie als Koppelprodukte zwangsläufig anfallen und vielfach ebenfalls nicht stofflich verwertet werden können. Durch die energetische Verwertung (Verbrennung) dieser Sortimente wird diese hölzerne Biomasse vollständig genutzt und so Abfall vermieden. Statt Biomasse verrotten zu lassen, wird durch die Verbrennung Energie erzeugt, die sonst im Zweifel aus fossilen Rohstoffen erzeugt werden müsste. So werden fossile CO2-Emissionen in die Atmosphäre vermieden. Deutschlandweit wurde im Jahr 2024 bei der Wärmeerzeugung die Emission von 25 Millionen Tonnen CO2 durch den Einsatz von Holz vermieden. Das sind über 62 Prozent aller Emissionen, die durch den Einsatz erneuerbarer Energien bei der Wärmeerzeugung vermieden wurden. Holzenergie ist also ein wichtiger Beitrag zur sogenannten Wärmewende, hin zu einem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und der Verminderung der CO2-Emissionen in der Wärmeerzeugung.