Lebensmittelretter

Lebensmittelretter-Challenge

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Lebensmittelretter-Challenge 2026 (Bild mit Hilfe von KI erstellt)

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung“ veranstaltete das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat bereits zum zweiten Mal eine deutsch-französische Lebensmittelretter-Challenge. Dabei wurden gezielt junge Leute motiviert, sich mit dem Thema Lebensmittelverschwendung auseinanderzusetzen.

Die deutsch-französische Lebensmittelretter-Challenge ist ein Wettbewerb, der Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren aus Baden-Württemberg und Frankreich dazu motiviert, ihre kreativen Rezepte zur Rettung von Lebensmitteln einzureichen.

Die Lebensmittelretter-Challenge wurde 2024 erstmalig durchgeführt und wurde 2026 mit einem anderen Schwerpunkt wiederholt. Die Teilnahme war als Einzelperson, Gruppe oder Schule möglich. Die Fachjury setzte sich aus Vertreterinnen des Deutsch-Französischen Institutes (dfi), der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (VZ BW) sowie des deutsch-französischen Jugendwerkes (DFJW) zusammen.

Lebensmittelretter-Challenge 2026

Gruppenbild der Preisverleihung der Lebensmittelretter-Challenge 2026
Preiskategorie Einzelperson: Helmut Kessler in Vertretung für Sara Kessler, Frau Abteilungsleiterin Petra Mock MDGin
Frau Abteilungsleiterin Petra Mock MDGin, Preiskategorie Gruppe: Mathilda Hetzler, Lea Huber, Siri Haupt und Louise Block
Frau Abteilungsleiterin Petra Mock MDGin, Preiskategorie Schule: Lehrkräfte Nadine Pothu und Joscha Thoma der Koch- und Öko-AG des Gymnasiums Neureut in Karlsruhe

In diesem Jahr fand die zweite Auflage der deutsch-französischen Lebensmittelretter-Challenge statt. Der Fokus lag auf dem kreativen Einsatz von Gemüse, da dieses neben Obst zu den am häufigsten weggeworfenen Lebensmitteln in Privathaushalten gehört. Ein großer Teil davon landet im Müll, weil er als nicht mehr genießbar angesehen wird oder weil bestimmte Teile wie Schalen, Kerne oder Blätter nicht verwendet werden. Das ist sehr bedauerlich, da viele dieser Teile wertvolle Nährstoffe enthalten und durch kreative Verarbeitung zu wertvollen Zutaten für neue Rezepte werden können.

Die Aufgabe der diesjährigen Challenge bestand darin, ein regionales Gemüse auszuwählen, das ein hohes Potential zur Einsparung von Lebensmittelabfällen bietet. Dazu sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei Rezepte entwickeln, die das Gemüse in den Mittelpunkt stellen und möglichst alle Teile des Gemüses verwenden, um Lebensmittelabfälle zu minimieren.

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden am 3. Oktober 2026 auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart Bad Cannstatt mit einem Reisegutschein im Wert von je 1.500 Euro ausgezeichnet.

Folgende Gewinnerinnen und Gewinner wurden ausgezeichnet:

Kategorie: Einzelperson

Sara Kessler

Frau Kessler hat sich für den Blumenkohl als regionales Gemüse entschieden und hierbei auf den Leaf-to-Root Ansatz aufmerksam gemacht. Dieser beschreibt ein einfaches Prinzip, bei dem Gemüse und Obst ganzheitlich vom Blatt bis zur Wurzel in der Küche verwendet werden. Neben den Blumenkohl-Röschen sind nämlich auch die Blätter und der Strunk des Blumenkohls essbar. Den Strunk hat Frau Kessler in einem leckeren Schokoladen-Dessert verarbeitet und damit kreativ unter Beweis gestellt, dass Gemüse auch in Süßspeisen eingesetzt werden kann.

Kategorie: Gruppe

Louise Block, Siri Haupt, Mathilda Hetzler und Lea Huber

Die Freundesgruppe hat die Rote Bete als regionales Gemüse ausgewählt und dabei gezeigt, wie auch die Schale und der Saft verwendet werden können. Dabei ist es der Gruppe gelungen, die beiden Essgewohnheiten von Baden-Württemberg und Frankreich miteinander zu verbinden, indem ein Rezept für Maultaschen - ein schwäbischer Klassiker – und ein Rezept für Crêpes – typisch für Frankreich – eingereicht wurden. Die beiden Rezepte wurden zudem sehr kreativ und ansprechend gestaltet.

Kategorie: Schule

Koch- und Öko-AG des Gymnasiums Neureut in Karlsruhe

Die Schülerinnen und Schüler der Koch- und Öko-AG haben sich für die Karotte als regionales Gemüse entschieden. Dabei ist es den beiden Arbeitsgruppen gelungen, eine Brücke zwischen Baden-Württemberg und Frankreich zu schlagen, indem die Rezepte sowohl die beiden Esskulturen widerspiegeln als auch zweisprachig auf Deutsch und Französisch verfasst wurden. Außerdem wurde das Gemüse ganzheitlich verwendet, indem auch das Karottengrün auf vielfältige Weise in den Gerichten verarbeitet wurde.

Lebensmittelretter-Challenge 2024

Challenge 2024
Frau Staatssekretärin a.D. Sabine Kurtz MdL, Herr Staatssekretär Florian Hassler, Regionalrätin Région Grand Est Évelyne Isinger
Gewinnerin in der Preiskategorie „Einzelperson“ Marie Ott, Frau Staatssekretärin a.D. Sabine Kurtz MdL
Gewinnerinnen in der Preiskategorie „Schule“ Jazebah Ahmad und Lama Sharifi, Frau Staatssekretärin a.D. Sabine Kurtz MdL
In Vertretung für die Preiskategorie „Sonderpreis I“ Marie Nussbaumer und Manon Bilger, Frau Staatssekretärin a.D. Sabine Kurtz MdL
Gewinnerinnen in der Preiskategorie „Sonderpreis II“ Antonia Geiger und Leonie Doster, Frau Staatssekretärin a.D. Sabine Kurtz MdL
Gruppenbild des Städtepartnerschaftskongresses

Im Jahr 2024 fand die erste Auflage der deutsch-französischen Lebensmittelretter-Challenge statt. Die Aufgabe bestand darin, ein Lebensmittelretter-Rezept einzureichen, das so viele übriggebliebene Lebensmittel wie möglich verwertet. Dies konnten Lebensmittel vom Vortag oder mit überschrittenem MHD sowie bereits geöffnete Produktpackungen oder schrumpeliges Obst und Gemüse sein.

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden am 5. Juni 2025 im Rahmen des Städtepartnerschaftskongresses in Freudenstadt mit einem Preisgeld in Höhe von je 1.000 Euro ausgezeichnet.

Folgende Gewinnerinnen und Gewinner wurden ausgezeichnet:

Kategorie: Einzelperson

Marie Ott

Frau Ott nahm nicht nur selbst an der Lebensmittelretter-Challenge teil, sondern motivierte auch andere Jugendliche, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Im Rahmen ihres Freiwilligendienstes in Courbevoie, der französischen Partnerstadt von Freudenstadt, stellte Frau Ott das Projekt sowohl in mehreren Schulklassen als auch in den sozialen Medien vor.

Kategorie: Gruppe

Geschwistergruppe Schabel

Mit ihrem Reste-Wrap haben vier Geschwister ein Resterezept eingereicht, das mit vielen verschiedenen Reste-Lebensmitteln zubereitet werden kann und somit zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung beiträgt. Außerdem haben sie ein zusätzliches Rezept eingereicht, wie restliche Milch zur Käseherstellung verwendet werden kann.

Kategorie: Schule

AES-Klasse der Falkenrealschule in Freudenstadt

Die Schülerinnen und Schüler haben mehrere Menüvorschläge in einem ansprechend gestalteten Rezeptbuch eingereicht. Die von den Schülern zum Kochen verwendeten Lebensmittel wurden allesamt aus dem Einzelhandel gerettet.

Sonderpreis I

Gemeinschaftsprojekt der Fachschulen CFA de l'Hôtellerie Restauration in Colmar und Edith-Stein-Schule in Freiburg

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Ausbildungseinrichtungen für Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe in Colmar und Freiburg erarbeiteten gemeinsam sechs kreative Rezepte zur Rettung von Lebensmitteln. Hierbei stand der deutsch-französische Austausch und das gemeinsame Arbeiten im Vordergrund.

Sonderpreis II

Französisch-AG «Les Français de la RSG« der Realschule Güglingen

Die Schülerinnen und Schüler der Französisch-AG haben in Kleingruppen mehrere Rezepte sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache erarbeitet. Mit zahlreichen Bildern der einzelnen Zubereitungsschritte wurden die Rezepte zur Lebensmittelrettung anschaulich dargestellt.

Hintergrundinformationen

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung“ hat das MLR im Jahr 2020 in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Institut Ludwigsburg (dfi) einen länderübergreifenden Austausch zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung angestoßen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gegen Lebensmittelverschwendung ist ein Beitrag zur Partnerschafts-Konzeption Baden-Württemberg & Frankreich.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit ist die Lebensmittelretter-Challenge 2024 entstanden und wurde aufgrund der positiven Resonanz 2026 wiederholt.

Weitere Informationen zur deutsch-französischen Zusammenarbeit „Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung“

Die Lebensmittelretter-Challenge ist eine von vielen Maßnahmen in der Strategie „Lebensmittel wertschätzen für eine nachhaltige Zukunft. Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in Baden-Württemberg 2030“, die im September 2025 vom Ministerrat beschlossen wurde.

Weitere Informationen zur Strategie gegen Lebensmittelverschwendung