Fachschulen für Landwirtschaft


Fachschulen für Landwirtschaft

  • Fachkraft Agrarservice

Die Fachschulen für Landwirtschaft bereiten auf die steigenden Anforderungen landwirtschaftlicher Unternehmen und auf die Meisterprüfung vor. Die Ausbildung umfaßt zwei fachtheoretische Winterhalbjahre und das dazwischenliegende fachpraktische Sommerhalbjahr.

In der Fachrichtung Landbau ist dabei insbesondere eine erfolgreiche, umweltschonende und bedarfsgerechte landwirtschaftliche Erzeugung, artgerechte Tierhaltung sowie eine erfolgreiche Unternehmensführung Schwerpunkt. Im Rahmen eines Modellversuchs werden derzeit neue Wege zur besseren Verzahnung zwischen Fachschule und Meisterprüfung erprobt. In einem vorgeschalteten Teilzeitschuljahr werden die Betriebsdaten der Schülerbetriebe erfaßt und die Basis für eine gezielte Vorbereitung der Meisterarbeit gelegt.

In der Fachrichtung Hauswirtschaft werden junge Frauen befähigt, einen ländlichen Haushalt zu führen oder eine entsprechende Tätigkeit im Dienstleistungsbereich fachgerecht auszuüben. Die Ausbildung hat deshalb hauswirtschaftliche, familienbezogene und landwirtschaftliche Schwerpunktangebote.

Der erfolgreiche Abschluß der Fachschule für Landwirtschaft berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte(r) Wirtschafter / Wirtschafterin für Landbau" bzw. "Staatlich geprüfte Wirtschafterin für ländliche Hauswirtschaft" und zu weiteren Fortbildungsmaßnahmen.

Eine weiterführende Fachschulbildung bietet die "Fachschule für Technik" am Amt für Landwirtschaft Sigmaringen an. Eine vertiefte Schulung im unternehmerischen Bereich, mit besonderen Schwerpunkten in Marketing und EDV-gestützter Unternehmensführung, qualifiziert für Tätigkeiten in größeren, spezialisierten landwirtschaftlichen Betrieben und in landwirtschaftsnahen Bereichen. Im Rahmen des zweijährigen Vollzeit-Bildungsgangs wird auch die Ausbildereignung vermittelt. Als Abschluß wird der "Staatlich geprüfte Techniker für Agrarwirtschaft" erreicht.

Darüber hinaus bieten die Fachschulen für Landwirtschaft Bäuerinnen und Bauern zusätzliche Qualifikationen durch Teilzeitbildungsgänge an, die einem halbjährigen Vollzeitunterricht entsprechen. Die Ausbildung dauert in der Regel zwei Winterhalbjahre und das dazwischenliegende Sommerhalbjahr. Als Abschluß wird der Titel "Staatlich geprüfte Fachkraft für (zum Beispiel Hauswirtschaft oder Landwirtschaft im Nebenerwerb)" verliehen. Das Bildungsangebot orientiert sich am konkreten Bedarf der Betroffenen und ist auch zeitlich sehr flexibel. Schwerpunkte bilden derzeit die Ausbildung von Bäuerinnen mit außerlandwirtschaftlicher Vorbildung sowie Angebote für Nebenerwerbslandwirte.