Tierseuche

Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest

Afrikanische Schweinepest (ASP)

Stand: 26.Mai.2022

Am 25. Mai 2022 wurde die Afrikanische Schweinepest erstmalig in Baden-Württemberg in einem Hausschweinebestand festgestellt. Der Ausbruchsbetrieb liegt im Landkreis Emmendingen und hält Mastschweine in Freilandhaltung. Innerhalb weniger Tage sind dort 16 von 35 Tieren verendet. Um den Seuchenbetrieb wurde mit einem Radius von mindestens 3 km eine Schutzzone und um diese mit einem Radius von mindestens 10 km eine Überwachungszone eingerichtet, in denen die nach dem EU- und innerstaatlichen Tiergesundheitsrecht die vorgegeben Seuchenbekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden. Von den Restriktionszonen sind neben dem Landkreis Emmendingen auch der Ortenaukreis und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald betroffen.

Karte des betroffenen Gebiets (FLI)

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde im Jahr 2007 nach Georgien eingetragen und breitet sich seither in Europa und Asien aus.. Bisher ist es lediglich Belgien und der Tschechischen Republik gelungen, die dortigen singulären Seuchenausbrüche bei Wildschweinen erfolgreich zu bekämpfen und die Seuche wieder zu tilgen. Ein wirksamer und zugelassener Impfstoff gegen die ASP bei Wildschweinen steht weiterhin nicht zur Verfügung.

Deutschland ist seit September 2020 von der ASP betroffen. Am 10.09.2020 ist bei einem Wildschwein nahe der deutsch-polnischen Grenze im Landkreis Spree-Neiße die ASP- erstmals in Deutschland festgestellt worden. Seither breitet sich das Seuchengeschehen in Brandenburg und Sachsen aus und führte bisher zu zahlreichen Nachweisen bei Wildschweinen.  Um die Ausbruchstellen wurden Restriktionsgebiete eingerichtet. Im Juli 2021 kam es zudem in Brandenburg innerhalb der Restriktionszonen erstmals zum Eintrag des ASP-Virus in  Hausschweinebestände. Zum Infektionsgeschehen in Brandenburg und Sachsen sowie zu den Restriktionszonen finden sich weitere Informationen auf der Internetseite des Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg und des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Am 22. November 2021 wurde in einem Hausschweinebestand im bis dahin nicht von der ASP betroffenen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern das ASP-Virus nachgewiesen. Alle Mastschweine dieses Betriebes mussten getötet werden. Kurz darauf wurden entlang der Autobahn Berlin-Hamburg ebenfalls an der ASP verendete Wildschweine aufgefunden Weitere Informationen zum Infektionsgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt.

Seit Januar 2022 ist zudem Norditalien von der Afrikanischen Schweinepest betroffen. Der in den Regionen Piemont und Ligurien nachgewiesene Serotyp des ASP-Virus entspricht dem derzeit in Osteuropa vorkommenden Erreger.

Weiterführende Links

Mitschnitt der Pressekonferenz des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 26. Mai 2022

Auf folgenden Internetseiten finden Sie weitere Informationen über die Afrikanische Schweinepest und die aktuelle Seuchensituation:
Europäische Kommission: African Swine Fever
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Afrikanische Schweinepest: Erster Fall in Deutschland bei einem Wildschwein bestätigt

Hier finden Sie die Ergebnisse der aktuellen Bewertung des Risikos zur Einschleppung der ASP nach Deutschland durch das Friedrich-Loeffler-Institut:
Risikobewertung zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland

Daten und Karten zur aktuellen Lage bei der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland und Europa finden Sie auf den Seiten des Friedrich-Loeffler-Instituts sowie der EU:
Kartierung der Restriktionsgebiete zur Afrikanischen Schweinepest
Interaktive Karte zu den ASP Restriktionsgebieten in Europa