Tierseuche

Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest

Stand 2. Februar 2020

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in der Wildschweinpopulation sowie in Hausschweinebeständen in Europa immer weiter aus.

Im Jahr 2019 wurden EU-weit insgesamt 6407 ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen (mit jeweils einem oder mehreren Tieren) an die Tierseuchendatenbank der EU-Kommission gemeldet
(Anzahl der Fälle 2019 / Anzahl der Fälle 2020 bis 02.02.2020):

  • Belgien: 482 / 1
  • Bulgarien: 165 / 71
  • Estland: 80 / 7
  • Ungarn: 1598 / 365
  • Italien: 60 / 19
  • Lettland: 369 / 45
  • Litauen: 464 / 38
  • Polen: 2468 / 428
  • Serbische Republik: 0 / 16
  • Rumänien: 683 / 161
  • Slowakei: 27 / 112
  • Ukraine: 11 / 2

Total: 6407 / 1165

Zudem wurde in diesem Zeitraum folgende Anzahl an Ausbrüchen bei Hauschweinen an die EU-Kommission gemeldet
(Anzahl der Fälle 2019 / Anzahl der Fälle 2020 bis 02.02.2020):

  • Bulgarien: 44 / 6
  • Italien: 1 / 0
  • Lettland: 1 / 0
  • Litauen: 19 / 0
  • Polen: 48 / 0
  • Serbische Republik: 18 / 0
  • Rumänien: 1724 / 91
  • Slowakei: 11 / 0
  • Ukraine: 42 / 1

Total: 1908 / 98

Bei dem ASP-Geschehen auf Sardinien handelt es sich um ein eigenständiges Tierseuchengeschehen, das nicht mit den Seuchenausbrüchen in den anderen Mitgliedstaaten zusammenhängt. Innerhalb der EU sind die Gebiete mit einem erhöhten Risiko der ASP-Verschleppung (Restriktionsgebiete; Teile I – IV des Anhangs des Durchführungsbeschlusses) sowie die dort geltenden Verbringungsbeschränkungen in der jeweils aktuellen Fassung des Durchführungsbeschlusses 2014/709/EU festgelegt.

Aufgrund des westpolnischen Seuchengeschehens mit einem bestätigten Fund eines infizierten Wildschweines in nur ca. 12 km Entfernung zur deutschen Grenze wird das Risiko für einen Seucheneintrag über Wildschweine in der Grenzregion durch das Friedrich-Loeffler-Institut als hoch eingeschätzt. Die angrenzenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben bereits Zäune zur Verhinderung der Einschleppung durch Wildschweine errichtet. Auch Sachsen errichtet eine 128 km lange Zaunanlagen an der Grenze zu Polen.

Für das übrige Bundesgebiet wird das Risiko für einen Eintrag der ASP durch menschliches Fehlverhalten, wie beispielsweise die nicht sachgerechte Entsorgung von virushaltigen Wurst- und Fleischprodukten aus betroffenen Regionen ebenfalls als hoch eingestuft.

Weiterführende Links

Auf folgenden Internetseiten finden Sie weitere Informationen über die Afrikanische Schweinepest und die aktuelle Seuchensituation:
Friedrich-Loeffler-Institut: Afrikanische Schweinepest
Europäische Kommission: African Swine Fever (englischsprachiger Text)
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Afrikanische Schweinepest – Bitte um Wachsamkeit und Vorbeugung

Hier finden Sie die Ergebnisse der aktuellen Bewertung des Risikos zur Einschleppung der ASP nach Deutschland durch das Friedrich-Loeffler-Institut.
Risikobewertungen zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland

Daten zur aktuellen Lage bei der Afrikanischen Schweinepest in Europa finden Sie auf den Seiten des Friedrich-Loeffler-Instituts sowie der EU:
Kartierung der Restriktionsgebiete zur Afrikanischen Schweinepest
Informationen der EU zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Europa